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2 Kommentare

La Lisière - Am Waldrand

DEINE MEINUNG?


2010

Genre: Drama

Spieldauer: ~ 101 Minuten

Regie: Geraldine Bajard

Cast: Melvil Poupaud, Susanne Wuest, Hippolyte Girardot, Filip Peeters, Audrey Marnay, Delphine Chuillot, Phenix Brossard, Charles Crespo

Kurzbeschreibung: Der junge Arzt François (Melvil Poupaud) kommt im Auftrag des Bauherrn in eine ländliche Mustersiedlung names 'Hügel von Beauval'. Dort soll er sich um die medizinische Versorgung der Bewohner kümmern. Besonders die jungen Mädchen sind begeistert von dem hübschen Mediziner. In der beschaulichen Kleinstadt hat eine Halbstarken-Clique rund um Cédric (Phénix Brossard) das Sagen. Sie treiben am Waldrand Mutproben und gefährliche Aufnahmerituale. Mädchenschwarm François gerät bald in den Fokus der feindseligen Jugendbande. Sie unterstellt ihm eine Mitschuld am Tod eines ihrer Mitglieder. Der Jugendliche wurde von einem Auto überfahren. Der Arzt fühlt sich in der oberflächlich idyllisch wirkenden Siedlung zunehmend bedroht.


Filmkommentare (2)


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kurenschaub
04.10.13 - 08:32
Ein junger Arzt tritt seinen Dienst in einem Dorf an ,wo ihm mit der Zeit einiges immer seltsamer erscheint. da ist da noch diese Jugend Gang welche im Wald ihre dunkle Seite auslebt, mit einem charismatischen Anführer und einigen hübschen Mädchen, die den Jungs in ihrer coming of Age Hormonisierung zu Diensten sind, aber auch ein begehrendes Auge für den Jungmediziner übrig haben,
Unheimlich, mysteriös, seltsam, packend, interessant, unvorhersehbar und außergewöhnlich, alles diese Qualitäten treffen auf das finstere Drama zu, dazu noch eine Geschichte, welche einem die Begleitung auf eine prickelnde (Film)Reise leicht macht, die zwar anders und unkonventioneller erzählt wird, aber samt den coolen Darstellern nicht minder gut gelungen ist. Das Ende schmerzt und der Soundtrack der dazu mit der Kameraeinstellung über
dem verschlafenen Dorf am frühen Morgen lastet, weht einem wie der kalte Atem des Todes gänsehautbringend über die Stirn.
Ich habe in meinem langen Leben bereits 3000 schlechtere Filme gesehen.

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8martin
24.05.13 - 12:18
Von Anfang bis Ende ein düsterer, wortkarger Film, der allein von der Atmosphäre und der Konsequenz lebt: das ist Misstrauen und Distanz. Alles wird durch eine düstere Optik verstärkt, die nach dem Motto verfährt ‘Schwarzafrikaner bei Nacht im Tunnel‘. Hier lässt sich in einer Neubausiedlung ein junger Landarzt Francois (Melvil Poupaud) nieder. Er erregt das Interesse einer Jugendgang. Da nicht viel geredet wird und man auch nicht viel erkennen kann, bleibt es ein konfuser Brei mit inhaltlichen Schwächen, die viele Fragen aufwerfen: Warum manövriert sich Francois in diese zweifelhafte Situation? Was treiben die Kids da eigentlich genau am Waldrand? Warum klappt es bei Francois mit seiner Freundin nicht? Wer hat denn nun die Fahrerflucht begangen? Die Erwachsenen bewegen sich etwas sonderbar und distanziert. Hier verliert sich Hippolyte Girardot in seiner kleinen Rolle.
Der Wald kann als Fluchtpunkt der Jugendlichen gesehen werden, wo sie in einer Anti-Welt nach ihren eigenen Gesetzen verfahren. Coming-Off-Age-Rituale. Gruppenzwänge. Mutproben bei Petting und Sex eventuell. Teeny Schwärmereien der Mädels. Nichts Genaues weiß man nicht. Die deutsche Synchronisation tut ein Übriges, um das Verständnis zu erschweren.
So bleibt am Ende eine Idee und eine Interpretationsvielfalt, die allein auf der Schwäche des Films beruht. Ein unbefriedigendes Kopfschütteln bleibt. K.V.

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