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Special-Review: Virtua Tennis 4 (Xbox 360)

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Tennis: Das ist mehr als das dumpfe Schlagen von Bällen, mehr als der Applaus der Zuschauer, mehr als der Schläger und der Ruhm. Tennis ist taktisch, überlegt, schnell und abwechslungsreich. »Virtua Tennis 4« aus dem Hause SEGA versucht all das unter einen Hut zu bringen. Gelingt es?

Spiel, Satz …



Ist eine Tenniskarriere nicht spannend? Zuerst erstellen wir unseren Sportler mithilfe eines Editors, danach beginnt die Reise, die sich über insgesamt vier Staaten erstreckt. In jedem von ihnen finden Turniere statt, an deren Spitze wir uns kämpfen sollen, um uns dadurch einen Namen zu machen und schließlich der erfolgreichste Schlägerschwinger zu werden. Wie immer ist es bis dahin ein langer Weg, der bei »Virtua Tennis 4« länger als bei anderen Spielen dieser und ähnlicher Machart wirkt. Zum einen liegt das daran, dass die Matches nicht sofort angegangen werden können – zuerst müsst ihr euch durch diverse Trainingseinheiten schlagen, die zu Beginn zwar durchaus ihren Sinn haben, um die Steuerung und das Spielprinzip zu begreifen, beim dritten oder vierten Mal aber ihre Berechtigung verlieren. Zumal sie zum Teil lustig sein wollen, letztlich jedoch nur verkrampft wirken. Während Tontellerschießen zum Üben vom Zielen sinnvoll ist, kann ich keinen Zweck dahinter sehen, sich auf dem Feld befindende Eier zu öffnen, die daraus schlüpfenden Küken zu einer sicheren Stelle zu führen, während von vorne Bälle auf sie niederpreschen. Soll dadurch Schnelligkeit trainiert werden? Oder Geschicklichkeit? Ich weiß es nicht, jedenfalls macht es nur bedingt Spaß, so dass man am Ende nur darauf wartet, das Trainingsziel erreicht zu haben und endlich, endlich mit diesem Unsinn aufhören zu dürfen. Schließlich will ich Tennis spielen und keine Tiere schützen! Etwas besser, besonders da nicht so sinnentleert, funktionieren die Trainings-Matches mit einem KI-Gegner. Hier erhalten wir auch ohne ein Turnier gespielt zu haben einen ersten Eindruck darüber, wie so ein Tennisspiel überhaupt funktioniert – und wie wir uns integrieren können.

Leider müssen wir eine Vielzahl von Übungsaufgaben bewältigen, bevor wir das erste Turnier bestreiten können. Dank diverser Lizenzen kann »Virtua Tennis 4« immerhin mit echten Gegnern – wie z.B. Andy Roddick, Gael Monfils und Svetlana Kuznetova – aufwarten, die aber nicht für die erwünschte und bitter nötige Abwechslung sorgen. Es fehlt nämlich am Wesentlichsten: Der Taktik. Im Grunde ist dieses Tennis nämlich ein Ping-Pong, der Ball fliegt zu euch, zum Gegner, zu euch, zum Gegner. Timing, Schlagstärke oder die Art des Spiels sind nahezu irrelevant – es kommt lediglich darauf an, dass ihr zur rechten Zeit auf dem richtigen Platz eures Feldes steht und eine Taste drückt. Erst wenn es im späteren Verlauf gegen die Profis geht, kommt es bisweilen darauf an, einen Ball besonders hart zu schlagen, zu kontern oder ihn tief zu schlagen. Das sorgt dann für mehr Spielspaß als die Trainingscamps und die Spiele gegen Amateure, allerdings fehlt es nunmehr an Atmosphäre. Das Publikum schreit nicht hinein, die Soundkulisse ist außer den monotonen Aufschlägen des Spielballes so gut wie nicht vorhanden und wirkt veraltet. Letztgenannten Eindruck macht auch die Grafik, die nicht viel hergibt und nicht erahnen lässt, dass es sich bei »Virtua Tennis 4« um ein neues Spiel aus diesem Jahr handelt. Einen Hinweis dafür gibt eigentlich nur die angegebene Kinect-Unterstützung, die jedoch nur in speziellen Elementen funktioniert. Ihr könnt also nicht durchweg mit Kinect spielen.

Fazit:
»Virtua Tennis 4« liefert nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Tennisspiele sind wenig fordernd, aber immerhin leicht zu bewerkstelligen und laden für ein gelegentliches Match ein. Leider muss man sich durch unzählige, mehr oder weniger sinnmachende Trainingseinheiten boxen, ehe man endlich den Schläger in einem Turnier schwingen darf. Veraltete Technik, fehlende atmosphärische Dichte sowie ein geringer taktischer Anspruch lassen das Spiel unterm Strich aber in keinem guten Licht scheinen.

Wertung: 4,7/10

Kommentare (1)


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Filmfreak
03.05.11 - 13:25
Ich würde da schon eher Top Spin 4 aus dem Hause 2K Sports empfehlen. Ist wohl momentan die uneingeschränkte Nr. 1 auf dem Tennisplatz.

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