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Snowden - Kritik, Filmbesprechung, Review
 

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Weniger Freiheit bringt mehr Sicherheit. Gar keine Freiheit bringt größtmögliche Sicherheit. Die Menschen dürfen nur nicht wissen, dass sie nicht mehr frei sind.
Kritik von ( 95 ) am 07. 05. 2017 4 Kommentare
Vor ein paar Tagen war ich im Krankenhaus. Da man dort nicht rauchen darf, ging ich vor die Tür. Unter dem Arm hatte ich ein Buch mit dem Titel "Wir sind die Guten" von den Autoren Mathias Bröckers & Paul Schreyer.
Während ich da also stehe, kommt ein junger Mann auf mich zu und sagt: "Kennst du den Film Snowden? Wenn nicht, solltest du ihn dir unbedingt anschauen, du wirst es nicht bereuen!" Mit diesen Worten ging er auch schon wieder und ließ mich verwundert zurück.
Auf dem Krankenzimmer dachte ich über diese kuriose Begegnung nach. Ich habe mir dann mit dem Tablet im Internet die Infos zum Film rausgesucht.
Regisseur Oliver Stone. Na, dass ist doch schonmal eine Empfehlung, der ich nur schwer widerstehen kann. Die Person Snowden interessiert mich so und so. Ich bewundere den Mut, den Edward Snowden aufgebracht hat - gleichzeitig verurteile ich, was er getan hat, wahrscheinlich weil mir der Background fehlt? Ist Snowden nun ein Patriot der sein Land liebt oder hat er es verraten? Hat er die Methoden verurteilt und wollte die Menschheit aufklären? Was waren seine Motive, was seine Motivation? Wie kam es zu diesem Punkt? Ich habe da so einige offene Fragen...

Während meiner Regenerationsphase zuhause, hatte ich dann die Zeit diese Produktion zu sichten.

Edward Snowden wird überzeugend von Joseph Gordon-Levitt verkörpert. Alle Darsteller machen einen tollen Job. Nicolas Cage kann sich sogar sehen lassen, wenngleich seine Rolle eher winzig ist. Seine Teilnahme wirkt eher als ein privates Statement des Schauspielers. Wie der Filmtitel schon vermuten lässt, handelt es sich bei "Snowden" um den US Whistleblower. Es geht um sein Leben, beginnend mit seiner Karriere bei der US Army und die Gründe, die ihn zum digitalen Spion machten und später dann zum Verräter.

Ich will nicht zu viel spoilern, daher möchte ich nur sagen, dass der Film durchweg spannend ist. Selbst für mich, jemanden der sich wirklich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt hat, sind einige Sachen völlig überraschend gewesen. Erschreckend wie gläsern und wie tief die Informationen gehen, die wir ungewollt im Internet und überall sonst digital preisgeben. Beängstigend und unglaublich. Wahrscheinlich hat das Schreiben dieser Kritik schon zig Warnungen an verschiedene Geheimdienste der Welt ausgesendet, alleine weil ich den Namen Snowden hier schreibe.

Der Film räumt mit zahlreichen Klischees auf, beantwortet Fragen - auch ungestellte - und gewährt einen Einblick, der die Nackenhaare aufstellen lässt. Noch dazu bekommt man einen Blick in die Persönlichkeit des Edward Snowden und lernt zu verstehen, warum er tat, was er tat. Die Beweggründe und seinen Charakter.
85%
Fazit:
Snowden ist kein Actionfilm. Es gibt keine Special Effects und keine Witze. Dieser Film ist wie eine Dokumentation. Ein Blick in das Leben des Whistleblowers und die Etappen der Geschichte. Es ist eine Story a la Jason Bourne, nur ohne Waffen und Kämpfe. Die andere Seite wenn man so will. Digitale Spionage.

Man sollte natürlich ein Interesse am Geschehen haben, denn sonst macht es keinen Sinn. Oliver Stone hat die Spannung konstant aufrecht erhalten. Er sorgt dafür, dass einem die Kinnlade herunterfällt. Man schaut einen tollen Film und gleichzeitig lernt man etwas, man ist politisch und dabei betrifft es jeden von uns. Jeder Zuschauer ist quasi interaktiv, weil jeder Mensch gleichzeitig Publikum und involviert ist.

Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack. Es steckt so viel Wahrheit im Film. So viele Sätze über die man selbst nachdenken muss. Sätze und Antworten, die das Leben des Zuschauers verändern können/werden.

Es ist empfehlenswert diesen Film zu schauen - sofern man interessiert ist.

Snowden


2016

Biographie, Drama, Thriller

Zur Filmseite

Im Handel seit 07. 04. 2016


Kommentare (4)


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07.05.17 - 16:42
schön geschrieben. interessiert bin ich schon eine weile an dem film. die liebe zeit, ihr wisst ...! habe ungefähr die gleiche ausgangslage und die gleichen fragen, die du zu beginn deiner kritik äußerst. von daher hoffe ich, dass ich den film auch bald sehen kann/werde.

kann man ihn denn mit JFK, auch von O. Stone, vergleichen? also von der machart usw.?

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07.05.17 - 16:56
Man kann den Film nicht wirklich mit J.F.K vergleichen. Es geht hier um Snowden, aus der Sicht von Snowden. Nicht um Ermittler oder Medien. Man nimmt Teil an seinem Leben und die einzelnen Etappen. Es ist ein Film mit wahrer Begebenheit - wenn man so will.
24.11.17 - 20:42
Hast du ihn mittlerweile anschauen können?
24.11.17 - 20:44
leider noch nicht 😔