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Vorschau: Kinostarts am 03. Februar - Kokowääh & mehr

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Gleich acht neue Filme starten in der kommenden Woche in unseren Kinos. Die Dokumentation »Serenti« lädt zum Träumen ein, »Kokowääh« zum Lachen und »Mein Glück« zum Mitfiebern. Hier unsere Übersicht:

»I Killed My Mother«



Hubert (Xavier Dolan) hasst seine Mutter! Er hasst ihre geschmacklosen Pullis, ihre kitschige Deko und die widerlichen Krümel an ihrem schmatzenden Mund. Und er hasst, wie sie andere manipuliert und dabei ihre eigenen Hände stets in Unschuld zu waschen weiß. In ihrem Schatten stolpert er durch die Abenteuer einer eigentümlichen und zugleich typischen Adoleszenz – künstlerische Entdeckungen, große Freundschaft, Ausgrenzung und erster Sex. Doch das schwierige Verhältnis zu seiner Mutter bleibt Thema: Aus Hassliebe wird wilder, blinder Hass.

»Kokowääh«



Kokowääh – Kokowas? Das fragt sich auch die kleine Magdalena, gespielt von Emma Schweiger, die im Mittelpunkt der berührenden Komödie von und mit Til Schweiger steht. Hinter dem mysteriösen Titel verbirgt sich ein französisches Geflügelgericht namens Coq au vin, welches Henry (Til Schweiger) angeblich besonders gut kochen kann.

»Magic Silver - Das Geheimnis des magischen Silbers«



Der Berg der blauen Zwerge ist ein wohl gehütetes Geheimnis, nur die kleinen Bewohner selbst wissen um die Welt die sich im blauen Berge versteckt. Um so größer ist die Aufregung, als plötzlich rote Zwerge in das blaue Königreich eindringen – was für ein Skandal! Ausgerechnet die blaue Prinzessin Blaurose, ist Schuld an dem ganzen Schlamassel. Erst war die Tochter des blauen Königs zu furchtsam, um den Berg überhaupt zu verlassen. Die Nachricht, dass ihr Vater tödlich erkrankt ist treibt das Mädchen jedoch an: Sie ist auf der Suche nach dem einzigen was ihn jetzt noch retten kann und das soll sich ausgerechnet bei den Menschen befinden…

»Mein Glück«



Mein Glück könnte man durchaus als das Baby von Sergei Loznitsa bezeichnen, der nicht nur das Drehbuch beisteuerte, sondern auch auf dem Regiestuhl Platz nahm. Nachdem sich der vielfach preisgekrönte Filmemacher bisher vor allem mit Dokumentationen einen Namen machte, gibt er mit Mein Glück sein Spielfilmdebüt. Einen großen Fürsprecher hat er dabei im Produzenten des Films Heino Deckert gefunden, welcher Sergei Loznitsa nach eigener Aussage für eines der größten Talente hält.

»My Soul To Take«



Mit My Soul To Take sorgt Gruselmeister Wes Craven erneut für Gänsehaut in den Kinosälen. Das erste Mal seit Freddy’s New Nightmare aus dem Jahre 1994, hat der Filmemacher wieder sowohl das Drehbuch geschrieben, als auch auf dem Regiestuhl Platz genommen. In der Hauptrolle des Horrorthrillers ist das Nachwuchstalent Max Thieriot zu sehen, der mit seinem Schauspiel in Filmen wie Jumper und Chloe auf sich aufmerksam machte.

Das Spannenste an dem kleinen Örtchen Riverton ist wohl die Geschichte über den berühmtberüchtigten Serienkiller Riverton Ripper. Vor 16 Jahren trieb der psychopathische Mörder sein Unwesen, bis er schließlich – angeblich – von der Polizei gestellt und erschossen wurde. Seine Leiche konnte jedoch nie gefunden. Und noch etwas Mysteriöses brachte die Todesnacht von Riverton Ripper mit sich: Es wurden sieben Babys geboren und einer Legende nach soll Riverton Ripper sieben Persönlichkeiten gehabt haben, von denen jedoch nur eine die Mordlust in sich trug. Nun 16 Jahre später geht das Morden plötzlich wieder los…

»Picco«



Picco, so bezeichnet man im Jugendknast die Neuankömmlinge, die Opfer. Kevin ist genau dies. Aufgrund von Überbelegung wird er als vierter Häftling in eine Zelle verlegt, die eigentlich für zwei gedacht ist. Seine Zellengenossen sind Tommy, Andy und Marc. Eine Zweckgemeinschaft in einem rauen System, in dem das Recht des Stärkeren zählt. In dieser für Kevin neuen, fremden Welt liegt Gewaltbereitschaft und latente Aggression über jeder Situation. Immer wieder kommt es zu Unterdrückung, Schlägereien oder Ausrastern. Es fällt dem zurückhaltenden Kevin schwer, sich in dieser Situation zu behaupten. Er wird gemobbt und gehänselt. Besonders seine Zellengenossen Marc und Andy haben es auf ihn abgesehen. Kevin hat Angst, dass er das nicht durchsteht. Nur mit Tommy, der auch eher schmächtig ist, aber es versteht, sich durch zu schlagen, kann er ein vertrauensvolles Verhältnis aufbauen: Er gibt ihm zu verstehen, dass man hier drin Täter oder Opfer ist – wenn er aufhören will, ein Loser zu sein, muss er anfangen sich zu wehren.

»Poll«



Sommer 1914: Am Vorabend des Ersten Weltkrieges reist die 14-jährige Oda (Paula Beer) aus dem fernen Berlin nach Estland, um ihre verstorbene Mutter in deren Heimat zu bestatten. Doch es ist kein guter Zeitpunkt für eine Reise. Die Stimmung auf dem adligen Gutshof Poll ist vergiftet von der privaten und wissenschaftlichen Frustration ihres Vaters Ebbo (Edgar Selge), der Haltlosigkeit ihrer Tante Milla (Jeanette Hain), der feindseligen Haltung der einheimischen Dienerschaft und einem Massaker an estnischen Anarchisten, das ganz in der Nähe des Hofes passiert. Doch Oda schafft es die ganze Situation noch heikler zu gestalten. Von den Anzeichen des aufkommenden Unheils unbeeindruckt, versteckt die altkluge und widerspenstige Oda einen estnischen Revolutionär inmitten des elterlichen Anwesens. “Schnaps”, wie sich der verwundete Anarchist nennt, fasziniert das junge Mädchen. Die Begegnung der beiden wird ihr Leben für immer verändern.

»Serengeti«



Wo spielen sich noch die größten natürlichen Dramen ab, wenn nicht in der Tierwelt? Und welche Bühne eignet sich besser für die Darstellung dieser Dramen, wenn nicht die Serengeti, die Teil eines der größten Nationalparks der Welt ist, dem Serengeti-Nationalpark. Jahr für Jahr ist die Serengeti Schauplatz gigantischer Massenwanderungen von Gnus, Büffeln, Antilopen und dergleichen Tiere mehr, die ihre Weidegründe abhängig von Trocken- und Regenzeiten wechseln. Im steten Gefolge sind ihre Fressfeinde wie Löwen und Geparden und Aasfresser wie Hyänen und Geier. Der Serengeti-Nationalpark wurde bereits 1951 von der tansanischen Regierung gegründet. Als 1959 Teile der Serengeti im Status auf Wildschutzgebiete herab gestuft wurden und der umfassende Schutz der dort beheimateten Tierarten Gefahr lief, nachhaltig ausgesetzt zu werden, drehte Bernhard Grzimek zusammen mit seinem Sohn Michael den preisgekrönten Film Serengeti darf nicht sterben. Der Film gewann 1960 den ersten deutschen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm.
Bernhard Grzimek bezahlte seinen Einsatz für den Schutz der Natur mit dem Leben seines Sohnes, der bei einem Flugzeugabsturz über der Serengeti zu Tode kam.

Ein Grund mehr, sich mit Grzimeks Erbe auseinander zu setzen. Die Selbstkritik des Menschen ist aufgrund der selbst verschuldeten globalen Klima-Veränderung geforderter denn je. 50 Jahre nach diesem bedeutenden Appell zu mehr Menschlichkeit in der Natur begibt sich nun der Zoologe und Tierdokumentarfilmer Reinhard Radke auf die Suche nach Grzimeks Vermächtnis. Serengeti ist Natur- und Kultur-Dokumentation zugleich. Nicht nur gibt es faszinierende Landschaftsaufnahmen, in denen der Natur in Form der tierischen Bewohner gebührender Respekt gezollt wird. Auch die Massai, das afrikanische Hirtenvolk, kommen zu Wort. Der Dialog zwischen Natur und Menschen kann nur auf einer gleichberechtigten Basis funktionieren.

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