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Eine turbulente Arbeiterkomödie mit ernsten und ernsthaften Momenten, einer feinen Besetzung und zündender Situationskomik. Großartig!
Kritik von ( 238 ) am 16. 01. 2014 3 Kommentare
„Ich habe das Drehbuch von Haus aus für den Michi geschrieben“ erklärt Autor und Regisseur Andreas Schmied in einem Interview das Zustandekommen der Hauptrolle seines Debütfilms Die Werkstürmer. Gemeint ist natürlich das Multitalent Michael Ostrowski, der wieder einmal in unnachahmlicher Weise dem Film seinen Stempel aufzudrücken vermag.

Schauplatz Eisenerz. Ein ganzes Dorf hängt an einem Werk, das schon weit bessere Zeiten gesehen hat. Seit der Junior das Werk übernommen und an einen ausländischen Konzern verkauft hat, geht es für die Arbeiter stets abwärts. Bald steht ein Streik im Raum, aber die Verhandlungen zerschlagen sich. – Daher lässt sich der Film „Arbeiterfilm“ nennen, in ihrem Milieu wird schließlich die Rahmenhandlung erzählt. Und der Film ist genauso gut eine Komödie, was nicht verwundert, wenn das zumindest aus Contact High bekannte Duo Ostrowski/Hilde Dalik erneut vor die Kamera tritt. Der Film schwebt gleichsam in mehreren Genres und gleitet, mal hier, mal da, in das eine oder andere Genre hinein. Schmied hatte wohl so etwas wie einen „ganzen“ Spielfilm vor Augen, er will die Arbeitersorgen ernst nehmen, ohne sich im Ernst zu verlieren; er will eine Liebesgeschichte erzählen, die, mit liebeskomödiantischen Elementen angereichert, ebenso ernst genommen werden will, aber auch ziemlich turbulent verläuft. Und dann wird einem auch noch so etwas wie Kapitalismuskritik vorgetragen, wenn die Konzernzentrale, über alle Menschlichkeit hinweg, Beschlüsse aus reiner Gewinnsucht fasst.

Solche Vorhaben können freilich nur gelingen, wenn die Stimmigkeit gegeben ist, und wenn die Besetzung stimmt. Beides ist glücklicherweise aufgegangen. Neben Ostrowski und Dalik konnte Schmied auch noch den urig-natürlich spielenden Harry Lampl gewinnen, Manuel Rubey (zusammen mit Lampl schon in Blutsfreundschaft zu sehen) Simon Hatzl (Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott) u.v.m.
82%
Fazit:
Die Werkstürmer vereinigt mehrere Genres in sich, ohne gänzlich in einem aufzugehen. Dieser Mix, der oft genug ins Auge geht, funktioniert hier aber prächtig: Als turbulente Arbeiterkomödie mit ernsten und ernsthaften Momenten, einer feinen Besetzung und zündender Situationskomik. Großartig!

Die Werkstürmer


2013

Komödie

Zur Filmseite

Im Handel seit 29. 11. 2013


92%

Bildqualität


Bildformat: 16:9/2.35:1

Für die Kamera zeichnet sich Petra Korner verantwortlich, die bereits in vielen internationalen Produktionen mitgearbeitet hat. Das Bild ist im besten Sinne ein Kino-Bild: Was die Ausleuchtung, die Kamerafahrten und die Kontraste angeht, ist das Ganze eine Wucht. Das Medium DVD ist hier am Limit!
95%

Tonqualität


Geboten werden vier Tonspuren, in Deutsch Dolby Digital 2.0 und 5.1, sowie eine Hörfilmfassung. Letzteres ist sehr löblich. Auch die 5.1 Tonspur überzeugt mit einer verspielten Raumabmischung. Dazu gibts noch einen Audiokommentar von Michael Ostrowski, Hilde Dalik und Andreas Schmied. Untertitel sind in Deutsch und Englisch verfügbar. Auch hier darf man wunschlos glücklich sein.
65%

Bonusmaterial


● Making Of
● Tranningers Theorien: One-Man-Show von Simon Hatzl
● Behind IN the Scences: Dieses Special hat viel Witz – man hört nur die Hintergrundgeräusche und Hintergrundgespräche, die im Film so gar nicht herauszuhören sind. Auch die wenigen geschnittenen Szenen sind hier enthalten.
● Trailer in Deutsch und Steirisch
● Wendecover

Kommentare (3)


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Filmfreak
16.10.15 - 21:22
Der wird mal ein wenig weiter hinten angestellt mit den Austro-Produktionen. Ich möchte erst einmal andere zuvor sehen.

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Filmosoph
17.01.14 - 10:27
Sowas liest man gerne

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kurenschaub
16.01.14 - 20:51
Kritik vom Markus ist an allen Ecken und Enden zu bestätigen - prima Österreich Komödie!

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