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Tully [Filmkritik]

Bildrechte: © Mars Films
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Das Ende ist überraschend und regt zum Nachdenken an.

Marlo (Charlize Theron) ist etwas gestresst. Tochter Sarah (Lia Frankland) ist zwar relativ pflegeleicht, Sohn Jonah (Asher Miles Fallica) ist aber leicht autistisch und benötigt zusätzliche Aufmerksamkeit. Zudem ist Marlo mit dem dritten Kind in der letzten Schwangerschaftswoche schwanger und ihr Mann Drew (Ron Livingston) ist beruflich stark eingespannt und kann sich nur wenig um die Kinder kümmern.

Zu diesem ungünstigen Zeitpunkt schlägt Jonahs Schule vor, ihn von einem Einzelbetreuer unterrichten zu lassen, was natürlich finanziell für die Familie nicht so einfach ist.

Aber es gibt noch Marlos vermögenden Bruder Craig (Mark Duplass). Er möchte Marlo als Geschenk für das dritte Kind nicht Geld sondern eine Nacht-Nanny schenken. Eine Nacht-Nanny kümmert sich nachts um das Baby, damit die Eltern in Ruhe schlafen können.

Marlo und Drew sind zuerst skeptisch. Eine fremde Frau alleine mit dem Baby im Haus?

Marlo lehnt erst einmal ab. Doch als dann das dritte Kind auf der Welt ist und der Stress mit den Kindern immer mehr zunimmt, entscheidet sie sich doch dafür, die Nacht-Nanny zu engagieren. Auch, weil Drew geschäftlich viel reisen muss und daher nachts auch nur selten zuhause ist.

Und wie sich recht schnell zeigt, ist Nacht-Nanny Tully (Mackenzie Davis) eine große Hilfe. Sie kümmert sich nicht nur um das Baby, sondern putzt und backt nachts auch. Zudem ist sie für Marlo eine willkommene Ansprechpartnerin für das eine oder andere Problem.

Marlo blüht richtig auf. Sie fühlt sich wieder richtig am Leben. Soweit die ersten beiden Drittel des Films. Alles weitere wäre zu viel gespoilert.

FAZIT - 65%

Der Film zeigt sehr realistisch, wie das Leben mit Kindern sein kann. Der Schlafentzug. Keine Zeit oder Kraft für Hausarbeit. Keine Lust zu kochen oder backen. Für die einfachsten Dinge ist keine Zeit. Jeder, der selbst mind. ein Kind hat, kann davon ein Liedchen singen. Wer würde sich da nicht auch eine Nacht-Nanny wünschen? Die auch noch putzt und backt. Ein Traum. Aber der Film braucht recht lange um seine Anfangsgeschichte zu erzählen. An vielen Stellen überlegt man, ob man nicht ausschalten sollte. Trotzdem schaut man weiter. Und irgendwann zeigt Tully richtig was in ihr steckt, aber noch etwas anderes. Das Ende ist überraschend und regt zum Nachdenken an. Der große Wurf ist der Film trotzdem nicht.

Autor: Anti78

"Tully" - Trailer


Kommentare (1)


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filmexpertin
24.05.18 - 12:25
Hört sich nicht wirklich nach meinem (Film-)Beuteschema an!

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