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FE-Special: Tops und Flops des Jahres 2010

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Das Filmjahr 2010 war ein Jahr voller unterschiedlicher Geschichten und Genres, voller positiver und negativer Überraschungen, auf die wir an dieser Stelle gemeinsam zurückblicken wollen. Für manche waren unsere Kritiken zu hart, für manche zu weich, man hat uns zugestimmt und wehement widersprochen. Hier noch einmal ein kleiner Rückblick auf die besten und schlechtesten fünf Produktionen, die FE in den vergangenen 12 Monaten vor die Linse kamen mitsamt unserem Fazit. Und am Ende noch die Reviews unserer wunderbaren Gastschreiberin lilly und unseres nicht weniger wunderbaren Gastschreibers Anti78:

VON UNS AM HÖCHSTEN BEWERTET:

5. »Cop Out«, Wertung: 8,5 (Daniel, "Jason")



»Cop Out« übertrifft sich in vielerlei Hinsicht selbst. Liest man sich lediglich die Handlung durch und lässt sich von ihr blenden, denkt man vermutlich, dass man einen solchen Film schon kennt. Aber Bruce Willis und Tracy Morgan bieten eine frische Action-Komödie an, die sich selbst nicht besonders ernst nimmt, streckenweise überdreht, aber keinesfalls langweilig oder altbacken ist. Auf Freunde schrägen und übertriebenen Humors wartet ein kurzweiliger, temporreicher Film mit vielen Facetten, Pointen und Parodien. Mehr sollte jedoch nicht erwartet werden - weder eine tief emotionale Geschichte noch außergewöhnliche Stunts und Explosionen.

4. »Shutter Island«, Wertung: 8,5 (Jürgen, "eichi")



»Shutter Island« ist ein wirklich interessanter Film, der aber an manchen Stellen etwas an Spannung vermissen lässt. Die Geschichte ist ziemlich verwirrend und man muss schon gut aufpassen, um der Handlung immer gut folgen zu können. Entgegen anderen Kritiken, die ich zu diesem Mystery-Thriller gelesen habe, bin ich mit dem Ende sehr zufrieden und finde, dass man eigentlich eine komplette Auflösung der Story erhält.

3. »Inception«, Wertung: 9 (Daniel, "Jason")



»Inception« ist schnell und exzentrisch. Nolan versteht sich im Umgang mit beeindruckenden Bildern, weiß als Autor, worauf es ankommt und kann eine brillante Geschichte nicht nur zu Papier bringen, sondern auch auf die Leinwand. Mit Leonardo DiCaprio und Ellen Page hat er ein hervorragendes Duo geschaffen, die die Verwirr-Story um den Traum-Dieb Dom Cobb glaubhaft darzustellen weiß. So ist »Inception« nicht nur interessant und keinesfalls ein Streifen für Zwischendurch, sondern sicherlich Anwärter auf den Film des Jahres.

2. »Blind Side«, Wertung: 9 (Jürgen, "eichi")



»Blind Side« ist ein sehr erfrischender und lebensbejahender Film, der sehr viele witzige, aber auch schöne und sehr menschliche Szenen zu bieten hat. Zum wichtigsten Part in diesem Film avanciert aber sicher Sandra Bullock, die hier eine darstellerische Leistung abruft, wie ich sie von ihr bisher in noch keinem anderen Film gesehen habe. Nach Sichtung dieses Films kann ich gut nachvollziehen, warum ihre Leistung mit einem der begehrten Oscars belohnt wurde.

1. »The Road«, Wertung: 9,5 (Daniel, "Jason")



»The Road« von John Hillcoat ist ein modernes Poem an und über die Apokalypse. Vater und Sohn kämpfen sich im wahrsten Sinne des Wortes durch und sind dabei menschlich, was sie glaubwürdig macht und emotionalen Zugang zu ihnen ermöglicht. Die Vater-Sohn-Dialoge sind wunderschön und eindringlich, die Atmosphäre erstklassig und jegliche Figuren samt den Schauspielern, die sie spielen, hätten besser nicht getroffen werden können.

VON UNS AM SCHLECHTESTEN BEWERTET:

5. »In meinem Himmel«, Wertung: 4,5 (Daniel, "Jason")



Zusammenfassend ist »In meinem Himmel« gerade so Durchschnittskost (wenn nicht gar etwas darunter), bei der Überraschungen und Innovationen aus bleiben. Der erzählerische Tiefgang fehlt, die Suche nach dem Mörder beendet sich schnell von selbst. Ein richtiger Trash-Movie ist er zwar nicht, von einem Meisterwerk aber meilenweit entfernt.

4. »Machete«, Wertung: 4,5 (Daniel, "Jason")



»Machete« lässt sich mit nur vier Worten zusammenfassen: Viel Blut, wenig Hirn. Vermutlich sollte die "Geschichte" um Machete ein Männerfilm werden, actiongeladen bis zum Erbrechen, aufgwertet mit halbnackten Damen und unkonventionell. Zumindest letzteres ist zweifellos gelungen, jedoch ist das keine Substanz, um jemanden dazu zu bringen, knapp 1 Stunde und 30 Minuten seines Lebens dem Film zu widmen. Viel mehr als abgeschlagene Köpfe und ein Höchstmaß an Brutalität wird einem nämlich nicht geboten - unterm Strich bleibt selbst die Action in Sachen Kurzweiligkeit auf der Strecke. Stattdessen gibts dümmliche Gespräche, durchwachsene Schauspielleistung und letztendlich nicht viel, das hängen bleibt.

3. »Karate Kid«, Wertung: 4 (Daniel, "Jason")



Das »Karate Kid«-Remake erfüllt alle Vorurteile, die Neuinterpretationen grundsätzlich anhängen: Ein ausdrucksloser Hauptdarsteller in Form von Jaden Smith, belanglose Dialoge, völlig unpassende Musik und eine Nebenhandlung, die nicht nur künstlich in die Länge gezogen wird, sondern sich zur Haupthandlung mausert. Die Beziehung zwischen Mr. Han und Dre kommt kaum in Fahrt, die fernöstlichen Weisheiten bleiben aus, der Tiefgang wird schmerzlich vermisst. In der Summe macht das einen Film, der die Originalvorlage nicht honoriert, sondern geradezu beleidigt – und auch als »vorlagenloser« Streifen nicht besser abschneiden würde.

2. »Du schon wieder«, Wertung: 4 (Jürgen, "eichi")



Trotz guter Besetzung und einer ausbaufähigen Story, bleibt »Du schon wieder (You Again)« nur unterer Durchschnitt. Leider ist der Film nicht außergewöhnlich und kann sich in keinster Weise von der breiten Masse abheben. Wer - so wie ich - schon viele Filme gesehen hat, muss sich diesen Film nicht wirklich antun. Für Gelegenheits-Cineasten könnte der Film vielleicht unterhaltend sein, da ihnen eventuell nicht alle "Gags & Witze" bekannt vorkommen.

1. »Beilight - Biss zum Abendbrot«, Wertung: 2 (Daniel, "Jason")



Eine Parodie muss weder ein Meisterwerk sein noch lange in Erinnerung bleiben. Aber es soll ein Film sein, der die Vorlage kreativ aufgreift und komödiantsich reinterpretiert. »Twilight« hat fast schon unverschämt viele Elemente, die man aufs Korn nehmen könnte - und doch versemmelt es »Beilight: Biss zum Abendbrot« voll und ganz. Gute Jokes lassen sich an einer Hand abzählen, die Inszenierung ist bisweilen öde und einfallslos. Der Hype um die Parodie war sicherlich durch den enormen Erfolg von »Twilight« erwartbar. Und vermutlich ist dies derselbe Ansporn gewesen, der die beiden Herren dazu getrieben hat, das Projekt überhaupt zu realisieren - nur in wirtschaftlicher Hinsicht.

.... und lilly und Anti78 nahmen sich zur Brust:

»Twilight 3 - Eclipse: Biss zum Abendrot«, Wertung: 10 ("lilly")



Alles in allem ist es, wie bereits erwähnt, der beste Film aus der Twilight-Reihe und könnte auch Männer, die nicht allzu kritisch an den Film herangehen, „begeistern“ – oder zumindest unterhalten.

»Megamind«, Wertung: 8 ("Anti78")



Gerade auf der großen Leinwand eines Kinos wirken die Effekte und die Detailgenauigkeit der Animationen extrem gut. Wer also die Möglichkeit hat, ihn sich im Kino anzuschauen. Unbedingt wahrnehmen.
Mir persönlich hat er sehr gut gefallen. Auch wenn er nicht 100%ig an meinen Lieblingsanimationsfilm »Die Unglaublichen« heran kommt. Aber er wird definitiv in meine BD-Sammlung wandern und er wird wohl mehr als 1 Mal angeschaut werden.

Kommentare (4)


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RandyFisher
29.12.10 - 14:40
"The Road" hat den 1. Platz aber auch definitiv verdient, wie ich finde.

Schöner Rückblick.

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Filmfreak
27.12.10 - 09:24
Da hast Du recht, Jürgen!
Mal sehen, was wir 2011 alles zu lesen bekommen?

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Jason
26.12.10 - 23:38
mit überwiegend negativen

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eichi
26.12.10 - 23:16
ja, wieder einmal geht ein (film)jahr zu ende.
unsere wohl am 'interessantesten' kritiken waren aber mit sicherheit die von machete und karate kid, die mit zahlreichen und sehr unterschiedlichen meinungen/kommentaren bedacht wurden!

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