Vier Frauen und ein Todesfall - Staffel 3


2010

TV-Produktion, Komödie, Krimi

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Im Handel seit 24. 03. 2011


61%
Wolfgang Murnberger bewahrt die dritte Staffel vor dem Absinken auf das Niveau einer müden deutschen Vorabendkrimiserie
Kritik von ( 238 ) am 16. 09. 2012 0 Kommentare
Es stehen große Veränderungen an, im Dorfe Ilm. Nachdem die vier Frauen in der ersten und zweiten Staffel unzählige Fälle auf erfrischende Art und Weise gelöst haben, werden die Bewohner des Dorfes nun – schlicht gesagt – erwachsen.

Wie zu Beginn von Staffel zwei kommt es wieder zur Neubesetzung einer Hauptrolle: Stephanie Japp wird durch die äußerst farblose Julia Stinshoff ersetzt. Sie kann aber kaum Akzente setzen und wirkt lediglich wie ein Platzhalter.
Die wirklichen Veränderungen betreffen aber ohnehin die etablierten Charaktere: Franzi (Michael Ostrowski) muss endlich auf eigenen Füßen stehen und entwickelt sich anders, viel positiver, als man dies erwarten durfte. Paulmichl (Raimund Wallisch) lernt endlich eine Frau kennen, die ihn nicht nur als Mittel zum Zweck, nämlich als ermittlungstechnisches Hilfswerkzeug, sondern als ganzen Mann sieht; dass Paulmichl in so etwas wie einer Beziehung schnell überfordert ist, verwundert nun aber nicht. Besonders aber im Privatleben von drei der vier Frauen tut sich einiges, teils erstaunliches. Kurz: Die lediglich sechs Episoden der dritten Staffel haben biographisch über die Hauptfiguren weit mehr zu erzählen, als die achtzehn Folgen der ersten beiden Staffeln.

Wäre da nicht die müde Inszenierung, für die sich wohl Regisseur Walter Bannert verantwortlich zeichnet. In den drei Episoden unter seiner Regie ist nur mehr wenig vom charakteristischen Charme der Marke Vier Frauen und ein Todesfall übrig geblieben. Fast schon entkernt, zumindest aber glatt gebügelt wie Bannerts Paradeserie, Die Rosenheim-Cops, kommen seine Episoden daher. Dass das qualitative Absinken nicht an den Darstellern liegt, beweist Wolfgang Murnberger, der ebenfalls drei Episoden in Szene setzte und dem Ganzen wieder deutlich mehr Biss verlieh. So trifft es insgesamt dann doch nicht ganz zu, was der sprücheklopfende Bürgermeister Peppi Nothdurfter zu sagen pflegt: „Alles geht den Bach hinauf!“

Fazit
Die dritte Staffel von Vier Frauen und ein Todesfall kann nur fallweise an die Glanzmomente der ersten beiden Staffeln anknüpfen. Die Episoden unter der Regie von Walter Bannert versprühen trotz der interessanten biographischen Momente fast schon den müden Charme einer deutschen Vorabendkrimiserie. Wolfgang Murnberger machte es besser und stellte zumindest die Weichen für die wieder gelungene vierte Staffel.

80%

Bildqualität


Bildformat: 16:9 - 1.77:1

Das Bild ist auf einem hohen Niveau und zeigt keine größeren Schwächen. Wie in Staffel zwei ist der Schärfegrad hoch und die Farbwerte sind in Ordnung.
50%

Tonqualität


Tontechnisch hat sich im Vergleich zu den ersten beiden Staffeln nichts getan. Die Tonspur liegt in Dolby Digital 2.0 vor, optional sind deutsche Untertitel auswählbar.
20%

Bonusmaterial


Das Bonusmaterial ist gewohnt dürftig: Diashow, Trailershow und Wendecover. Die meisten Trailer kennt man noch dazu bereits von der DVD zu Staffel zwei.

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