Aggressiver Wurm lässt Menschen zu willenlosen Marionetten werden.
Kritik von ( 455 ) am 19. 07. 2017 0 Kommentare
Es soll ja schon den einen oder anderen Film gegeben haben, bei dem ein lästiger Parasit oder Virus zuvor friedliebende Menschen in wahre Monster/Zombies verwandelt hat... Somit ist mit dieser kurzen Einleitung bereits klar, dass man hier keine inhaltliche Innovation zu erwarten hat. Die Story ist leider Einheitsbrei, der schon mehrfach aufgewärmt wurde und sicher schon häufiger besser „geschmeckt“ hat.

In "Viral" verbreitet sich ein lästiger Wurm-Parasit und verwandelt die von ihm Betroffenen in wahre Killermaschinen. Der Film beginnt wie ein Highschool-Film, bei dem pubertierende Teenager rumknutschen und Party machen. Hauptakteure sind die zwei Schwestern Emma (Sofia Black-D´Elia) und Stacey (Analeigh Tipton), die beim Ausbruch des Virus auf sich alleingestellt sind, weil ihr Vater ihre Mutter abholen musste und nicht mehr zurückkommen kann. Dad hat Mommy betrogen, erfahren wir so nebenbei, für die Story ist das Ganze allerdings weder förderlich noch wirklich sinnvoll oder wichtig.

Das geht eigentlich über die komplette Laufzeit, dass man storytechnisch kaum etwas geboten bekommt bzw. wenn, dann häufig auch nur unnütze Sachen, die die Story nicht wirklich weiterbringen. Der Virus hält auch vor Geschwisterliebe nicht ein und so ist das Ziel bald eindeutig definiert: Überleben - egal wie. Ach ja, damit das Ganze noch etwas unterhaltsamer wird, ist auch der neue Freund Evan (Travis Tope) von einer der Schwestern mit von der Partie.

Absolutes Plus sind die Bilder, die uns der Film liefert. Optisch ist der Streifen nämlich wirklich sehr ansehnlich geworden und auch die Schauspieler sind recht sympathisch. Einzig und allein die magere Story hält diesen Film davon ab, aus dem biederen Mittelfeld von unzähligen anderen ähnlichen Filmen hervorzustechen.

Das man den typischen Ablauf solcher Movies auch hier fast Schablonenhaft einhält ist gar nicht das größte Problem, viel störender ist, dass man alle Klischees bedient, die solchen Filmen nachgesagt werden. Allen voran die dummen Handlungen der Protagonisten, die scheinbar - egal was sie schon erlebt haben - immer wieder erneut nicht zu wissen scheinen, in welcher Gefahr sie eigentlich stecken.
62%
Fazit:
Trotz einiger Kritikpunkte und einem wahrlich simplen Filmende ist „Viral“ nicht der schlechteste Vertreter dieser speziellen Film-Gattung. Das liegt vor allem an der tollen Bebilderung und der Spannung, die dann doch ab und an mal in der Luft liegt.

Viral


2016

Drama, Horror, Sci-Fi, Thriller

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Im Handel seit 21. 07. 2017


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