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Kritik: Kiss & Kill

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Die erfolgreiche Computerspezialistin Jen Kornfeldt (Katherine Heigl) trifft so ganz zufällig in einem Fahrstuhl des Hotels den erfolgreichen (bis auf eine Badehose bekleideten) Geheimagenten Spencer Aimes (Ashton Kutcher) in Nizza, der sein Leben satt hat, einen letzten Auftrag noch ausführen und danach seinen Dienst quittieren wird bei seinem Arbeitgeber.

Bis hier hin hatte man als Zuschauer das Gefühl, das man sich in einem neuen James Bond Film befindet: Nizza, schnelles Cabrio, Hubschrauber Jachten, schöne Frauen in Bikinis in einem Luxushotel, einen coolen, jungen durchtrainierten Ashton Kutcher mit einer Killerlizenz.
Von dieser Abenteuer-Komödie weg hin zu einer Romantik-Komödie am Abend ihres ersten Treffens mit all den ausgeprägten Peinlichkeiten der beiden. Diese reichen dann von verstecken unter dem Restauranttisch bis zu dem hilflosen Gestotter einer Verwirrung, wenn man sich eben gerade ineinander verliebt, das vor freudschen Versprechern nur so wimmelt.

Angetan von seiner überaus smarten und sexy Seite verliebt sich Jen selbstverständlich in Spencer im idyllischen Nizza. Nach einer wilden Nacht gesteht Spencer Jen seinen Job als Geheimagent, allerdings bekommt Jen davon nicht mehr all zu viel mit, denn der Alkoholkonsum macht ihr zu schaffen und so schläft sie im Hotel ihres Zimmers ein, während Spencer ihr die Wahrheit über sich verrät.
Zu diesem Zeitpunkt des Films merkt man ganz deutlich, das dieser Agenten-Abenteuerkomödie Elemente der Romantik hinzugefügt wurden und siehe da, das Rad wurde zwar nicht neu erfunden und dennoch scheint die Mischung zu funktionieren und beim Publikum anzukommen.
Tödliche Action verbunden mit einer Liebesgeschichte, sodass beide Geschlechter im Kinosaal ihre Freude haben werden und es wurde herzlich gelacht von den Zuschauern in diversen Szenen.

Ganz nebenbei erfüllt dieser Film diverse Rollenklischees über die man dann doch immer wieder schmunzeln kann.
Auf die Ferienromanze folgt dann ein Heiratsantrag von Spencer an Jen und drei Jahre später wohnen dann beide glücklich in einem Vorort-Häuschen mit freundlichen Nachbarn und guten Jobs.

Alles scheint in geregelten Bahnen zu verlaufen, bis die Killer von Spencers Ex-Arbeitgeber auftauchen und diesen einfach mal kurz um die Ecke bringen möchten. Eben riss man noch Witze mit den Nachbarn und im nächsten Moment findet im Haus der beiden ein tödlicher Messerkampf statt und so wird Jen mit der Wahrheit konfrontiert, dass ihr Ehemann ein Killer a.D. ist.

Alle hielten ihn für einen netten und ordentlichen Sunnyboy der einem anständigen Beruf nachgeht, bis auf Jens Vater (dargestellt von Magnum-Star Tom Selleck), der von Anfang an ein Misstrauen gegen Spencer hegte, da er immer nur das Beste für seine Tochter wollte und noch will.

Schnelle Verfolgungsjagden, wilde Schießereien, tödliche Kämpfe, sexy Darsteller dieser Film bietet genau das an in kleinen portionierten Häppchen für den Cineasten, dieser kann dann beherzt zugreifen, allerdings sollte man hier keinen anspruchsvollen Film mit Tiefgang erwarten, dafür ist der Film natürlich zu vorhersehbar inszeniert. Die Darsteller liefern jetzt ebenfalls keine Oscarleistung ab, dennoch kauft man allen Beteiligten ihre Filmrollen mühelos ab. Kutcher feilt wie gewohnt weiter an seinem Komödien-Image hier mit einigen Actioneinlagen versehen, vielleicht schafft er es ja doch noch eines Tages in das ernstere Genre wechseln zu können und zu einem Charakterdarsteller aufzusteigen?
Heigl natürlich jetzt nicht die ganz große Hollywoodschauspielerin die es auch mit dieser Produktion nicht schaffte ganz oben an der Filmtür anzuklopfen, dafür spielt sie das naive Blondchen viel zu gut über die man immer wieder in diesem Streifen lachen kann.
Tom Selleck hatte mir in seiner Rolle sehr gut gefallen.
Mit immer längerer Spieldauer dieses Filmes gehen nun Action- und Beziehungskomödie Hand in Hand über, liefen sie zu Beginn noch nebeneinander her, genau dies ist auch der Punkt wo dieser Film zu sich selbst findet und so richtig in Schwung kommt und dem Zuschauer 100 anspruchslose Filmminuten etwas über der normalen Durchschnittskost bietet.

Wer auf all dies steht, dem kann ich diesen Film ans Herz legen. Unbedingt im Kino muss man ihn aber nicht gesehen haben.

6,5 von 10

Kommentare (3)


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GASTBEITRAG
09.08.10 - 11:15
Ich fand den Film schlecht

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Filmfreak
05.08.10 - 15:07
Danke schön Andi. Es freut mich wenn Du mein Fazit ebenso siehst!

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Anti78
05.08.10 - 14:41
Sehr gut Review. Und deinem Fazit stimme ich voll und ganz zu.

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