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FE im Interview mit Rachel McAdams (Morning Glory - Teil 1)

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An diesem Wochenende startet in unseren Kinos die Komödie »Morning Glory«. Aus diesem Anlass bekam FE gestern die Möglichkeit, in einem persönlichen Interview („Head to Head“) mit den beiden Hauptdarstellern Rachel McAdams und Harrison Ford, sowie dem Regisseur Roger Michell, zu sprechen. Die Interviews fanden in Berlin statt und wurden von Katrin Gerber (Kiddow) geführt.

Den Anfang machte die sympathische kanadische Darstellerin Rachel McAdams, die nicht nur über ihre Rolle und die Zusammenarbeit mit den Ikonen Harrison Ford und Diane Keaton spricht, sondern auch über Woody Allen, das Gerücht, dass Sie zum Casting von »Casino Royal« geladen war, wie ihre Rolle in »Sherlock Holmes 2« aussehen wird und über ein paar persönliche Dinge.

Wie war es mit einer Ikone, wie Harrison Ford zu arbeiten?
Er ist wundervoll, er weiß, warum er eine Ikone ist. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht und ich fand es toll, wie er Mike Pomeroy gespielt hat. Er ist so trocken und unnahbar, aber er hat auch eine sehr weiche Seite an sich. Nur zeigt Mike diese Seite nicht sehr oft, denn er will auch ein gewisses Bild von sich vermitteln. Immer wieder präsentiert er aber diese sehr menschlichen Züge, deswegen fand ich es toll, wie Harrison Ford diesen Charakter spielte.

Hat Harrison aufgehört diesen Charakter zu spielen, wenn der Regisseur den Dreh beendet hat oder war er dann immer noch ein bisschen wie Mike Pomeroy?
Nein, also das war nur Schauspiel, definitiv. Ja, er hat diesen trockenen Humor, er ist ein Teil von ihm oder sogar ein Markenzeichen. Es war großartig ihm zuzusehen und manchmal wusste man gar nicht, ob er gerade ein Späßchen treibt oder ob es Ernst ist.

Diane Keaton und Harrison Ford, wie war es zwischen den Beiden? Schwierig?
Klar, denn die beiden mussten mein Leben und meinen Job ja schwierig gestalten. Ja, sie waren sehr gut darin! Aber so als Menschen sind sie natürlich sehr nett und unterstützend, außerdem sind sie beide großartige Schauspieler. Ich liebe die Chemie zwischen den beiden und fand es erstaunlich, dass sie noch nie zuvor zusammengearbeitet haben.

Sie haben ja auch schon mit einer anderen Ikonen gedreht, mit Woody Allen, wie war diese Zusammenarbeit?
Ich weiß gar nicht, wie viel oder inwieweit ich darüber sprechen darf. Er ist wundervoll und ich hatte eine tolle Zeit mit ihm. Wir waren an wunderschönen Drehorten, Paris,... Ich stand auf der Brücke mit Owen, die Kamera war auf der anderen Seite der kleinen Brücke und ich fühlte mich, wie in einer Fantasie Welt - es war aufregend. Ich spielte Owens Verlobte und es war lustig, denn wir haben ja auch schon zusammen in »Die Hochzeitscrasher« gespielt, aber diesmal ist es eine ganz andere Beziehung, die wir darstellen. Eine neue Herausforderung.

Waren sie gleich mit Woody Allen auf einer Wellenlänge oder hat es einen Moment gedauert?
Also Woody ist ein sehr netter Mensch und er vertraut sofort den Schauspielern und er vertraut vor allem auf deren Können. Aber ich bin immer erst einmal zurückhaltend, denn man weiß ja nicht, wie es sein wird und man will ja gut spielen für den Regisseur. Aber mit Woody fühlte ich mich sehr schnell wohl und er ist sehr einfach und man kann immer mit ihm über die Szenen diskutieren, er ist sehr offen. Er kennt sein Drehbuch sehr gut, na gut er hat es ja auch geschrieben... Er ist sehr hoffnungsvoll.

Sind sie auch so ein Kämpfer wie Becky? Würden sie auch kämpfen um eine Rolle zu bekommen?
Klar würde ich das, denn es lohnt sich für eine Rolle zu kämpfen. Es gibt an jeder Rolle gute Seiten und manche haben auch großartige zu bieten. Also wenn dein Instinkt dir sagt, dass du diese Rolle spielen solltest, dann kämpfe darum.

Mussten sie schon einmal um eine Rolle kämpfen?
Ja, das habe ich, als ich so langsam mit der Schauspielerei anfing. Ich kann mich noch gut erinnern, wie es ist, wenn man den ersten Job bekommt. Ich dachte damals, dass ich unglaublich sein muss und wenn ich das nicht bin, dann bekomme ich nie wieder eine Chance, ich muss perfekt sein. So geht es auch Becky und damit macht man sich ein bisschen selbst verrückt. Letztendlich ist das Schauspielern nicht einfach und man macht Fehler, aber so ist das Leben. Man sollte sich selbst erlauben, dass man nicht immer perfekt ist und vielleicht auch mal nicht weiter weiß.

Stimmt es, dass sie zum Casting von Casino Royale eingeladen waren?
Nein, das stimmt nicht, nur ein Gerücht. Also es gab ein paar Andeutungen von den Produzenten, aber die gibt es immer, in jedem Film und über viele Darsteller.

Wie war es die arbeitslose Becky darzustellen? Haben sie sich mit dem Thema Arbeitslosigkeit in den USA beschäftigt und wie sieht es mit dieser Problematik in ihrem Heimatland Kanada aus?
Ja also dieses Thema ist ja immer aktuell und nicht nur in den USA oder Kanada, sondern überall. Natürlich war auch die Arbeitslosigkeit für Becky ein enormer Druck, um schnell wieder einen Job zu finden. Ich finde es immer sehr traurig, wenn Menschen ihre Arbeit verlieren, denn sie müssen so viel Gewicht auf ihren Schultern tragen. Somit war es auch für Becky zusätzlicher Stress.

Sie hatten schon sehr viele interessante Jobs in ihrer Karriere, zum Beispiel haben sie bei McDonalds gearbeitet, haben sie dabei etwas gelernt?
Ja na klar, diese ganzen Kindergeburtstagspartys lehren dich immer freundlich und lustig zu sein. Ich habe viel beim Kellnern gelernt und ich war ja auch mal ein Tourguide in New York, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts von der Stadt wusste und sie zum ersten Mal besuchte. Es war eine sehr große Herausforderung! Da lernte ich zu improvisieren. Ich liebte diese Jobs, ich liebte es zu Kellnern, ich vermisse diese vielen verrückten Menschen, immer, wenn man an einen Tisch zum Bedienen ging, lernte man neue Menschen kennen. Man lernt den Umgang mit Menschen und die Höflichkeit. Mir machte es Spaß, vor allem, weil ich es nicht mein ganzes Leben lang machen muss, denn nun mache ich den Job, den ich schon immer haben wollte.

Wann wussten sie, dass sie eine Schauspielerin sein möchten?
Ich spielte in jungen Jahren viel Shakespeare im Theater, vor allem das Stück McBeth. Das war der Grundstein.

Ist es schwieriger eine Komödie zu spielen, als beispielsweise ein Drama?
Ja, es ist nicht leicht. So zu spielen wie Diane und Harrison ist unglaublich, denn sie haben so ein genaues Timing und es sieht so selbstsicher aus. Es war toll das zu sehen und davon zu lernen. Ich fühle mich doch eher in dramatischen Rollen sicher, aber ich spiele dennoch gern in Komödien mit. Ich liebe die Geschwindigkeit und die Herausforderung.

Was denken sie, warum machen Amerikaner so viele Witze über Kanadier?
Sie sind neidisch... Es ist wahrscheinlich so, wie mit einem kleinen Bruder, man macht immer ein paar Späße über ihn. Meistens ist es einfach nur positiver Spaß und somit auch vollkommen okay.

Zu Beginn des Filmes hat Becky ein Blind Date und das ging total daneben. Hatten sie jemals so etwas in der Art?
Nein, also ich hatte so etwas nie. Ich hatte da viel Glück. Ich hatte noch nie ein Blind Date. Aber wenn, dann würde ich niemals mein Black Berry auf den Tisch legen, auch nicht das IPhone.

Wie sieht es aus mit Sherlock Holmes, spielen sie in der Fortsetzung den gleichen Charakter, wie im ersten Teil?
Das ist alles noch nicht so ganz klar. Aber definitiv liegt der Fokus nicht auf meiner Rolle, der Film hat eine ganz andere Richtung, aber darüber darf ich jetzt noch nichts sagen, sonst bekomme ich nachher einen Anruf von Warner Brothers.
Also ich habe ein bisschen Zeit mit Guy Ritchie verbracht und wir haben über meine Rolle für das Sequel gesprochen und ich fragte ihn, wie ich all diese Actionszenen meistern soll und er meinte, das wird schon. Also wir haben schon viel über die Rolle und den neuen Film diskutiert. Und er mag an meiner Rolle, dass sie nach außen so unschuldig scheint, aber dennoch so kriminell und wild ist.

Wird die Rolle denn nun etwas größer ausfallen im Sequel?
Leider nein, denn es geht ja hauptsächlich um Sherlock und Watson. Vor allem deren Beziehung und ich finde diese sehr süß, eine Männerfreundschaft eben.

Lieben Sie es, den ganzen Tag Fernsehen zu sehen?
Ja ich liebe es und deswegen habe ich auch keinen Fernseher, denn sonst würde ich den ganzen Tag nur fernsehen schauen.

Legen sie mehr Wert auf die Unterhaltungsnachrichten oder die Fakten und seriösen Nachrichten?
Es hängt vom Medium ab, wenn ich TV schau, dann schau ich nur Entertaining, genauso wie in den Zeitschriften. Ich lese keine Magazine und das Internet meide ich meistens, es ist so schnell und ich habe das Gefühl es verschlingt mich und ich finde nie wieder heraus. Ich checke nur meine Emails und das war es.

Sie würden sich also nicht selbst googeln?
Nein Danke, das klingt nach einem Alptraum. Ich bediene mich in Punkto Nachrichten am Radio. Es ist toll, denn man kann Dinge tun und hört nebenbei die Informationen. Was ich auch gut finde sind Podcasts, die sind umsonst und lang. Nachrichten sind so schnell und liefern nur wenige Informationen, aber Podcasts geben tiefe Einblicke.

Wie ist das nun eigentlich, sind sie Vegetarierin oder waren sie eine, es gibt diesbezüglich sehr viele verschiedene Informationen?
Ich würde gern eine Vegetarierin sein, aber es ist so anstrengend und macht mich müde. Außerdem bin ich so oft unterwegs, da ist es sehr schwierig, dann denke ich mir immer wieder, dass ich jetzt gern Fleisch essen möchte. Also wahrscheinlich funktioniert es mit meinem Blut Typ einfach nicht.

Wie sieht denn eigentlich so ihre Freizeit aus?
Also wenn ich nicht arbeite, dann koche, lese und reise ich gerne und treffe meine Familie und Freunde.

Kommentare (3)


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Kiddow
11.01.11 - 13:31
Ja mit ihr würde man gern befreundet sein...echt eine sehr sehr nette!

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Filmfreak
11.01.11 - 09:02
Wirklich ein sehr schönes und vor allem informatives Interview von und mit der bezaubernden Rachel McAdams.
Wie Du schon geschrieben hattest Katrin, scheint sie eine unglaublich sympatische junge Schauspielerin zu sein.
Ich kann mir nach diesem ersten Interview eine sehr gute Vorstellung machen, wie es da gestern in Berlin gewesen sein muss.
Klasse Katrin!

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eichi
11.01.11 - 08:55
mein neid ist dir sicher, aber das hab ich dir ja mittlerweile schon mehrmals gesagt, katrin!

du hast ein tolles interview für uns zusammengestellt. vielen dank!!!

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