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1 Kommentar

Unter Dir die Stadt

DEINE MEINUNG?


2010

Genre: Drama

Spieldauer: ~ 110 Minuten

Regie: Christoph Hochhäusler

Cast: Wolfgang Böck, Mark Waschke, Nicolette Krebitz, Corinna Kirchhoff, Robert Hunger-Bühler, Oliver Broumis, Robert Schupp, Paul Faßnacht, Klaus Zmorek, Andre Dietz, Lamou Vissay

Kurzbeschreibung: Roland Cordes (Robert Hunger-Bühler) ist Manager einer Großbank. Eine Begegnung auf einer Vernissage setzt alles in Gang. Hier trifft er auf die junge und attraktive Svenja Steve (Nicolette Krebitz). Später begegnen sich beide erneut, diesmal in der Bank. Sie kommen ins Gespräch und es dauert nicht lange, bis Roland die ersten Annäherungsversuche wagt. Svenja lässt sich anfänglich auf das Spiel ein, macht aber bald einen Rückzieher. Vielleicht weil sie verheiratet ist und ihr Mann Oliver (Mark Waschke) ausgerechnet in der Firma Rolands angestellt ist? Um sein Ziel doch noch zu erreichen, schickt Roland Oliver nach Indonesien, wo er auf Zeit einen hochdotierten aber riskanten Posten annehmen soll. Ahnungslos von Rolands Plan gibt Svenja ihren Widerstand gegen die Annäherungsversuche des Managers allmählich auf...


Filmkommentare (1)


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8martin
13.05.13 - 16:54
Der Titel setzt den Fokus: das ist die Perspektive, aus der die Manager die Welt betrachten. Da oben im Wolkenkuckucksheim leben diese Alphatiere, nach den Gesetzen der Global Player, abgehoben und ohne jede Bodenhaftung. Jeder Blick auf diese Welt dieser ‘Exoten‘ ist eine stilistische Offenbarung. Ganz anders als Otto-Normalverbraucher so lebt. Wir sehen eine Welt aus Glas und Stahl, hart und kalt mit Ecken und Kanten.
Auf dieser Spielwiese siedelt Regisseur Hochhäusler seine Figuren an und versucht echte Gefühle einzupflanzen. Das muss schief gehen. Für echte Tragik sind die Charaktere mit zu viel Teflon auf der Seele behaftet. ‘Einer springt ins Wasser und wird nicht nass!‘
Inhaltlich versucht ein alter Bock (Robert Hunger-Bühler) ein junges Pflänzchen (Nicolette Krebitz) zu verführen. Egal warum. Und es dauert so lange, wie es dauert. Es geht hin und her. Mal will er, aber sie nicht, dann ist es umgekehrt. Gefühle sind so wenig vorhersehbar wie die Börse, Erfolge flüchtig wie ein Blumenstrauß. Es wird nichts erläutert oder hinterfragt, es wird nur dargestellt. Die Kamera zieht sich am Ende diskret zurück und lässt den Zuschauer in der Kälte stehen. Der kann seinen letzten abschweifenden Gedanken daran verschwenden, warum der Altmanager zurückgetreten war.

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