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Special: Two And a Half Men - Charlie Sheen vs. Ashton Kutcher

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Ist Ashton Kutcher wirklich die richtige Wahl für die Nachfolge von Charlie Sheen in »Two And A Half Men«? Sheen selbst meint: Ja. Laut den Kollegen vom OK!-Magazin habe er seinem Erben per Twitter gratuliert, nachdem er sich zunächst über ihn lustig gemacht hatte. Verständlich, dass Sheen, der bis vor einigen Wochen der bestbezahlte Fernsehschauspieler der USA war, zuerst nicht unbedingt positiv auf die Neubesetzung reagierte, immerhin bedeutete sie sein eigenes Endgültiges aus innerhalb der Serie. Er versuchte vergeblich, die Produzenten, die ihm aufgrund diverser Eskapaden kündigten, zu verklagen, um seinem Vertrag doch noch Gültigkeit zu verschaffen. Der Zwist zwischen ihm und Kutcher, zwischen ihm und dem produzierenden Studio spielt aber für den Otto-Normal-Zuschauer keine bedeutende Rolle. Für ihn stellt sich nur die Frage: Ist Sheen ersetz- beziehungsweise kompensierbar oder ist »Two And A Half Men« ohne ihn nur noch »One And A Half Man«?

Wohlgemerkt werden es sowieso nur eineinhalb Mann sein, nämlich Alan Harper (John Cyer) und Jake (Angus T. Jones), denn Kutcher wird nicht in die Haut von Charlie Harper schlüpfen, die einst jene von Sheen war und ihm wie zugeschnitten schien. Serien-Charlie hat ähnlich wie Real-Charlie eine Alkohol- und Frauenaffinität und einen recht eigenwilligen Lebensstil. Wohl deshalb war er fabelhaft in seiner Rolle des Musikers, der seine Mutter allzu gern den Teufel taufte und seinen häufig vom Kater bestimmten Tag mit zynischen, ironischen und sarkastischen Kommentaren füllte. Dass Warner Brothers Television, die das TV-Format seit 2003 produzieren, Charlie Harper nicht neu besetzen, mag zweierlei Gründe haben: Vielleicht erhoffen sie sich insgeheim eine Besinnung ihres Schauspielers, damit jener ihre Hauptfigur wieder mimen kann. Vielleicht sind sie sich aber auch darüber bewusst, dass es keinen adäquaten Ersatz für Sheen gibt. Kutscher soll das Kind in einer völlig neuen Rolle schaukeln, die Charlie Harper nicht direkt ersetzen, aber dessen Fehlen eben aufwiegen soll. Jeder ist skeptisch – auch Sheen selbst, der seinen Kollegen zwar als die „beste Wahl“ bezeichnet, ihm trotzdem einen Misserfolg voraussagt. Kutcher hingegen dementiert. Er sei sich sicher, die Serie werde weiterhin gute Quoten einfahren. Was soll er sonst sagen?

Die Kommunikation zwischen Sheen und Kutcher offenbart nicht nur, dass Sheen nach wie vor in TAAHM zu sehen sein möchte und seine Lobeshymnen auf Kutcher nicht unbedingt ernst meint. Sie offenbart auch einen eklatanten Unterschied zwischen den beiden Schauspielern: Sheen ist bissig, Kutcher der nette Junge von nebenan. Auch ihre Biographien weisen deutliche Differenzen auf: Sheen wurde wegen schlechter Schulnoten und häufigem Fehlen der Schule verwiesen, Kutcher studierte Biochemie. Sheen spielte in großartigen Produktionen mit, darunter im oscarpremierten »Platoon« und dem nicht weniger erfolgreichen »Wall Street« aus dem Jahr 1987. Kutcher hingegen tritt lieber in Komödien oder Liebesfilmen auf. So war er zuletzt an der Seite der wundervollen Natalie Portman in der Romantikkomödie von Ivan Reitman »Freundschaft Plus« zu sehen, versuchte sich 2004 aber auch in einem Thriller – »Butterfly Effect« handelt von Evan, der unter Blackouts leidet, verstörende Bilder malt und von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Die Kritiken waren durchwachsen. Und auch privat könnten die Unterschiede größer kaum sein, insbesondere hinsichtlich ihrer Besetzungen in »Two And A Half Men«: Sheen schoss seiner ehemaligen Verlobten Kelly Preston 1990 „versehentlich“ in den Arm, drohte mehreren seiner Angetrauten Gewalt an, lebte mit Pornodarstellerinnen zusammen und bezeichnete sich kürzlich selbst als Droge. Damit passte er perfekt in die Rolle von Charlie Harper, dessen Leben nicht weniger exzessiv und exzentrisch scheint. Ashton Kutcher ist da im Vergleich deutlich unspektakulärer, lebt mit seiner Ehefrau Demi Moore und ihren beiden Kindern zusammen, die aus der Ehe zwischen Moore und Bruce Willis hervorgingen. Er besitzt zwei Restaurants, ist nahezu täglich bei Twitter und Facebook aktiv und eben das, was man als Sunnyboy bezeichnen mag. Ein ehemaliges Model, ein gutaussehender Kerl – was alles nicht schlecht ist -, der jetzt das Arschloch spielen können muss.

Anders wird er die Lücke nicht füllen können, die Charlie Sheen gleichsam wie Charlie Harper hinterlässt – so viel ist sicher, auch wenn sich Warner Brothers noch über das Rätsel nicht äußern möchte oder kann, wie die Figur aussieht, die Kutcher spielen wird. Daran, dass er einen miesen Typen mimen muss oder sollte besteht kein Zweifel. Zumindest dann nicht, wenn man sich die übriggebliebenen Hauptfiguren ansieht: Alan Harper, der schüchterne Bruder Charlies, der sich allzu gern von Frauen ausnutzen lässt und unsicher wirkt. Jake Harper, der Sohn von Allan und Neffe von Charlie, der die Ratschläge letzteres immer wieder zu schätzen wusste und sicherlich auch dadurch ein immer loseres Mundwerk bekam, das der Serie Würze verlieh. Allan und Jake wohnten bislang im Strandhaus von Charlie. Müssen sie sich jetzt eine neue Bleibe suchen, da es Charlie nicht mehr gibt? Und wie wird die Serie sein Verschwinden lösen? Sterben lassen werden sie ihn wohl kaum. Wird er verhaftet? Wandert er aus? Ist er einfach grundlos weg? Mit dem Verlust von Charlie Harper verliert »Two And A Half Men« nicht nur einen Charakter. Sie verliert ihren Dreh- und Angelpunkt, sie verliert den Inhaber des Hauses, in dem ein Großteil der Handlung erzählt wurde, sie verliert einen großen Einflussnehmer auf die übrigen Rollen, sie verliert den einen bösen, der kein Blatt vor den Mund nimmt, denjenigen, der am meisten in Erinnerung geblieben ist. Sie verliert ihren wahren Protagonisten. Ob Kutcher die klaffende Wunde durch seine wie auch immer aussehende Rolle zu nähen vermag wird sich zeigen. Skeptiker sind allerdings bestimmt nicht zu Unrecht skeptisch.

Kommentare (10)


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GASTBEITRAG
07.08.11 - 16:35
hoffentlich kommt nicht diese beschissene synchronstimme wie in der Serie die wilden 70iger

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eichi
01.07.11 - 16:11
da bin ich ganz bei dir, sabbi.
es kursieren übrigens gerade gerüchte darüber, dass die rolle des charlie harper in der nächsten staffel getötet werden soll, damit eine rückkehr endgültig ausgeschlossen ist.
aber spätestens seit bobby ewing wissen wir ja, dass auch ein fernsehtot nicht endgültig den ausschluss bedeuten muss, oder?

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sabbi
01.07.11 - 16:01
Ich mag Ashton Kutcher richtig gerne, er ist ein super Schauspieler, aber Charlie Sheen wird er nie ersetzen können. Charlie Sheen war einfach für die Rolle von Charlie Harper geboren, da kann man nicht einfach Ashton Kutcher für diese Rolle nehmen...

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GASTBEITRAG
20.05.11 - 15:25
Ashton Kutcher kann erstens nicht die rolle von charlie einnehmen er ist viel zu jung um allan´s älteren bruder zu spielen und man kennt die serie nur mit charlie durch ashton kutcher wird die serie vom top zum flop das geht nicht und wir auch nicht gut gehen nie im leben es wird eine totale katastrophe, warum seht ihr das nicht ein. charlie spielt da niemanden er ist da er selbst und niemand anders das kann man nicht topen es geht einfach nicht kriegt das in euren schädel rein.MAN!

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GASTBEITRAG
19.05.11 - 00:53
Ich finde so und so, dass Cryer in Staffel 7 und 8 besser spielt als Sheen.

Von daher.. zwar nicht zu ersetzen; aber dennoch könnte an die bisherigen Erfolge angeknüpft werden mit Ashton Kutcher als dritten unehelichen Sohn von Evelyn Harper.

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Chev
18.05.11 - 18:31
Ich bin einer der Skeptiker ...

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GASTBEITRAG
18.05.11 - 18:14
Ersezen kann man Sheen nicht...
Darf man auch nicht!

Er ist nämlich die Serie, »Two And A Half Men« giebt's nur weil Sheen bekannter werden sollte!

Ich wünsche ihm viel Glück und hoffe ihn bald wieder in gewohnter Coolnes für Unterhaltung zu sorgen!

Stil Winning!!

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Kiddow
18.05.11 - 11:49
Ich find es schwierig die Serie ohne Sheen weiter zu führen....bin gespannt was da kommt.....die erste neue Folge wird es entscheiden!

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Seth0487
18.05.11 - 06:06
Schöner Beitrag! Auch ich kann mir die Serie ohne Sheen nicht vorstellen. Ich bin gespannt wo das endet.

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GASTBEITRAG
18.05.11 - 00:19
Two And a Half Men is ohne Charlie Sheen Two And No Mens ... mehr kan man dazu net sagen ...

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