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College Animals 3


40%
Kritik von ( 307 ) am 24. 03. 2010 0 Kommentare
Seit »American Pie« 1999 erfolgreich ins Kino kam, haben sich zahlreiche Fortsetzungen und Projekte anderer Regisseure angesammelt, die versuchten, an das Konzept des Originals anzuschließen. Die meisten davon waren nicht oder nicht so originell wie die Vorlage und bedingt dadurch nur bedingt sehenswert. Dass sich »College Animals 3« offenbar als achte Folge der inzwischen siebenteiligen »American Pie«-Reihe sieht, ist schwer zu übersehen, denn es wurden wesentliche Elemente und teilweise sogar ganze Figuren übernommen.

Hieß der Frauenheld in »American Pie« noch Stifler, nennt er sich in »College Animals 3« Fossil. Auch in dem vorliegenden Film besteht seine Aufgabe unter anderem darin, einer männlichen Jungfer zum Kontakt zu den Damen des Colleges zu verhelfen. Die Hauptgeschichte dreht sich aber um Jake und Evan, die bald ihren Abschluss machen und damit in die große weite Welt entlassen werden sollen - sie wollen nur nicht. Ihnen wäre es lieber, noch ein oder zwei Jahre die Schulbank zu drücken, sich mit Collage-Babes zu umgeben, Partys zu feiern und sich ordentlich die Birne wegzukippen. Klingt anspruchslos? Ist es auch. Unterhaltsam hätte es trotzdem - oder deshalb - werden können, ist es letztlich aber nicht geworden.

Der erste und größte Kritikpunkt ist, dass sich weder der Regisseur noch der Cutter um fließende Übergänge zwischen den einzelnen Szenen bemüht haben. In der einen Sekunde jammern die Protagonisten noch über das Ende ihrer Schulkarriere, in der nächsten feiern und tanzen sie. Überhaupt wird zu oft das Tanzbein geschwungen, so dass die Geschichte nur langsam und äußerst träge vorankommt. Die Trägheit zieht sich aber eigentlich durch den gesamten Streifen, da auch die Dialoge nicht sonderlich originell sind, es prinzipiell wenige zündende Gags gibt und verzweifelt versucht wird, die Atmosphäre mit halbnackten Frauen und schlechten Erotikszenen aufzulockern. Außerdem wird großteils auf vernünftige Konversation mit den Damen verzichtet, was den Eindruck erwecken lässt, dass sie in dem Film allerhöchstens Sexobjekte darstellen, die es zu erobern gilt - oder die einen durch Erotik erobern und nichts anderes können oder wollen. Als Beispiel: Evan und Jacke werden von drei Mädels zum Tanzen aufgefordert, haben aber keine Lust, da sie in ihren Depressionen versinken. Was hilft? Genau! Brüste zeigen. Ich bitte euch, was soll das denn? Die Szene hätte man bedeutend einfallsreicher lösen können.

Dass bei solchen Umständen selbst die Kameraführung nicht punkten kann, ist fast schon selbstverständlich. Der Kameramann hält eigentlich nur auf das Geschehen und scheint abzuwarten, was passiert. Auf einen Filter wurde obendrein verzichtet und die Locations wirken zum Teil unpassend gewählt, da sie oft zu dunkel, zu hell und langweilig wirken oder viel zu vollgestopft sind, als dass sie bleibenden Eindruck hinterlassen könnten.

Fazit:
»American Pie« braucht keine Angst zu haben, mit »College Animals 3« ist allerhöchstens ein schlechtes Plagiat auf den Markt gekommen, das ihm keinerlei Konkurrenz macht. Viele Ideen und Figuren wurden aus dem Original übernommen und schlecht neu dargestellt, die Handlung ist lahm und träge, der Film kommt nur langsam voran. Außer Partys, hirnlosen Erotikszenen und schlechten Dialoge bietet »College Animals 3« nichts, was einen Kauf rechtfertigen würde.

40%

Bildqualität


Bildformat: 16:9

Zwar ist das Bild klar, allerdings auch unbearbeitet. Ein visuelles Erlebnis bietet »College Animals 3« also sicher nicht.
80%

Tonqualität


Die Synchronisation ist im Großen und Ganzen gelungen, Emotionen hört man meistens heraus - und die Tonqualität ist ebenfalls in Ordnung.
80%

Bonusmaterial


Mit Interviews, geschnittenen Szenen, Trailern und Audiokommentaren ist die DVD relativ üppig ausgestattet.

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