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Frost/Nixon FILMFORUM


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Bisher gibt es 9 Antworten zu diesem Thema und wurde 299 mal aufgerufen.
Aktive Diskussionsteilnehmer: eichi BumBum Filmfreak Filmosoph

#1
eichi eichi
7.352 Beiträge

Admin

Frost/Nixon

Regie: Ron Howard

Cast: Janneke Arent, Kevin Bacon, Rebecca Hall, Frank Langella, ...


14.11.2008 - 20:36:31

#2
Filmfreak Filmfreak
4.460 Beiträge


FE-Legende

Bin schon auf diesen politischen Film sehr gespannt...


15.11.2008 - 00:27:05

#3
BumBum BumBum
661 Beiträge


FE-Filmfreund



Zum Film:

Oscarpreisträger Ron Howard („A Beautiful Mind" bringt Peter Morgans („Die Queen", „Der letzte König von Schottland" Interpretation eines der faszinierendsten Duelle des Talkshow-Journalismus in die Kinos. Drei Jahre lang schwieg Richard Nixon nach seinem Rücktritt in Folge der Watergate-Affäre, doch im Sommer 1977 ließ sich der stahlharte und überaus redegewandte Ex-Präsident auf eine exklusive Reihe von Fernsehgesprächen ein, um über seine Amtszeit zu sprechen. Die Erwartungen waren hoch, Einzelheiten über die Hintergründe des Spionagefalls zu erfahren.

Nixons überraschende Wahl für den Moderatoren der Sendereihe fiel auf den bis dahin eher als windig bekannten britischen Moderator und Entertainer David Frost - wahrscheinlich in der Hoffnung, leichtes Spiel mit ihm zu haben, um sich so ohne große Gegenwehr einen Platz in den Herzen und Köpfen der Amerikaner zurückerobern zu können. „Frost/Nixon" blickt vor und hinter die Kulissen dieser denkwürdigen Begegnung, die für beide zum öffentlichen Moment der Wahrheit wurde.

Wie auch in der Broadway-Inszenierung von Morgans Stück spielen der mit einem „Tony"-Award ausgezeichnete Frank Langella und Michael Sheen die Hauptrollen als Richard Nixon und David Frost.

Releasedate Deutschland: 08.02.2009

Meine Kritik:
So, um es kurz zu machen. Ein wirklich richtig guter Film, bei dem alle Schauspieler brilieren und der Film auch durch etliche nette Gags sehr unterhaltsam bleibt und nicht in die Langatmigkeit abrutscht. War super interessant und toll gemacht, auch wenn einmal Anschauen reicht.


--> 8/10


21.01.2009 - 13:13:18

#4
Filmosoph Filmosoph
5.668 Beiträge


FE-Legende

.. bin schon echt gespannt auf den Film, freue mich schon, wenn er endlich in Österreich anläuft (6.2., also nicht mehr lange!). Danke für die Kritik, da freue ich mich schon noch mehr


02.02.2009 - 15:04:59

#5
Filmosoph Filmosoph
5.668 Beiträge


FE-Legende

Ich kann die gute Kritik von BumBum nur teilen, es handelt sich wirklich um einen atmosphärisch dichten und dramaturgisch-satierischen Blick auf das Interview.


24.02.2009 - 01:18:16

#6
Filmosoph Filmosoph
5.668 Beiträge


FE-Legende

Frost/Nixon

Eine »wahre« Geschichte. Noch dazu halte ich diese für ziemlich identisch, eben angereichert mit filmisch-erzählerischen Mitteln wie Übertreibungen, Anspielungen, die sich aber in Grenzen halten. Nixon hatte angeblich öfters Aussetzer »Filmrisse« wenn er trank. So rief er dann Bekannte an, meist Abends; am nächsten Morgen konnte er sich dann nicht mehr daran erinnern. In Frost/Nixon führt er dieses Gespräch mit David Frost, noch dazu ein sehr interessantes Gespräch.
Kann man dem Film historische Ungenauigkeit unterstellen? Eigentlich nicht. Denn Regisseur Ron Howard hat sich nur die künstlerische Freiheit herausgenommen, Wahres mit Wahrem zu kombinieren (mal überspitzt ausgedrückt), was zusammengenommen nicht mehr »richtig« ist. Das ist Film, soviel zur historischen Komponente, der Kritik darüber; ich finde es ist also im Rahmen.
Der andere Teil, und vielleicht der viel wichtigere Teil (ist man eben einfach an einem »guten« Film interessiert, ohne Hintergrundwissen dafür vorauszusetzen), ist die filmische Umsetzung dieses Interviews. Nachdem Nixon von seinem Amt nach der Watergate-Affäre am 9. August 1974 zurücktrat erklärte er sich (wohl primär aus Geldmangel) dafür bereit, mit dem (von ihm unterschätzen) Talkmaster David Frost ein Interview zu führen. Sein Nachfolger Ford hatte ihn bereits vollständig rehabilitiert. Also war es wahrscheinlich wirklich Geldmangel.
Das ist der Hintergrund. Nicht gerade Stoff für einen Thriller. Aber der Film ist deshalb sehenswert, weil er alle anderen attraktiven Momente eines Filmes perfekt auslotet; intensive Charakterstudien. Tolle Schauspieler (Frank Langella wurde zu Recht für einen Oscar nominiert, dazu noch Michael Sheen, Kevin Bacon, Rebecca Hall (die Neuentdeckung aus Vicky Christina Barcelona), Oliver Platt, Sam Rockwell), eine gekonnte Inszenierung (eben Ron Howard) und so viel Spannung, wie es bei dieser Story eben geht. Ich meine, der Film ist sicher dann am interessantesten, wenn man die Hintergründe kennt. Wäre das Interview rein fiktiv, wäre es sicher kein verfilmenswerter Stoff. Trotzdem wäre auch dann Howard ein sehenswerter Film gelungen, aber nichts weiter. Denn gerade durch die guten Darsteller, die ihre Vorbilder mehr als adäquat abbilden gewinnt der Film an Brisanz. Frost als Strahlemann, dem mehr als einmal die Luft weg bleibt. Nixon als uncharismatischer Diplomatiker, guter Rhetoriker aber eben unsympathisch. Sein größter »Fehler«. Langella ist ein Genuss in dieser Hinsicht.
Man könnte natürlich sagen, der Film ist ein Drama, das stimmt auch. Aber er ist es nicht nur: Der Film hat genügend komische Momente, die aber nicht in einem Komödienstil geschrieben wurden. Vielmehr ist es zwischenmenschlicher »Alltagshumor«, wie er eben immer mal »passiert« – aber eben auf einem ziemlich »hohen staatsmännischen« Niveau. Somit ist Frost/Nixon ein kleiner Genremix, Bacon trägt sogar »militante Züge« in den Film.
Frost/Nixon ist die wohl bestmögliche Filmversion des legendären Interviews und seiner Hintergründe. Ich glaube nicht, dass mehr herauszuholen gewesen wäre, ohne die Historie arg zu verfälschen. Der Film ist dezent und baut auf den Dialogen und den Großaufnahmen nicht nur kameramäßig, auch charakterlich. Für mich ein Meisterwerk.


30.03.2009 - 16:23:34

#7
eichi eichi
7.352 Beiträge

Admin

tolle kritik, die den film für mich gleich um einiges interessanter macht! vielen dank!


30.03.2009 - 21:15:26

#8
BumBum BumBum
661 Beiträge


FE-Filmfreund

Yep - der Film ist zum 1x gucken wirklich sehr sehr gut und auch äußerst spannend Man muss sich aber natrülich schon ein wenig für die Politik interessieren.


31.03.2009 - 08:09:38

#9
Filmfreak Filmfreak
4.460 Beiträge


FE-Legende

"BumBum"
Man muss sich aber natrülich schon ein wenig für die Politik interessieren.


...so sehe ich dies auch.


31.03.2009 - 12:42:17


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