Hosted by World4YouMontag, 19. November 2018


Die Biene Maja 2 - Die Honigspiele 3D [Filmkritik]

Bildrechte: © Universum Film / Studio100
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Ob sich Karel Gott aus Nostalgiegründen auch auf dem Weg ins Kino macht, um sich den neuen Kinofilm der kleinen Biene Maja anzusehen? Auf sein bekanntes Lied würde er jedenfalls vergeblich warten...

Mittlerweile bin ich ja doch schon eher ein "älteres Semester" und dadurch eher ein Freund der "Karel Gott"-Biene, anstelle der "Helene Fischer"-Biene, aber durch meine kleine Prinzessin hab ich mich auch an die neue, deutlich schlankere 3D-Maja inzwischen gewöhnt. Da meine kleine Tochter inzwischen fast vier Jahre alt und unser Haushalt ein großer Film- und Serienfreund ist, war es an der Zeit, meinen kleinen Erdenbürger endlich mal ins Kino auszuführen. Da sie die Serie der "Biene Maja" schon kennt, war der Kinofilm über die kleine Biene natürlich ein willkommener Anlass dafür, mit Die Biene Maja - Die Honigspiele den ersten Kinobesuch zu zelebrieren.

Kino und 3D - sinnvoll oder nicht?

© Universum Film / © Studio100
Auch wenn es hier eigentlich "nur" um den Film gehen sollte in dieser Kritik, komme ich nicht daran vorbei, mir mal wieder die Frage rund ums Thema 3D zu stellen. Damals, als ich bei Avatar - Aufbruch nach Pandora im Kino war, da gebe ich zu, war es wirklich ein einmaliges, für mich neues Kinoerlebnis. Aber inzwischen finde ich es einfach nicht mehr notwendig, einen 3D Film zu machen, wenn man die 3D Effekte dann einfach nur dazu einsetzt, das Bild etwas plastischer wirken zu lassen. Dafür trage ich wirklich ungern eine Brille über die gesamte Laufzeit eines Films. Dazu kommt noch zusätzlich, dass meine Tochter eine Brille trägt und ihren ersten Kinofilm nun mit zwei Brillen auf der Nase verbringen musste, obwohl ich eben überhaupt keinen Mehrwert durch das 3D erkennen konnte. Ein normales HD-Bild hätte sicher nicht viel schlechter gewirkt. Außerdem ist es für Familien allgemein sicher auch ein Kostenfaktor, ob man ins Kino geht und dann noch für unnötiges 3D einen Aufschlag zahlen, dass muss nun wirklich nicht sein. Aber nun gut, jetzt höre ich auch schon wieder auf damit.

Biene Maja ohne echten Titelsong - für mich ein No-Go!

Außer einem kurzen melodischen Hinweis darauf, war das bekannte Titellied nicht zu hören. Auch am Ende des Films gibt es das bekannte Titellied nicht zu hören, hier hat man auf das beliebte "Maja Tanz" Lied zurückgegriffen, gehört hat es jedoch keines der Kinder, da der Saal da bereits so gut wie leer war.

Lasset die Spiele beginnen

Die Geschichte, die in diesem zweiten Kinofilm erzählt wird, ist eigentlich ganz gut. Es gibt natürlich wieder eine "Konkurrenz"-Biene für die liebe Maja und auch eine Herausforderung, der sie sich stellen muss, die sie einmal mehr auch selbst verursacht hat. Ihr zur Seite steht natürlich ihr bester Freund Willi. Aber dann war es dass auch fast schon mit den bekannten Maja-Figuren. Flip war zwar zwei mal kurz zu sehen, aber Ben (Mistkäfer), Walter (Fliege), Max (Regenwurm) oder Rufus (Schnecke) sucht man leider vergeblich.

© Universum Film / © Studio100
Diesmal ist es eine sportliche Herausforderung und die kleine Maja muss endlich auch mal Teamgeist zeigen, damit sie die Aufgaben erfolgreich bestehen können. Langeweile kommt nicht auf, auch bei uns Erwachsenen nicht, trau ich mich zu sagen. Die meisten Charaktere sind auch wirklich gut gezeichnet. Vor allem die "Böse" Violetta hat eine wirklich gute Mimik verpasst bekommen und auch ihr Vater wirkt hervorragend, wie elitär er auftritt. Unterstützt wird das durch die wirklich durchweg gelungene Synchronisierung. Hier haben die einzelnen Sprecher wirklich gute Arbeit geleistet. Einzig die neue Willi-Stimme hat etwas gebraucht, bis man sich an sie gewöhnt hat.

Was ich immer wieder an Kinderfilmen zu bekritteln habe sind Szenen, die aus meiner Sicht dann doch keine FSK 0 Freigaben rechtfertigen. Ich weiß schon, sind doch nur Animationsfilme usw., aber kleine Kinder reagieren dann doch anders auf solche Situationen. Allein die Wettkämpfe in dieser Geschichte erzeugen schon Adrenalin genug, würde ich meinen, da braucht es nicht noch mehr Spannung. Doch mit dieser Meinung bin ich wohl eher allein, man muss noch die gute alte Thekla (Spinne) ins Spiel bringen - was ich noch verstehen kann - aber warum muss es dazu auch noch unglaublich laute und spannende Musik geben und das ganze in einem dunklen, furchteinflössenden Ort gezeigt werden? Auf diese Szene hätte man gut verzichten oder sie zumindest etwas entschärfen können.

FAZIT - 75%

Ein eigentlich sehr schöner Film, mit einer interessanten Geschichte, die auch über eine Laufzeit von knapp 85 Minuten für keine Langeweile bei unseren kleinsten Mitbürgern sorgt (auch für uns Begleitpersonen sicher nicht komplett uninteressant). Von daher nehme ich stark an, dass unsere Familie auch bei "Biene Maja 3", der bereits geplant ist, sich wieder im Kino einfinden wird.

Autor: eichi

"Die Biene Maja 2 - Die Honigspiele" - Trailer


Kommentare (2)


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Chukky2060
05.04.18 - 19:21
Also ohne Original Titelsong ist er nichts für mich und meine Tochter... sie war so stolz als sie das Lied auswendig konnte und war ab dann großer Biene Maja Fan. Es wird mich viel Überwindung kosten allein weil mir die 2D Version ohnehin viel besser gefällt.

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Kein Userbild
26.03.18 - 10:53
Den Kindern hat der Film gefallen. Ich hingegen vermisse die Biene Maya meiner Kindheit.

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Die Biene Maja - Die Honigspiele, 2018

Die Biene Maja - Die Honigspiele

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