Kritik: Salt (Angelina Jolie, Liev Schreiber)

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Schon vor Drehbeginn sorgte »Salt« für erste Schlagzeilen. War ursprünglich die Hauptfigur als Mann gedacht - Edwin Salt (gespielt von Tom Cruise), wurden die Pläne dann doch noch verworfen und aus Edwin wurde Evelyn Salt (gespielt von Angelina Jolie). Somit musst das komplette Drehbuch nochmals überarbeitet und geändert werden.

Salt - Angelina Jolie

Selten hat eine Genrezuordnung besser gepasst, als hier. »Salt« ist ein Actionthriller, der zwar über eine Story verfügt, diese aber ohne Rücksicht auf jegliche Logik oder Machbarkeit abspult. Schon nach wenigen Minuten bekommen wir von der lieben Frau Jolie Stuntaktionen zu sehen, die man dem härtesten Elitesoldaten nicht zutrauen würde. Sie zeigt Kraftaktionen, die man der sehr abgemagert wirkenden Darstellerin einfach nicht glauben will. Und gegen Ende des Films steigert sich die Unglaubwürdigkeit noch um ein vielfaches.

Eigentlich ist es ja wirklich schade, dass man der doch recht guten Geschichte so wenig Realismus gegönnt hat. Zwischendurch ist der Film nämlich wirklich spannend und man beginnt sogar zu rätseln, was es nun wirklich mit Evelyn Salt auf sich hat.

Ziemlich blöd fand ich dann das Ende des Films, das einfach zu plump auf eine Fortsetzung hindeutet. Bei Kritiken unserer Kollegen habe ich u.a. auch Vergleiche mit den Bourne-Filmen gelesen, welche ich persönlich nicht wirklich unterstützen möchte. »Salt« ist zwar als Actionfilm selbst recht rasant und unterhaltend, aber qualitativ sicher nicht auf einem Level mit den Bourne-Filmen zu stellen.

Fazit: Wer es schafft, über fehlende Logik und Glaubhaftigkeit bei einem Film hinwegzusehen, wird einen actiongeladenen Film vorfinden, der im Prinzip komplett von der lieben Jolie getragen wird.

6,5 von 10 Punkten

Kommentare (10)


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eichi
29.08.10 - 21:15
danke für deine ausführliche kritik, carina.

ich möchte hier nur noch kurz anmerken, dass ich hauptsächlich die logikfehler kritisiere, die sich wie ein roter faden durch diesen film ziehen. schon klar, dass man bei einem film dieser art szenen zu sehen bekommt, die physikalisch nicht machbar sind, aber immerhin hätte man der story mehr glaubwürdigkeit einhauchen können. vor allem gegen ende - ich will hier nicht spoilern - wo die sache mit dem präsidenten beginnt...

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GASTBEITRAG
29.08.10 - 19:25
Aber mal ganz ehrlich, also ich war gestern drin und ich finde, wenn man sich schon das Genre des Films anguckt, was ja eindeutig "Action" ist, dann weiß man doch von vornerein dass es Szenen geben wird die nunmal nicht realistisch sein können, aber gerade das macht das Genre des Actionfilms doch aus, oder nicht? Ich meine sind alle Szenen in Transporter logisch und realistisch nachvollziehbar? Meiner Meinung nach nicht.
Daher finde ichs ein wenig schade genau das zu kritisieren und somit manche Leute vielleicht so davon abzuhalten sich ein eigenes Bild zu machen..ich mein klar, im Prinzip kann ja jeder seine Meinung dazu äußern, aber wer in einen Actionfilm, vor allem in einen mit Angelina Jolie reingeht, die ja bekanntlich meistens diese Art von Rollen spielt, der muss doch auch damit rechnen dass jetzt nicht jede Szene unbedingt mega realistisch ist, oder?
Gut, bei der Fahrstuhlszene hab ich mir auch ein bisschen an den Kopf gefasst, das muss ich zugeben
Aber sonst bin ich wirklich begeistert von diesem Film und nachdenken musste man praktisch immer, weil man bis kurz vor Schluss ja nichtmal genau wusste was nun mit ihr los ist.
Aber wie schon gesagt, es kann ja jeder seine eigene Meinung dazu haben

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chredd
25.08.10 - 13:24
danke für die kritik, auch ich werde auf die dvd warten

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GASTBEITRAG
23.08.10 - 09:55
Allein der Anfang: kommt ein (dubioser) russischer Agent zur CIA und erzählt einen vom Pferd... Ja, nee, is klar.

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eichi
23.08.10 - 00:01
du verrätst ja hier schon ganz schön viel über den film @MR. KRITIKA

hast aber komplett recht und bestätigst mich in meiner kritik zum film, dass auf logik usw. absolut keine rücksicht genommen wurde.

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GASTBEITRAG
22.08.10 - 23:55
die grungdidee ist gut aber die umsetzung ist nicht gelungen
nur ballerrei kaum mal ne ruhige szene mit hintergrundwissen und dramatik um die hauptfigur

zum ende wirds dann komplett unglaubwürdig und unlogisch

Frage : weiß einer warum salt dem präsidenten gefolgt ist (bunker weißes haus) wenn sie ihn doch nicht töten wollte ??

PS: sie wusste nicht das ihr boss auch ein schläfer spion ist und was er für einen autrag hatte.

meiner meinung nach ist das ein "oh schon so spät ? alles klar feierabend leute !!" ende unvollkommen undurchdacht und möglichst profitbedacht im hinblick auf SALT 2 welcher sicherlich kommen wird

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Filmfreak
22.08.10 - 23:27
Ich sage ebenfalls danke für Deine Rezi Jürgen. Dann kann ich noch ganz getrost auf die Heimauswertung warten...

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GASTBEITRAG
22.08.10 - 23:13
Hab mir den Film angeguckt und kann deine Kritik voll unterstützen. Typisches Hollywood-Kino in meinen Augen. Augen auf, Hirn aus. Ich empfehle Inception.

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eichi
21.08.10 - 23:54
so kann man es sehen, jason. es gibt bestimmt unzählige filme, die schlechter sind, aber halt auch viele, die deutlich besser sind. von daher finde ich die 6,5 von 10 in ordnung.

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Jason
21.08.10 - 18:02
hm.. anhand deiner kritik ist die bewertung wohlwollend, oder? danke für deine mühe, werde mir den film wohl erstmal sparen.

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