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Vorschau: Kinostarts am 04. November - Machete & mehr

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Den 6. November haben sich mit Sicherheit einige von euch bereits vorgemerkt, denn dann startet der Action-Knüller »Machete«. Daneben gibt es eine Biographie über den Terroristen Carlos und in »Paranormal Activity 2« kann man sich mal wieder gehörig ins Hemd machen. Hier unser Überblick:

»Buried - Lebend begraben«

das leben

Der Alptraum eines jeden Menschen wird in Buried – Lebendig begraben für Paul (Ryan Reynolds) wahr, als er aus einer Bewusstlosigkeit erwacht und sich in einem Sarg begraben wiederfindet. Das Letzte, an das er sich erinnert: Er war als LKW-Fahrer für seinen Job unterwegs. Mit einem Handy und einem Feuerzeug ausgestattet bleiben ihm nun nur 90 Minuten, um den Wünschen seiner Entführer zu entsprechen und das Lösegeld für ihn rechtzeitig einzufordern und besorgen zu lassen.

»Carlos der Schakal«

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Carlos der Schakal läuft sowohl als 3-Stunden-Version und als 5-Stunden-Fassung im Kino. Ilich Ramírez Sánchez wurde das revolutionäre Denken quasi in die Wiege gelegt – sein Vater war überzeugter Kommunist und benannte seinen Sohn nach dem zweiten Vornamen Lenins. Doch die Welt sollte ihn unter dem Namen kennen lernen, der über Jahrzehnte zum Inbegriff von Terror und Tod wurde: Carlos der Schakal. Carlos selbst sah sich jedoch nicht als Terroristen, sondern als Idealisten und Freiheitskämpfer, der, weil es im Dienste seiner Mission der Aufklärung geschah, auch den Tod von Unschuldigen billigend in Kauf nahm. Der Franzose Olivier Assayas zeichnet in Carlos der Schakal das beunruhigende Portrait eines Extremisten mit dokumentarischen Zügen. In den frühen 70er Jahren wird Ilich Ramírez Sánchez (Edgar Ramirez) von der terroristischen Volksfront zur Befreiung Palästinas angeworben und verübt 1973 seinen ersten Anschlag, der allerdings scheitert. Traurige Berühmtheit erlangt er unter anderem durch den Angriff 1975 auf das OPEC-Hauptquartier in Wien, bei dem er allein drei Personen tötet. Kurz zuvor hatte Carlos der Schakal bei einem erfolgreichen Fluchtversuch zwei französische Polizisten erschossen, wofür er nach seiner letzten Verhaftung 1994 schließlich zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt wird.

Aus seiner Gefängniszelle heraus hatte der echte Carlos versucht, die Verfilmung seiner Lebensgeschichte zu verbieten – vergeblich. Das Publikum von Cannes störte dies indes wenig: Es feierte Carlos der Schakal frenetisch. Carlos der Schakal war zunächst als TV-Mehrteiler geplant, was bei einer Länge von 330 Minuten auch angebracht scheint. Die gängige Kino-Version bringt es immer noch auf 140 Minuten. Die biologische Spezies Schakal hat es im Kino bereits auf drei Filmtitel gebracht: 1973 kam eine Verfilmung des Frederick-Forsythe-Bestsellers in die Kinos unter der Regie von Fred Zinnemann namens Der Schakal. Es wird kolportiert, dass Carlos hierüber seinen Beinamen erhielt. Im Jahre 1997 ließ sich Michael Caton-Jones von Carlos Biografie für seine Version des Schakals mit Bruce Willis als Attentäter und Richard Gere als sein Gegenspieler inspirieren.

»Die kommenden Tage«

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Was werden Die kommenden Tage uns bringen? Existenzangst, die Angst vor dem Morgen, ist es, was die Leute von heute umtreibt und den Geist unserer Zeit ausmacht. Der Film Die kommenden Tage setzt sich nun dramatisch verdichtet mit der berechtigten Sorge auseinander, wie es mit uns Menschen wohl weitergehen mag. Regisseur Lars Kraume begleitet in Die kommenden Tage über mehrere Jahre eine Berliner Mittelstandsfamilie, die einer alles anderen als rosigen Zukunft entgegen sieht: Laura Kuper (Bernadette Heerwagen) hat Probleme persönlicher Art, da Hans (Daniel Brühl), ihre große Liebe, keine Kinder haben, sie aber nach dem Ende des Studiums eine Familie gründen will. Ihre Schwester Cecilia (Johanna Wokalek) flüchtet sich aufgrund ihrer Beziehungsprobleme mit Christian (August Diehl) verzweifelt in terroristische Unternehmungen. Der Jüngste in der Familie schließlich, Philip (Vincent Redetzki), zieht in einen Krieg um die letzten Ölreserven. Die Mutter (Susanne Lothar) ist machtlos angesichts des Zusammenbrechens ihrer Familie.

»Draußen am See«

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Draußen am See zeigt die Probleme des Erwachsenwerdens in einer Familie, die Stück für Stück zerbricht. Die 14-jährige Jessika fühlt sich immer für alle verantwortlich. Sie ist das Herz und die Seele ihrer Familie – und ihr moralisches Gewissen. Die Entdeckung der Sexualität, der Verlust der Unschuld und die Konfrontation mit dem Tod stürzen Jessika in immer größere Turbulenzen. Am Anfang steht die perfekte Inszenierung von familiärer Normalität und Harmonie. Eine Laube am See ist Zentrum der familiären Wochenend-Idylle, doch die vordergründige familiäre Einigkeit wird bald als Fassade entlarvt. Jessika, die zunächst noch von der Eintönigkeit und Ereignislosigkeit des Familienlebens gelangweilt ist, muss damit fertig werden, wie ihr Vater den Job verliert, sich die Konflikte zwischen den Eltern verschärfen und die Schwester nur noch an Sex und Jungs interessiert ist. Strukturen zerbrechen, der Alltag gerät aus den Fugen. Für Jessika wird die Situation zunehmend unerträglich, sie allein setzt alles daran, die Familie zusammen zu halten. Ihr geliebter Papa wird immer mehr zu ihrem Gegenspieler und auch die erste, leise Liebe zum Nachbarsjungen Tim hat unter diesen Umständen keine Chance. Jessika muss den Zerfall der Familie ertragen, bis dieser in einer unbegreiflichen Tat gipfelt. Niemals wird über diesen Vorfall gesprochen und nach Außen versucht Jessikas Vater mit aller Kraft, das Bild einer perfekten Familie aufrecht zu halten. Doch Jessika kann nicht verdrängen, was passiert ist und droht, an dem Geheimnis zu zerbrechen. Niemand scheint zu bemerken, was mit ihr passiert. Erst als es schon fast zu spät ist, begreift Jessika, dass ihre einzige Chance auf Glück und Zukunft darin liegt, sich aus der Umklammerung der Familie und des übermächtigen Vaters zu befreien. Es kommt zu einem drastischen Befreiungsschlag.

»Du schon wieder«

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„Du schon wieder!“ – Kein Kommentar, mit dem jemand bedacht werden möchte. Aber in diesem Fall passt es schon, denn als Marnie (Kristen Bell) entdecken muss, dass ihr Bruder Will (Jimmy Wolk) ausgerechnet Joanna (Odette Yustman) zu ehelichen gedenkt, ist ein verbalisiertes Aufstöhnen mehr als angebracht. Joanna war nämlich der Highschool-Darling, der Marni das Leben zur Hölle gemacht hat. Rückhalt erfährt Marni aber erst von ihrer Mutter Gail (Jamie Lee Curtis), als sie Joannas Tante kennen lernt: Ramona (Sigourney Weaver). Diese ist wiederum Gails Nemesis aus der Vergangenheit. Marnis Vater (Victor Garber) hat daraufhin an zwei Fronten Vergangenheitsbewältigung zu leisten, damit die Hochzeit doch noch reibungslos ablaufen kann.

»Machete«

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Der ehemalige mexikanische Cop Machete (Danny Trejo) hat den Auftrag Senator McLaughlin (Robert De Niro) zu ermorden, der mit einer üblen Kampagne gegen illegale Einwanderer Wählerstimmen sammelt. Bevor Machete den Demagogen zur Strecke bringen kann, wird er jedoch von seinen Auftraggebern hintergangen und übel zugerichtet. Allerdings hat sich da jemand offensichtlich mit dem falschen Mexikaner angelegt: Mit Hilfe seines Schrotflinten schwingenden Bruders (Cheech Marin), der inzwischen Geistlicher geworden ist und einer Gruppe illegaler Einwanderer übt Machete blutige Rache an McLaughlin und seinen Schergen.

»Maos letzter Tänzer«

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Ein Leben fürs Ballett – auch wenn es große Opfer bedeutet: Das ist die Geschichte des Chinesen Li Cunxin, der als Maos letzter Tänzer in der westlichen Welt für Furore sorgen sollte. Im Alter von elf Jahren wird Li Cunxin die fragwürdige Ehre zuteil, am Staatlichen Ballett in Beijing ausgebildet zu werden, was bedeutet, dass man ihn aus seiner Familie herausreisst. Als Teenager bekommt er die Möglichkeit, in den USA als Austauschstudent seine Ausbildung fortzuführen. Unter der Fittiche von Ben Stevenson (Bruce Greenwood) wird aus ihm eine Berühmtheit. Li Cunxin möchte allerdings nicht Maos letzter Tänzer sein, sondern in den USA bzw. später in Australien bleiben. Diese Entscheidung hat allerdings seinen Preis: Ihm wird die Einreise nach China auf Lebzeiten verweigert und auch seine Eltern darf er nicht mehr sehen. Es wird lange Zeit dauern, bis ihm die Wiedervereinigung vergönnt ist.

»Nichts ist besser als gar nichts«

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Großer Abschied am Flughafen. Kaum ist Jans Freundin weg, stellt er fest, dass sie versehentlich seine Brieftasche mit dem Geld und der Scheckkarte mitgenommen hat. Um an Bares zu kommen, bietet er Reisenden an, sie gegen kleines Entgelt mit seiner Gruppenkarte in die Stadt zu transportieren. Gleich einer der ersten “Kunden” ist ein waschechter Unternehmensberater, der ihm empfiehlt, aus der Not eine Tugend zu machen und ein Unternehmen als professioneller “freier Reisebegleiter” zu gründen. Jan findet Gefallen an der Idee und entschließt sich spontan für einen privaten Feldversuch: “Sei fit, fahr mit!”. Jan Peters inszenierter, hintergründig ironisch erzählter Dokumentarfilm führt uns in die obskure Welt der Nebenjobs und der abenteuerlichen Geschäftsmodelle. Wir begegnen Sorgenvollen und Beladenen, Gleichmütigen, Hoffnungsfrohen und solchen, die voller Mut, Solidarität und Kreativität einen Ausweg aus einem Schlamassel suchen. Eine Geschichte, die berührt und doch auch erheitert.

»Orly«

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Orly ist ein Kaleidoskop verschiedener kleiner Szenen und Geschichten, die sich auf dem gleichnamigen Pariser Flughafen abspielen. Juliette (Natacha Régnier) und Vincent (Bruno Todeschini) lernen sich beim Check-In kennen und kommen sich in der kurzen Zeit näher, die sie auf ihre Überseeflüge warten müssen. Eine Mutter ist mit ihrem Sohn unterwegs zu der Beerdigung ihres Ehemanns. Im Laufe ihrer Unterhaltung in der Wartehalle von Orly kommen schließlich überraschende Details ans Tageslicht. Die allein reisende Sabine entscheidet sich nach langem Hin- und Her endlich den verzweifelten Brief ihres Freundes zu lesen, den sie vor Kurzem verlassen hat.

»Paranormal Activity 2«

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Die paranormale Aktivität ist zurück! Noch paranormaler. Noch aktiver. Paranormal Activity 2 – Wir erinnern uns: Im Herbst 2009 kursierte ein Phänomen im Internet, das geschickt die Ängste des Publikums aufnahm (Screenings zum Test und von Festivals) und viral vermarktete. Die Überraschung war perfekt: Mit einem verschwindend geringen Budget von gerade einmal 11.000 Dollar, sieben Drehtagen, einer überschaubaren Crew und unbekannten Darstellern wurden über den Umweg zweier Festivals allein am offiziellen Startwochenende über 70.000 Dollar eingespielt, weltweit über 100 Millionen Dollar. Bei solch einer Quote lag es also nahe, eine Fortsetzung des Filmes folgen zu lassen – nun mit deutlich erhöhten Budget (ca. 2,7 Millionen Dollar), neuem Drehbuchautor (Michael R. Perry) und neuem Regisseur (Tod Williams): Paranormal Activity 2. Der Regisseur des ersten Teils, Oren Peli, steht Paranormal Activity 2 als Produzent zur Seite.

»Stichtag«

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Als Stichtag bezeichnet man für gewöhnlich das Ende einer Frist, die es unter allen Umständen einzuhalten gilt, wenn man etwas Bestimmtes erreichen will. Für Peter Highman (Robert Downey Jr.) bedeutet der Stichtag in seinem konkreten Fall, rechtzeitig zur Niederkunft seines ersten Kindes bei seiner Frau Christine (Michelle Monaghan) zu sein. Dementsprechend ist er leicht angespannt. Sehr zu seinem Leidwesen läuft ihm auf dem Weg zum Flughafen der angehende Schauspieler Ethan Tremblay (Zach Galifianakis) über den Weg, was prompt dazu führt, dass Peter den Flieger verpasst. Als Zweckgemeinschaft sehr zum Unwillen Peters vereint machen sich die beiden mitsamt Ethans Französischer Bulldogge auf einen Roadtrip von Atlanta nach Los Angeles, damit Peter rechtzeitig zu seinem Stichtag in der Heimat ist. Unterwegs machen sie dabei nicht nur Bekanntschaft mit allerlei merkwürdigen Menschen, auch lernt Peter Ethan besser kennen als ihm lieb ist, denn Ethan zieht mit seinem Hang fürs Theatralische Peters Nerven noch weiter strapazierende Situationen förmlich an.

Kommentare (4)


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Filmfreak
02.11.10 - 14:45
Sehr schöne Vorschau von Dir, Daniel!

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Kiddow
30.10.10 - 19:37
Ganz klar Machete! Und auch Buried, Carlos der Schakal, Stichtag und Orly....sind ja wirklich gute Aussichten...

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AmanRu
30.10.10 - 11:12
Meine Favoriten sind eindeutig:

Stichtag
Machete
Carlos der Schakal
Buried

Wird ein richtig schöner Kinomonat.

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eichi
30.10.10 - 10:53
solche kinostarts würde ich mir jede woche wünschen:

machete und buried für 'action & spannung' und stichtag (eventuell auch du schon wieder) für die unterhaltung und für mystery/horror noch paranormal activity 2!

WOW!

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