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Kritik: Kindsköpfe

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Was haben die Trailer zu »Kindsköpfe« für einen Spaß versprochen! Fünf Freunde, die sich nach sage und schreibe 30 Jahren wiedersehen und es ordentlich krachen lassen. Mit einer Besetzung, die sich sozusagen als Crème de la Crème des Comedy-Films erweist, konnte doch eigentlich gar nichts schief gehen. Zudem machte es sich Dennis Dugan auf dem Regiestuhl bequem, der zuletzt »Leg dich nicht mit Zohan« ins Kino brachte. Widererwarten hat doch einiges nicht ganz so geklappt, wie es hätte klappen können. Woran liegt das wohl?

Nun, beginnen wir am Anfang. Lenny (Adam Sandler), Eric (Kevin James), Kurt (Chris Rock), Marcus (David Spade) und Rob (Rob Schneider) finden nach drei Jahrzehnten erneut zusammen, um ihren alten Basketball-Coach zu Grabe zu tragen. Die alten Sportsfreunde können es nicht lassen und müssen sich natürlich necken. Lenny hat ein paar Kilo zu viel auf den Rippen, Robs Angetraute ist etwa doppelt so alt wie er selbst und seine Elvis-Frisur bietet allerhand Substanz für fiese Witze. Alles in einem aber scheinen alle auf ihre Weise erfolgreich und zufrieden. Da kann sie auch eine Beerdigung nicht erschüttern, die selbstverständlich anders ausfällt, als wir sie vermutlich aus der Realität kennen. Es wird gelacht und gesungen – niemand kann ehrlich trauern, vielleicht soll der Humor auch nur den Verlust verdrängen, das Loch, den der Trainer hinterlässt, die Verbindung zu ihrer gemeinsamen Kindheit, die sein Verscheiden zu brechen droht. Eine Methode, um die Melancholie zu vergessen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen, ist Ablenkung. Dementsprechend dauert es nicht lange, bis die fünf Männer auf den Putz hauen – es zumindest versuchen. Sie begeben sich in den Wald und schwingen sich wie Tarzan durch die Gegend, nehmen an Wettbewerben teil oder gehen Bootfahren. Das ist zwar alles nett und mit Witzchen bestückt, die aber nur relativ selten zünden. Stellt euch schlichtweg Filme wie »American Pie« vor – nur mit Darstellern, die keine 20, sondern 40 Jahre alt sind. Der Altersunterschied mag nicht hoch scheinen, ist aber doch hoch genug, um den spätpubertären Humor in »Kindsköpfe« scheitern zu lassen.

Nun, beginnen wir am Anfang. Lenny (Adam Sandler), Eric (Kevin James), Kurt (Chris Rock), Marcus (David Spade) und Rob (Rob Schneider) finden nach drei Jahrzehnten erneut zusammen, um ihren alten Basketball-Coach zu Grabe zu tragen. Die alten Sportsfreunde können es nicht lassen und müssen sich natürlich necken. Lenny hat ein paar Kilo zu viel auf den Rippen, Robs Angetraute ist etwa doppelt so alt wie er selbst und seine Elvis-Frisur bietet allerhand Substanz für fiese Witze. Alles in einem aber scheinen alle auf ihre Weise erfolgreich und zufrieden. Da kann sie auch eine Beerdigung nicht erschüttern, die selbstverständlich anders ausfällt, als wir sie vermutlich aus der Realität kennen. Es wird gelacht und gesungen – niemand kann ehrlich trauern, vielleicht soll der Humor auch nur den Verlust verdrängen, das Loch, den der Trainer hinterlässt, die Verbindung zu ihrer gemeinsamen Kindheit, die sein Verscheiden zu brechen droht. Eine Methode, um die Melancholie zu vergessen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen, ist Ablenkung. Dementsprechend dauert es nicht lange, bis die fünf Männer auf den Putz hauen – es zumindest versuchen. Sie begeben sich in den Wald und schwingen sich wie Tarzan durch die Gegend, nehmen an Wettbewerben teil oder gehen Bootfahren. Das ist zwar alles nett und mit Witzchen bestückt, die aber nur relativ selten zünden. Stellt euch schlichtweg Filme wie »American Pie« vor – nur mit Darstellern, die keine 20, sondern 40 Jahre alt sind. Der Altersunterschied mag nicht hoch scheinen, ist aber doch hoch genug, um den spätpubertären Humor in »Kindsköpfe« scheitern zu lassen.

Fazit:
Das Staraufgebot in »Kindsköpfe« rechtfertigt sicherlich eine Sichtung – die muss aber nicht unbedingt im Kino erfolgen. Die Komödie um die fünf Freunde, die sich nach 30 Jahren wiedersehen, ist vor allem eines: einfallslos, pubertär, jedoch fast immer unterhaltsam. Die Tiefe, die sich gelegentlich zeigt, gefällt um einiges besser als die erzwungene Komik, kommt aber viel zu selten zum Vorschein. Insgesamt handelt es sich um einen Streifen für zwischendurch, von dem man nicht allzu viel erwarten sollte.

Wertung: 5/10

Kommentare (7)


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20.09.10 - 16:59
Ich verstehe nicht was ihr alle habt. Der Film ist lustig fertig

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12.08.10 - 22:31
kindsköpfe = grauenvoll,plump,niveaulos

einfach fürchterlich.

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GASTBEITRAG
11.08.10 - 08:25
Das Fazit sollte überdacht werden, da der Autor von "einfallslos und pubertär" spricht. Ich habe den Film gesehen und fand in überwiegend ungezwungen lustig, da man in wirklich vielen Scenen einfach herzhaft mitlachen kann, so wie es das ganze Kino auch getan hat! Daher finde ich diese Kritik unangebracht, besonders wenn man es von der gezwungenen "Erwachsenperspektive" betrachtet! Einfach mal loslassen und nicht immer direkt eine tiefgründige, kopfzerbrechende und betroffene Handlung erwarten, so wie es auch der Titel des Films vermuten lässt! Daher war ich nicht sonderlich überrascht, dass mich bei Kindsköpfe ein erfrischender und lustiger Film erwartet!

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Chev
08.08.10 - 23:48
So, jetzt kann ich Jason mal wieder voll zustimmen. Der Mutterbrustwitz war wirklich "ausgelutscht" und lustig fand den niemand. Zumal dieser Gag auch nicht neu ist, sondern - zumindest mir - schon aus einem anderen Film bekannt.

Richtig ist auch, das die Töchter eine untergeordnete Rolle spielten, da ging es mehr um den Gag, das so ein Typ wie Rob (Schneider) solche hübschen Gestalten gentechnisch beerben kann.

Es wäre deutlich mehr drin gewesen und wie schon gesagt, meine Erwartungen hat der Film auch wirklich nicht erfüllt.
Bei so einem Staressemble MUSS einfach mehr drin sein.

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Jason
08.08.10 - 16:13
So eine Kritik ist natürlich trotz aller versuchter Objektivität immer ein stückweit subjektiv und wenn dir der Film besser gefallen hat, ist das doch vollkommen in Ordnung.

Bei "Kindsköpfe" wäre - denke ich - deutlich mehr drin gewesen. Bei den Töchtern, die du ansprichst, stimme ich dir zu: die sind ein optischer Leckerbissen im Film und waren sehr nett anzusehen. Aber auch ihr Einsatz kam recht plump und einfallslos daher. Wie wäre es z.B. gewesen (SPOILER!), wenn einer der Freunde tatsächlich etwas mit ihnen angefangen hätte; den Anschein also nicht einfach als Missverständnis abzutun? Dann war da noch der 4 jährige Junge, der noch immer an der Brust seiner Mutter nuckelte. Das war zwar eine nette Idee, da sie aber als Runnig-Gag immer wieder auftauchte, war sie recht schnell "ausgelutscht" (da half auch das Muttermilchspritzen nicht). Habe im Saal auch niemanden bei den Szenen lachen hören.

Eine Komödie muss nicht zwangsläufig einen Tiefgang haben, soll lustig sein, muss aber auch den Mut zur Innovation haben. Sonst passiert dasselbe wie mit einem Witz, dessen Pointe man kennt: Der ist dann nicht mehr so lustig, wie er beim ersten Mal war.

Danke für deinen konstruktiven Kommentar, Chev!

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Chev
07.08.10 - 12:54
Ich kann mich Jasons Kritik diesmal nur teilweise anschliessen, obwohl ich ein Großer Fan seiner Kommentare bin.

Ich hatte mich schon sehr auf den Film gefreut und - da stimme ich Jason zu - auch ich hatte eigentlich mehr erwartet. Nichts desto trotz habe ich an einigen Stellen schon wirklich sehr gelacht.
Ich fand den Film richtig gut. Wobei es vielleicht auch ein bisschen darauf ankommt unter welchen Aspekten man sich Komödien anschaut und in welcher Atmosphäre.

Im Kino jedenfalls war schon bereits vor dem Filmbeginn eine gute Stimmung in der gelacht wurde. Zum Beispiel rief einer nach der üblichen Werbung (Es handelte sich um ein regionales Sanitärgeschäft):" Wer jetzt noch einen Druck verspürt sollte auf Toilette gehen - bevor er sich vor Lachen in die Hose macht." Nicht meine Art von Humor, aber es war eben die Stimmung im Kinosaal - und Lachen steckt bekanntlich an.

Ich finde das auch der Vergleich von Jason mit "American Pie für Spätpubertäre" hinkt, denn "American Pie´s " Witze gehen eher unter die Gürtellinie, was man hier nun nicht unbedingt behaupten kann. Und wem beim Anblick der motorcheckenden Tochter nicht ein: "Hmmmm oder Roar" - entfleucht, der hat sein Alterszenit wohl überschritten.

Ich finde man nimmt diesem Starangebot einfach ab, das - wären sie wirklich alle Freunde aus der Jugendzeit, und bei ein paar Darstellern trifft es schon zu das es sich hierbei um echte Freunde handelt - es wirklich so sein könnte wenn sie sich wiedertreffen. Von Leuten wie Kevin James, Adam Sandler und David Spade weiß man das sie auch privat eine Menge Humor besitzen. Gerade David Spade hat es ja oft genug den Job gekostet.

Mein Fazit als Vater einer 8 jährigen Tochter und mit meinen 34 Lenzen ist:
Für junggebliebende Mitdreißiger bis Endvierziger ist der Film durchaus zu emfpehlen und absolut lustig. Salma Hayek ist ebenfalls mal wieder ein absoluter Augenschmaus. Wer im Freundeskreis noch eine Menge Spaß mit ein paar richtigen Freunden hat, die kleine Sticheleien vertragen können, werden sich in diesem Film sicher wiederfinden. Ich habe mich im völlig überteuerten Kinoplalast jedenfalls super amüsiert und werde den Film definitiv noch öfter schauen, wenn er auf DVD erscheint.

Empfehlenswert !

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Filmfreak
07.08.10 - 12:20
Kritik vernommen Daniel und den Streifen für die Heimsammlung notiert, mehr aber auch nicht...

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