Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird.
Kritik von ( 286 ) am 05. 10. 2011 1 Kommentar
Irgendwo in einem gottverlassenen Wüstenkaff in den Staaten wird die Braut (Uma Thurman) kurz vor ihrer Hochzeitszeremonie samt ihren Gästen von einem Killer-Kommando in einer Kirche hingerichtet.
Der Auftraggeber: Bill (David Carradine), ihr Chef.
Die Attentäter: O-Ren Ishii (Lucy Liu), Vernita Green (Vivica A. Fox), Elle Driver (Daryl Hannah) und Budd (Michael Madsen)
Bei den Attentätern handelt es sich um die Kolleginnen der Braut, die in ihrer Gesamtheit gesehen die besten weiblichen Killer dieser Welt verkörpern und auf den Namen Tödliche Viper hören, die Braut miteingeschlossen.
Aber welchen Grund hatte Bill, dass einer seiner besten Schützlinge ins Gras beißen sollte? Die Antwort wird euch im Laufe der Geschichte präsentiert.

Angesichts der brutalen und schonungslosen Vorgehensweise der Killer-Truppe, wird die Braut für tot erklärt. Dieser Zustand sollte allerdings nur ganze vier Jahre andauern, da sie im Koma liegt und nach dieser Zeit aufwacht und nur ein Gedanke in sich trägt:
RACHE für das was man ihr und ihren Mitmenschen angetan hatte. Kurz bevor man ihr in den Kopf geschossen hatte, erfuhr Bill von der Braut, dass sie schwanger ist...Jetzt ist die Zeit der Vergeltung für die Braut gekommen. Sie erstellt nun eine Todesliste ihrer Kolleginnen und ihres Chefs und startet einen einmaligen gnadenlosen Rachefeldzug gegen diese, bei dem es keine Gnade geben wird...

Dies ist im Großen und Ganzen auch schon die Geschichte dieses Ausnahmefilms, viel näher möchte ich jetzt auch gar nicht auf die Handlung weiter eingehen. Es mag sich jetzt nicht sonderlich spektakulär lesen, doch dieser Plot wurde von Quentin Tarantino einmal ganz „anders“ in Szene gesetzt, wer den Film schon gesehen hat, weiß was ich hiermit meine. Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, der sollte dies hiermit schleunigst nachholen, denn dieses kleine Stück Filmgeschichte sollte man auf keinen Fall verpassen und sollte in jeder gut sortierten Filmsammlung zu finden sein!

Teil 1 handelt im Prinzip ausschließlich von Rache und Vergeltung. Dieser Teil baut in sehr vielen Szenen auf viele Martial-Arts-Kämpfe auf. Tarantino bediente sich hier ganz klar in der Welt des Eastern. Jetzt habe ich für euch ein paar Fakten (während des Films gibt es noch weitaus mehr zu entdecken) zusammengestellt, die diesen Film aus meiner Sicht so besonders machen:
So wird der eigentliche Name der Braut in diesem Film weder bekannt gegeben noch im Abspann genannt. An einigen Stellen im Film, an denen ihr tatsächlicher Name genannt wird, überdeckt dabei ein Signalton die Sprache. Auch in diesem Film verwendet Quentin Tarantino eine nicht-chronologische Erzählweise. So beginnt dieser Film mit einer Szene, die chronologisch etwa in der Mitte der Handlung angesiedelt ist, sich jedoch im Laufe der Spielzeit in ein Gesamtkonzept nahtlos einfügt.
In gewohnter Weise von Tarantino gibt es auch wieder etliche Anspielungen auf bekannte Persönlichkeiten oder Filme in der Kinohistorie, ein kleines Beispiel gefällig:
Der gelb-schwarze Motorradanzug den die Braut im Film trägt ist eine Hommage an Bruce Lees letzten und zu seiner Zeit nie fertiggestellten Film „Game of Death“, den der Ausnahmekämpfer in jenem Film damals getragen hatte. Natürlich handelte es sich bei der Thurman-Version nur um ein Replikat.

Ganz kurz noch zu den Fassungen:
Filmemacher Tarantino hat eine internationale und eine asiatische Fassung von diesen Filmen anfertigen lassen, die sich im Schnitt, und im verwendeten Bildmaterial deutlich voneinander unterscheiden. Die gravierendste Szene in Teil 1 dürfte der blutige Kampf der Braut gegen O-Ren Ishiis Leibgarde im Teehaus sein, der in der asiatischen Fassung komplett in Farbe gehalten ist. In unserer Fassung kennt man diese Szene nur in Schwarz-Weiß. Jeder Filmvirtuose weiß jedoch darüber Bescheid und dem erzähle ich an dieser Stelle nichts Neues.

So jetzt aber genug meiner Worte. Sich den Film besorgen und schnellstens ansehen!
100%
Fazit:
Für mich zauberte Quentin Tarantino hier wieder ein Stück Filmgeschichte auf die Leinwand, bei dem es sich der Meister für ungewöhnliche Inszenierungsstile nicht nehmen ließ, diese Geschichte in zwei Teile zu splitten – gut so!
Keine Frage in Teil 1 geht es nicht gerade zimperlich zur Sache und die Action hat es ebenfalls in sich.
Wer den Film auf dem High Definition Medium noch nicht besitzt, sollte jetzt zugreifen!

Kill Bill - Volume 1


2003

Thriller, Action, Krimi

Zur Filmseite

Im Handel seit 22. 09. 2011


90%

Bildqualität


Bildformat: 2,40:1 (1920x1080p / 16:9)

Das Bild wurde in gewohnter Tarantino-Manier in einigen Einstellungen und Sequenzen bearbeitet, es handelt sich dabei ganz klar um ein Stilmittel des Ausnahmeregisseurs und hat mit einer minderen Qualität auf dieser BD nichts zu tun. Der Zuschauer bekommt hier ein farbenfrohes und kräftiges Bild an Farben geboten. Die Detailschärfe ist ebenfalls schwer in Ordnung, vor allem in diversen Close-Up-Einstellungen des Bildes. Ansonsten präsentiert es sich sehr ruhig und ist frei von Verschmutzungen. Kontrast und Schwarzwert wissen ebenso zu gefallen beim Betrachter.
Ein durch und durch gelungener Transfer.
80%

Tonqualität


Über folgende Tonformate und Sprachen verfügt diese Blu-ray:
-Deutsch Dolby Digital 5.1
-Deutsch DTS 5.1
-Englisch Dolby Digital 5.1
-Englisch Linear PCM 5.1

Zwischen folgenden beiden Untertiteln lässt es sich hin- und herschalten:
Deutsch, Englisch

Die deutsche DTS-Tonspur macht sich vor allem in den Action- und Special Effects-Szenen, sowie bei den Musikeinlagen deutlich bemerkbar. Der Sound kommt dabei satt und kräftig über die heimische Anlage in das Zimmer. Dank der gelungenen Abmischung aller Tonkanäle ist dabei ein dynamisches und räumliches Klangvolumen gegeben. Die Tonausgabe ist absolut klar und kräftig. Für einen Film aus dem Jahre 2003 kann man mit dieser Tonqualität mehr als zufrieden sein.
60%

Bonusmaterial


Diese Blu-ray Disc von Studiocanal verfügt über folgende Bonusfeatures:
-Making Of Kill Bill Vol. 1 – Die Ästhetik der Rache
-Songs der Heavy – Rockband 5, 6, 7, 8’s
-Diverse Tarantino Trailer

Ein Wendecover ist vorhanden.

Hier hätte ich mir ein paar mehr Extras sehr gerne gewünscht.

Kommentare (1)


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Filmosoph
28.06.15 - 20:15
Ja, ein paar mehr Boni hätte ich mir auch gewünscht.

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