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Kritik von ( 455 ) am 17. 11. 2010 0 Kommentare
Wir gehen also in die vorletzte Runde und nur noch ein Kinogang trennt uns vom Ende der so erfolgreichen Reihe rund um den Zauberer mit der Narbe in Blitzform auf der Stirn. Schon in den ersten Szenen sieht man, dass alles deutlich erwachsener geworden ist. Nicht nur die Akteure, sondern auch die Story, die Dramatik und auch das komplette Umfeld. Vorbei ist es mit den gemütlichen Anreisen nach Hogwarts, um ein neues Schuljahr einzuleiten, in dem die Schüler Quidditch spielen und Punkte für ihre jeweiligen Häuser sammeln. Es herrscht Ausnahmezustand.

Obwohl mit diesem ersten Part des letzten Teils das eigentliche Finale von Harry Potter eingeleitet wird, geht es noch verhältnismäßig ruhig zu. Man bekommt durch viele leise Szenen, die einige vielleicht auch als Längen bezeichnen würden, tiefe Einblicke in die Charaktere, wobei man hier fast ausschließlich die drei Helden Ron, Hermine und Harry zu sehen bekommt. Aus meiner Sicht ist dieser Teil absolut kein Kinderfilm mehr. Es gibt Blut und auch tödliche Verluste in den Reihen der Guten. Gegen Ende des Films muss man sich dann auch von einem wirklich sympathischen Charakter der Filme verabschieden, da er einer tödlichen Verletzung erliegt (Kenner des Buches werden wissen, wen ich meine). Speziell bei dieser Szene hat man im Kinosaal ein Schluchzen vernommen. Spätestens hier weiß man, dass nun nicht mehr alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern es nun Schlag auf Schlag geht und der entscheidende Showdown immer näher rückt. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass es trotz rauerer Gangart auch sehr viele witzige Szenen und Momente gibt, die einem wirklich ein Lachen auf das Gesicht zaubern.

Wie auch bei den vorangegangenen Filmen, wird vielen wohl auch hier die Frage auf den Lippen brennen, inwieweit sich der Film an die Buchvorlage hält. Ich muss sagen, dass man hier sicher gut daran getan hat – auch wenn es mich als Cineast etwas schmerzt – diesen letzten Teil in zwei Parts zu splitten, um einfach mehr Zeit und mehr Platz für wichtige und entscheidende Momente in diesem Finale zu haben. Natürlich kann man trotzdem, auch wenn man nun die Laufzeit von zwei Filmen zur Verfügung hat, einen Film nicht mit einem Buch vergleichen.

Fazit:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht viele meine Meinung über diesen Film teilen werden, aber für mich zählt er zu einem der besten aus der bisherigen Reihe, weil er den so wichtigen Sprung ins Dramatische geschafft hat und eine gute Einleitung für das im Jahr 2011 bevorstehende große Finale liefert.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Part 1


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