Hosted by World4YouMontag, 19. November 2018


When We First Met [Filmkritik]

Bildrechte: © Netflix (Skip Bolen)
Share @ Whatsapp

All he needs is a second chance to be her first choice.

Es werden immer mehr, mehr Filme, die sich das Thema „Zeitschleife“ zu eigen machen. Aber egal, wie viele es noch werden, der Klassiker schlechthin und das absolute Vergleichsobjekt wird wohl immer „Und täglich grüßt das Murmeltier“ bleiben. Ein aktuelles Beispiel wäre etwa „Happy Death Day“ oder eben „When We First Met“, der eben hier unter die Lupe genommen wird.

© Netflix (Skip Bolen)
Es handelt sich hierbei um eine romantische Komödie, mit einer Hauptfigur, die immer wieder die gleiche Ausgangssituation durchlebt. Doch hier handelt es sich nicht nur um einen einzigen Tag, sondern um die erwähnte Ausgangssituation und das Ergebnis der Veränderung, das man dann immer drei Jahre später zu sehen bekommt. Viel mehr sollte dann vielleicht gar nicht erwähnt werden, um nicht zu spoilern. Erwähnt sollte vielleicht noch werden, dass es sicher kein „normaler Zeitschleifen“ Film ist, wie zB das Eingangs erwähnte Vergleichsobjekt schlechthin. Eine gewisse Vorlage könnte zB auch "Big", mit Tom Hanks in der Hauptrolle, gewesen sein. Warum? Das werdet ihr recht schnell erfahren, wenn ihr den Film anseht.

Mit Adam DeVine (vielen aus der TV-Serie Modern Family bekannt), Alexandra Daddario (Baywatch) und Robbie Amell ist die Netflix-Komödie auch recht gut besetzt. Doch auch wenn die Namen richtigen Filmfreunden sicher ein Begriff sind, die genannten Akteure haben hier sicher nicht ihre Leistungsgrenze erreicht. Alles wirkt etwas aufgesetzt und zu inszeniert. Sowohl das agieren und handeln der Darsteller, als auch Story und Script selbst. Es fehlt einfach das Besondere, das Außergewöhnliche, dass hier eventuell die Rettung hätte sein können. Irgendwie kommt einfach nicht das richtige Flair auf. Auch wenn die Bilder recht schön anzusehen sind, Netflix sei Dank ist der Film in HDR abrufbar, das tatsächliche Gesamtprodukt ist es nicht wirklich. Auch wenn man hier keinen Krimi oder Thriller vor sich hat, bei dem man am liebsten bis zur letzten Szene nicht wissen möchte, wer der eigentliche Killer ist, leidet die Stimmung schon darunter, dass man eigentlich auch recht schnell erkennt, worauf der Film im Endeffekt rausläuft.

Tiefe sucht man vergeblich, wirklich witzige Szenen aber leider auch. Die Idee selbst war/ist eigentlich gar nicht schlecht, doch aus dem möglichen Potenzial wurde leider zu wenig gemacht. Ein Totalversager ist der Film trotz aller Kritik aber trotzdem nicht, weil er auf jeden Fall für einen TV-Abend, bei dem man einfach mal abschalten und nicht zu viel nachdenken möchte, sicher ausreichend ist.

FAZIT - 58%

Mal wieder ein Zeitschleifenfilm, der durchaus seine innovativen Ansätze hat, doch am Gesamtprodukt - Story, Inszenierung und Darsteller - scheitert, weil alles zu plump und vorhersehbar ist. Minimal über Durchschnitt, nicht mehr aber zum Glück auch nicht weniger. Totale Zeitverschwendung war der Film auf jeden Fall nicht, aber ein zweites Mal wird es sicher nicht geben, da wir ja zum Glück nicht in einer Zeitschleife gefangen sind.

Autor: eichi

"When We First Met" - Trailer


Kommentare (2)


Beitrag schreiben


filmexpertin
22.02.18 - 13:04
Mag so seichte Komödien eigentlich nicht wirklich, Zeitschleifenfilme hingegen schon. Bin hier also in der Zwickmühle.

Antwort abgeben

titti
20.02.18 - 15:12
Danke für die Kritik - wollte ihn mir bei Gelegenheit ansehen, werde aber dann wohl (vorerst) die Finger davon lassen und anderen Werken den Vortritt geben.

Antwort abgeben




When We First Met, 2018

When We First Met

Komödie  

Angemeldet bleiben?
Amazon Prime Unbegrenzter Seriengenuss