Wir sind Kaiser - Staffel 4


2010

TV-Produktion

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Im Handel seit 09. 04. 2010


86%
Die vierte Staffel von Wir sind Kaiser ist die längste, unverfrorenste und wohl auch die beste
Kritik von ( 238 ) am 27. 04. 2013 1 Kommentar
Der „Kaiser“ Robert Palfrader musste sich erst zu einer vierten und letzten Staffel der Erfolgsserie Wir sind Kaiser überreden lassen. „Ganz oder gar nicht“ scheint das Motto der Abschlussstaffel geworden zu sein, die nämlich die mit Abstand längste wurde.

Die Gäste drängten sich jedenfalls geradezu auf den Schleudersitz vor dem Kaiser. Bei manchen fragt man sich aber wirklich, warum sie sich das antun mussten. Nur BZÖ-Chef Josef Bucher sprach es ehrlich aus – er brauche jede Aufmerksamkeit. Bei HC Straches vieldiskutierter Audienz ist dies schon weniger klar; er musste sich mit einem „linkslinken Volltrottel“ (O-Ton Palfrader) herumschlagen, der noch dazu auf einem Thron saß und auf ihn herab sah. Das Nichtverstehen mancher Motive ändert freilich nichts an der Tatsache, dass die Gäste kamen – und zwar alle. Süffisant frage er etwa den ehemaligen Sturm-Präsidenten Hannes Kartnig, ob man mit ihm überhaupt etwas reden kann, „ohne ein laufendes Verfahren zu streifen.“

Der Kaiser ist auch in dieser Staffel nicht weniger kantig; aber, abgesehen von Ausnahmen, übertreibt er das „böse Spiel“ mit seinen Gästen auch nicht. Und gerade auf die kommt es wieder an, weil die anderen Teile der Sendung (die Post – „Was, die Habsburger schreiben uns? Ja dürfen’s denn des?“ –, die Filmchen) einem genauen Drehbuch folgen. Dies kann bei Gesprächssituationen nur bedingt der Fall sein. Dort ist Robert Palfrader einfach unersetzlich. Nicht nur in seinem unverkennbaren hochnäsigen Blick; in seiner ausgewählten, teils altertümlich anmutenden Sprache; sondern, vor allem, in seiner verblüffenden Schlagfertigkeit und einer Unverfrorenheit, welche die Schmerzgrenze vieler Seher streifen dürfte. Das Publikum ist wohl tatsächlich so etwas wie ein Querschnitt der Gesellschaft. Die Akzeptanz breiter Schichten macht wohl auch den Erfolg von Wir sind Kaiser aus, denn von einem „Geheimtipp“ kann man schon lange nicht mehr sprechen. Wir sind Kaiser, anfänglich bloß ein Experiment, wurde über einige Jahre eine der erfolgreichsten Comedy-Serien Österreichs. Und das völlig zu Recht.

Fazit
Mit der vierten Staffel von Wir sind Kaiser schlossen die regelmäßigen Audienzen von Robert Heinrich I. Wehmut, und das auch nur ein wenig, wird erst in der allerletzten Folge merklich. Überblickt man alle vier Staffeln, so ist der Zeitpunkt tatsächlich der richtige: Palfrader hörte tatsächlich dann auf, wie‘s am schönsten war.

75%

Bildqualität


Bildformat: 16:9

Das Bild ist sehr in Ordnung und verdient eine positive Erwähnung. Anhand der vier Staffeln von Wir sind Kaiser kann man auch sehr gut die bildlichen Verbesserungen der jeweiligen DVDs nachvollziehen.
65%

Tonqualität


Der Ton liegt wieder nur in Dolby Digital 2.0 vor, und bewegt sich auf demselben Niveau der dritten Staffel. Auch hier gilt: Die Dialogverständlichkeit ist auf einem hohen Niveau, mehr darf man sich nicht erwarten.
0%

Bonusmaterial


Diesmal haben sich sogar zwei Extras auf das pralle 4-DVD-Set eingeschlichen:
● Best of Lugner
● Die erweiterte Fassung von Lugners Auftritt
Das Best of von Richard Lugner, das alle seine versuchten Audienzen der vier Staffeln umfasst, ist wohl nur für „Fans“ (falls es solche überhaupt gibt!).
Weit interessanter ist hier schon die erweiterte Fassung seines Auftrittes (mit allen Patzern), weil man hier endlich einen guten Einblick in die Entstehung einer Folge gewinnt. Rudi Roubinek tritt aus seiner Rolle als Seyffenstein hervor und Wienert, dass die Schwarten krachen. Auch Palfrader kommt als er selbst wieder hervor, bedankt sich bei allen, und macht sich auf köstliche Weise über Lugner lustig, indem er meint, „der Lugner auf ATV ist nicht gespielt, der ist wirklich so!“
Eine gesonderte Extrasbewertung soll hier aber entfallen, hat doch die vierte Staffel eine Lauflänge von über 700 Minuten!

Kommentare (1)


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Filmfreak
13.10.15 - 19:59
Wahnsinn, wie sich diese österreichische TV-Serie von Staffel zu Staffel steigerte, was ja auch nicht immer üblich ist. I.d.R. ist die erste Staffel sehr sehr gut und dann flacht es zunehmend ab (ausgenommen die neueren und teuren sowie hochwertigen TV-Produktionen).
Ein Hoch auf den Kaiser!

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