Hosted by World4YouDonnerstag, 15. November 2018


Kritik: Devil

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Die Idee zu diesem Film stammt von M. Night Shyamalan (»The Sixth Sense«). Dieser nimmt in »Devil« allerdings nicht selbst auf dem Regiestuhl Platz, sondern überlässt Drew Dowdle (»Quarantäne«) die Inszenierung. »Devil« ist der erste Film aus der »The Night Chronicles«-Trilogie. Wie hier, wird M. Night Shyamalan auch noch bei zwei weiteren Filmen die Ideen beisteuern, auf deren Grundlage dann die Drehbücher verfasst werden.

»Devil« ist ein Mystery/Thriller, in dem fünf Menschen mit einem Fahrstuhl stecken bleiben. Schon dieser Satz alleine reicht für viele wohl aus, um ein ungutes und beklemmendes Gefühl zu bekommen. Wer möchte schon mit dem Aufzug stecken bleiben und dann auch noch mit fremden Personen auf engstem Raum ausharren müssen, bis Hilfe eilt? Der Film setzt aber noch einen Drauf und bringt den Teufel mit ins Spiel. Unter den fünf Personen soll er weilen um, wie eine alte Geschichte besagt, auf Seelenfang zu sein. Nur wer von den fünf möglichen Verdächtigen ist es? Hier muss man sagen, dass eine wirklich gute Castwahl getroffen wurde. Alle fünf Akteure sind eigentlich noch recht unbekannt. Das tut dem Film wirklich gut, vor allem, weil jeder etwas anderes und eigenes an sich hat, was ihn irgendwie verdächtig macht. Die anfänglich geglaubte Nebengeschichte mit einem Selbstmord, an dem Detective Bowden arbeitet, wird nach und nach wichtiger. Aber nicht nur, weil im Abschiedsbrief zu lesen ist, dass der Sprung aus dem Fenster ein Entkommen vom Teufel sein soll, sondern auch in anderer Hinsicht, die hier aber bei näherer Erklärung zu stark Spoilern würde.

Lange bleibt es in dem Aufzug nicht ruhig und die Stimmung wird immer teuflischer. Immer wieder flackert das Licht und wenn es kurz dunkel wird, schlägt der Gehörnte zu. In den Augen der eingeschlossenen Pechvögel wird die Angst und Unwissenheit schnell ersichtlich und jeder verdächtigt seinen Gegenüber. Während im Aufzug die Szenen immer heißer werden, bemüht sich Detective Bowden um eine rasche Aufklärung. Schnell wird klar, dass unter den eingeschlossenen keine einzige gute Seele zu finden ist.

Fazit:
»Devil« ist ein recht solider Film, der vor allem gegen Ende noch mit einer Wendung und Auflösung punkten kann. Was mir nicht gefallen hat, ist, dass es - wenn man sich kurz die fünf Personen ansieht - eigentlich recht klar ist, hinter welchem Charakter sich der dunkle Fürst versteckt. Auch die eben genannte Wendung wird im Laufe des Films beinahe schon angekündigt. Für intensive Kinogänger wird der Film wohl eher zu durchsichtig sein und daher einiges an Potenzial verlieren, für den Gelegenheitscineasten ist »Devil« aber sicher ein recht spannender und durchaus auch ansprechender Mystery/Thriller.

6 von 10 Punkten

Kommentare (1)


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Chev
18.01.11 - 15:45
Ich habe schon von einem Freund gehört das sich dieser Film vor allem im Kino lohnen soll. Bin gespannt.

Gab es nicht schonmal so einen Film ?
"Down" oder so? Ist noch gar nicht so alt.

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