FE im Interview mit Benjamin Völz

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Vor kurzem hatten wir bereits das Vergnügen, uns mit Manfred Lehmann (u.a. die Stimme von Bruce Willis) zum Thema 'Synchronsprecher' zu erhalten. Heute können wir euch erneut ein Interview zu diesem Thema präsentieren. FE bat nämlich Synchronsprecher und Schauspieler Benjamin Völz zu einem kurzen Interview:

FE-Redaktion (FE):
Mit David Duchovny, Matthew McConaughey, Keanu Reeves, Charlie Sheen, ... haben Sie ja schon zahlreichen Hollywoodstars ihre Stimme geliehen. Hatten Sie auch schon das Vergnügen, jemanden davon persönlich zu treffen?


Benjamin Völz (BV):
Nein - ich bin noch keinem begegnet


FE:
Mit Charlie Harper (Charlie Sheen) aus der TV-Serie 'Mein cooler Onkel Charlie' sprechen Sie ja aktuell auch eine sehr beliebte und bekannte Rolle. Wenn man in sovielen Episoden einem Charakter seine Stimme leiht, entsteht da eine besondere Verbindung zu diesem fiktiven Charakter?


BV:
Ja, es macht immer mehr Spaß, man kann Dinge ausprobieren, die Rolle ist "angekommen". Charlie Harper ist natürlich klasse, weil entspannt. Die Arbeit im Team ist wichtig und meine Kollegen bei "2&1/2" sind großartig. Texte, Sprecher, Regie ...


FE:
Welche Rollen haben Ihnen in ihrer bisherigen Laufbahn als Synchronsprecher besonders gut gefallen bzw. welchem Darsteller haben sie ihre Stimme besonders gerne geborgt?


BV:
Das war natürlich "Alan Shore" aus "Boston Legal". James Spader in seinen Männer Jahren angekommen - genau wie ich in dieser Zeit - Texte und Inhalte die mir aus der Seele sprachen - schwere, lange Passagen. Wunderbar.


FE:
Sehen Sie während einer Synchronisation auch den kompletten Film oder bekommen Sie nur ihre Szenen eingespielt um sie zu besprechen? Interessiert Sie der Film in der finalen Version dann überhaupt noch?


BV:
Ja, ich schaue gern den Film vorher an, oder eine Szene... dann bin ich freier. Ja, wenn der Film gut war und ich ganz allein meine Arbeit gemacht habe, dann interessiert mich das Resultat.


FE:
Viele Menschen finden ihre eigene Stimme merkwürdig und fremd, wenn Sie sie zB in einem Video hören. Wie ergeht es Ihnen dabei, wenn Sie sich selbst hören bzw. wenn Sie ihre Stimme hören und ein fremdes Gesicht dazu sehen?


BV:
Dann höre ich meine Stimme und sehe ein bekanntes Gesicht. Hab mich dran gewöhnt, wenn ich meine Sache gut gemacht habe, dann sieht man das Gesicht des Schauspielers, auch wenn man ihn nur hört.


FE:
Sie arbeiten ja nicht nur als Synchronsprecher, sondern stehen auch selbst vor der Kamera. Was werden wir in nächster Zukunft von Ihnen zu sehen/hören bekommen?


BV:
Wieder eine Dokumentation. In der man mich sieht und hört.



Wir bedanken uns recht herzlich bei Herrn Völz für die ausführlichen Antworten zu unseren Fragen. Wir wünschen Ihm weiterhin alles Gute und viel Erfolg für kommende Projekte & Ereignisse, sowohl im Berufs- als auch im Privatleben.

Kommentare (3)


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Filmfreak
04.08.10 - 20:54
Interessantes & aufschlussreiches Interview von diesem deutschen Synchronsprecher.

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eichi
03.08.10 - 20:45
danke, patrick.
es war ein 'e-mail-interview'.

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Flykilla
03.08.10 - 16:21
Schönes Interview von dir Jürgen! Wie kommst du eigentlich immer an doch recht bekannte Leute? Machst du das telefonisch, persönlich oder per E-Mail?

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