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1 Kommentar

Über uns das All

DEINE MEINUNG?


2011

Genre: Drama

Spieldauer: ~ 88 Minuten

Regie: Jan Schomburg

Cast: Georg Friedrich, Felix Schmidt-Knopp, Stephan Grossmann, Kathrin Wehlisch, Valery Tscheplanowa

Kurzbeschreibung: Da lebt Martha (Sandra Hüller) also in einer glücklichen Beziehung. Hat ein Zuhause. Weiß, wo sie hingehört. Teilt Bett, teilt Tisch, hat Vertrauen. Kennt ihren Mann Paul (Felix Knopp) in- wie auswendig. Und blickt sie nach vorn, dann sieht sie die Zukunft. Aber dann stehen plötzlich zwei Polizistinnen vor der Tür und auf einmal ist alles anders. Der Mann, mit dem Martha jahrelang gelebt hat: ein Phantom. Marthas Leben, in dem nichts mehr ist, wie es war und nichts mehr war, wie es zu sein schien. Dann begegnet Martha Alexander (Georg Friedrich), und eine kleine Geste reicht, dass ihre Sehnsucht sie Paul in Alexander entdecken lässt. Blickt sie nun nach vorn, dann sieht sie die Vergangenheit. Nun lebt Martha also in einer glücklichen Beziehung. Hat ein Zuhause. Weiß, wo sie hingehört. Teilt Bett, teilt Tisch. Hat Vertrauen. Aber kennt sie denn eigentlich den, den sie liebt? Oder liebt sie den, den sie kennt?


Filmkommentare (1)


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kurenschaub
09.07.12 - 19:49
Martha (Sandra Hüller) verliert ihren depressiven Mann Paul (Felix Schmidt-Knopp)durch Selbstmord und kommt hinterher auf viele Lebenslügen desselben drauf, er hat ihr so einiges vorgespielt, dies ändert aber nichts an ihrer weiter bestehenden Liebe zu ihm.
Als sie den symphatischen Alexander (Georg Friedrich) kennenlernt, erlebt sie in ihm Paul und verliebt sich neu. Aber die Umstände dieser Liebe sind schwierig, Vertrauen, Rückblick und Zukunft, Verstehen, Zugehen und gemeinsam sein, in Worten und Taten, alles nicht mehr so einfach...
Vielfach ausgezeichneter Spitzenfilm dessen Dramaturgie in seiner vagen Unsichtbarkeit und bewusster Vernebelung mit leichten Brennen butterweich den Betrachter schneidet.
Eine eher kleine Geschichte von einem großartigen Regisseur UND Drehbuchautor (Jan Schomburg) wunderbar sensibel erzählt, mit Platz für unendlich viele offene Fragen und Ungereimtheiten, welche der Kunstschiene, auf denen das Drama seinen Lauf fährt, gut tun. In seiner Seltsamheit, Herzhaftigkeit und Präzession ist der Movie sowieso einzigartig und so war er auch bei seiner Uraufführung Berlinale 2011 einer der wenigen, die wirklich zu gefallen wußten.
Herausragend ist die unglaublich starke Darstellerin Sandra Hüller die von einer Szene in die nächste ständig punktet. Mit dem genialen Georg Friedrich, der mir schon in vielen Rollen die Schuhe ausgezogen hat, bringt sie diese nicht wirklich esoterische Geschichte (wie man vom Titel her annehmen könnte) auf ein sehr beachtliches Niveau.
Ein bemerkenswertes Werk mit Pegelspitzen bis in den (hier positiven ) roten Bereich -
Kraftvoll, kopflastig und in seiner eigenwilligen Machart, garniert mit leichter Schrägheit, sehr gelungen.

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