Wir sind Kaiser - Staffel 3


2009

TV-Produktion

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Im Handel seit 25. 09. 2009


82%
Routinierte, aber köstliche Scharfsinnigkeit mit Robert Heinrich I., von Gottes Gnaden Kaiser von Österreich!
Kritik von ( 238 ) am 27. 03. 2013 1 Kommentar
Schleicht sich bei der dritten Staffel von Wir sind Kaiser schon so etwas wie Routine ein? Das kann man beim besten Willen nicht ganz verneinen. Schlecht muss dies aber keineswegs sein, denn Dinge, die funktionieren, sollte man ja nicht zwanghaft verändern (wollen).

Das Grundkonzept steht also, und wird vor allem durch die Gäste sowie die auflockernden Filmchen variiert. Und die Gäste können sich in der dritten Staffel wirklich sehen lassen, sie spornen den Kaiser geradezu zu Höchstleistungen an. Als fast schon legendär ist die Audienz von „Naddel“ zu bezeichnen, oder, wie Robert Palfrader rückblickend meinte, diese sei „aus dem Ruder gelaufen“. Wohl ohne großes Wissen, was sie erwarten wird, rannte Naddel geradezu ins offene Messer – zur (reichlichen) Belustigung des Auditoriums. Demgegenüber kaufte – erstmals – die rüstige Erni Mangold (jüngst mit Anfang 80 im Kino) dem Kaiser wirklich den Schneid ab. Er musste ganz ehrlich schmunzeln – eine ganz (ganz) seltene Situation. Palfrader fällt dabei zwar nie aus der Rolle, nimmt sich in der dritten Staffel aber überhaupt viel öfters selbst aufs Korn. Wohltuend.

Die dritte Staffel ist aber auch um einiges bösartiger als die ersten beiden. Einen Gast begrüßt er etwa mit „Er ist der beste Politiker von dem wir je gehört haben – weil wir haben noch nie was von ihm gehört“; und das zählt noch zu den milderen Aussprüchen „seiner Majestät“. Zu weit geht er aber eindeutig bei Werner Grissmann, diesem korpulenten Ex-Schifahrer, den er mit Witzchen über dessen Körperfülle überhäuft. Der oft genannte „Demütigungsaspekt“ der Sendung, der tatsächlich kaum zutrifft – niemand wird gezwungen, hinzugehen –, wird am ehesten bei diesem Gast offenbar. Wenn aber schon eine Audienz nicht gelingt, oder (negativ) aus dem Ruder läuft, macht diese höchstens ein Drittel der Sendung aus. Der überwiegende Teil ist nämlich wieder vorzüglich gelungen.

Fazit
Die dritte Staffel war eigentlich als Abschlussstaffel geplant, und damit hätte Robert Palfrader wohl am Höhepunkt der „Kaisereuphorie“ aufgehört. Ob dies in der Rückschau tatsächlich besser gewesen wäre? Nein! Da wäre uns noch einiges, höchst sehenswertes entgangen.

70%

Bildqualität


Bildformat: 16:9

Das Bild ist auf demselben Niveau wie jenes der zweiten Staffel und bestenfalls minimal verbessert. Gute Fernsehqualität!
65%

Tonqualität


Die konstatierten Tonfehler von Staffel 2 tauchen hier nun nicht mehr auf. Stattdessen überzeugt der Ton jetzt durchgängig, auch wenn er nach wie vor nur in Dolby Digital 2.0 vorliegt. In einer Folge sind sogar so etwas wie Effekte hörbar, was dann doch überrascht. Zweckmäßig und fehlerfrei.
0%

Bonusmaterial


Bonusmaterial ist keines vorhanden, die Gesamtlaufzeit der drei DVDs beträgt jedoch ganze 432 Minuten. Die DVD-Box glänzt sprichwörtlich mit einer goldenen Wir sind Kaiser-Gravur. FSK-Logo ist ohnehin keines aufgeklebt.

Kommentare (1)


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Filmfreak
13.10.15 - 11:40
Finde ich eine gelungene Sache, dass man hier bei der technischen Seite für eine Fernsehsendung bei Bild und Ton voll punkten konnte gegenüber den ersten beiden Staffeln. Bravo!

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