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Kritik: The Crazies - Fürchte deinen Nächsten

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Bei diesem Thriller »The Crazies - Fürchte deinen Nächsten« handelt es sich wieder einmal um ein - wie könnte es aktuell anders sein - Remake. Das Original stammt aus dem Jahr 1973 unter der Regie von Kultregisseur George A. Romero (»Dawn of the Dead«). Bei dieser Neuverfilmung nahm Breck Eisner Platz auf dem Regiestuhl.

Da ich das Original nicht kenne, werden in dieser Kritik natürlich auch keine Vergleiche damit herangezogen.

Bereits vor, aber auch nach dem ich den Film gesehen habe, las ich einige Kritiken unserer Kollegen über diesen Film, die eigentlich über einen einheitlichen Tenor verfügten. Es wurde von tollen Schockmomenten gesprochen und auch oder gerade speziell Horror-/Zombiefans wurden angesprochen, dass sie sich in diesem Film sicher wieder finden werden.

Ich kann mich diesen Meinungen leider nicht anschließen. Für mich enthält dieser Film nicht wirklich Horrorelemente. Von Zombies möchte ich schon gar nicht sprechen. Die Erkrankten haben lediglich stark erweiterte Venen im Gesicht und bewegen sich auch weiterhin sehr menschlich. Klar, ein paar 'Schockmomente' gibt es in solchen Filmen immer, aber auch diese lassen einen mehr durch die plötzlich laute Musik erschrecken, als durch die Bilder, die man zu sehen bekommt.

Aus meiner Sicht will dieser Film vielmehr ein Szenario zeigen, dass auch in der Wirklichkeit (zumindest ähnlich) vorkommen könnte. Er will zeigen, wie die Regierung und die Armee in solch einer Ausnahmesituation tatsächlich reagieren könnten. Offensichtlich kaltherzig und kaltblütig oder doch nur für das Wohl der restlichen Menschheit? George A. Romero meinte einmal in einem Interview, dass er im Originalfilm zu viel Augenmerk auf diese Situation rund um die Regierung und die Armee gelegt hatte.

Einen kleinen Überraschungseffekt bietet sicher das Filmende (vor allem, wenn man so wie ich das Original nicht kennt). Weltbewegend ist aber auch das nicht wirklich.

Die Darsteller spielen eigentlich alle recht gut. Wobei sich weniger Timothy Olyphant oder Radha Mitchell in den Vordergrund drängen, sondern viel mehr Joe Anderson als Deputy Russell Clark. Er holt aus meiner Sicht das Beste aus seiner Rolle heraus.

Fazit: »The Crazies - Fürchte deinen Nächsten« ist ein mittelmäßiger Film, der - vielleicht bin ich zu abgestumpft - zu wenig Horrorelement beinhaltet. Von daher hat er, was für einen Film dieser Art recht schlimm ist, auch einige langweilige Längen. Mehr als Durchschnitt - und somit 5 von 10 Punkte - ist der Film für mich leider nicht.

Kommentare (2)


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Jason
31.05.10 - 08:04
hab mir überlegt, den film zu gucken, werde es nach deiner kritik aber lassen. danke, jürgen!

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Filmfreak
31.05.10 - 00:06
Tolle Kritik von Dir eichi, wenn auch ich mir von diesem Film deutlich mehr erwartet habe, wie Du sicherlich auch?

Schade um diese Neuverfilmung in meinen Augen.

Also nicht unbedingt ein Kauf wert?

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