HIDE

#215: Drei Herren


1998

Komödie

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Im Handel seit 05. 10. 2012


Es ist leider keine Übertreibung, wenn man Drei Herren einen riesigen Schwachsinn nennt.
Kritik von ( 238 ) am 21. 07. 2015 1 Kommentar
Die Story: Drei Herren aus einer psychiatrischen Anstalt landen durch einen Unfall in einem kleinen Dorf und erleben dort eine Menge verrückter Sachen. So einfach wie es klingt, ist es leider auch.

Es darf aber nicht übersehen werden, dass die Komödie Drei Herren von Nikolaus Leytner (der sich auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet) in Österreich anno 1998 über 100.000 Besucher in die Kinos lockte. Und auch nicht, dass dieser Film eine regelrechte Starparade mit Karl Merkatz, Ottfried Fischer, Karl Marcovics, Johannes Silberschneider und Erni Mangold vorzuweisen hat. So simpel die Story auch ist, das Publikum fand offenbar Gefallen daran.

Klar ist, dass man sich bei Drei Herren auf ganz leicht-seichte Unterhaltung einstellen und ein Gespür für die vielen kleinen Witzchen des Films haben muss. Über mäßiges Slapstick-Niveau kommen die leider selten hinaus. Nur manchmal gibt es echte Lichtblicke: Wenn etwa dem wieder zu Bewusstsein kommenden infarktierten Busfahrer schnell eine Zigarette angesteckt wird und er röchelnd zurück ins Koma fällt. Oder wenn der aufgeladene Dorfmob auf der Jagd nach den „drei Irren“ dem Dorfpolizisten übermütig den Finger abschießt. Solche sprichwörtlichen Treffer sind in Drei Herren aber Mangelware. Vielmehr plätschert die Handlung wie eine Ansammlung oder Aneinanderreihung von Ideen fröhlich vor sich hin. Auch ein kurzes Drama wird versucht, aber dies bleibt so belanglos wie der Rest der Geschichte.
Da ist es fast schon schade um solche Schauspielgrößen wie Erni Mangold oder Karl Merkatz, die aus ihrer simplen Rolle aber ohnehin das Beste machen.
40%
Fazit:
Es ist leider keine Übertreibung, wenn man Drei Herren einen riesigen Schwachsinn nennt. Es ist aber – wie die beeindruckenden Besucherzahlen belegen – nicht auszuschließen, ja wahrscheinlich, dass sich der Humor des Films mit dem Humor einiger – vielleicht vieler – Seher deckt. Humor ist schließlich ein komplexes Phänomen. Aber selbst im innerösterreichischen Vergleich hat man da schon viel besseres gesehen.

45%

Bildqualität


Bildformat: 4:3 Letterbox

Das Bild liegt leider nur in einer schlechten, eigentlich VHS-Qualität vor. Ein DVD-Remastering wurde offenbar gar nicht oder nur nachlässig vorgenommen.
60%

Tonqualität


Der Ton liegt nur in Deutsch Dolby Digital 2.0 vor, an ihm gibt es aber hinsichtlich der Dialogverständlichkeit nichts auszusetzen.
5%

Bonusmaterial


Es liegt nur ein Kurztrailer zum Film vor.

Kommentare (1)


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Filmfreak

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20.10.15 - 16:08
Ich denke, hier kann ich getrost einen Bogen drumherum machen, wenn schon einer unserer Fachmänner für eine österreichische Produktion lediglich 40% vergibt.

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