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Special-Review: Transformers 3 (Wii/PS3/Xbox 360)

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Im Kino schlug Michael Bays dritter »Transformers«-Teil vor kurzem ein wie eine Bombe. Dass das nicht auf das zugehörige Merchandise zutreffen muss, zeigt das mit dem Film verbundene Spiel aus dem Studio High Moon. Und das überrascht, denn das Entwicklerteam brachte 2010 das durchaus gelungene »Transformers: Kampf um Cyberton« auf den Markt. Der mit dem Action-Kracher assoziierter Titel scheint da Opfer von Zeitdruck und Kommerzialisierung geworden zu sein, anders lässt sich seine Unterdurchschnittlichkeit schwer erklären. Aber wo liegen denn eigentlich die Probleme?

Magere Story, magere Action



Der Spielinhalt ist schnell erklärt: Autobots kämpfen gegen Deceptiocons. Jo… fertig. So mehr wir an dieser Stelle gerne über die Handlung erzählen würden, so wenig gibt es zu berichten. Die immerhin sieben Kapitel lange „Kampagne“ dreht sich um die Fights zwischen den futuristischen Maschinen, dementsprechend gestaltet sich das Gameplay: Ihr schießt und schießt und schießt und schießt und schießt, dazwischen könnt ihr eine Pizza in den Backofen schieben, kurz euer Geschäft auf dem Porzelanthron verrichten und weiterschießen. Abwechslung oder Spannung sucht man vergebens – es ist wie eine Dauerwerbesendung, die immer und immer wieder dasselbe erzählt. Immerhin verändert sie ihr Aussehen, schließlich könnt ihr euer Autobot transformieren. In einer Sekunde noch eine todbringende Killermaschine, in der nächsten bereits ein unauffälliges Straßenfahrzeug. Zugegeben, ganz so ist es nicht, weil die vermeintlich subtile Veränderung nach wie vor verdächtig ist. Schwere Bewaffnungen an der Außenseite des Chevrolet Camaro widersprechen wahrscheinlich jeder Straßenverkehrsordnung der Welt. Problematisch ist nicht nur die optische Transformation, gleichzeitig transformiert sich nämlich auch die Steuerung – die ist nämlich im Vergleich zwischen Bot und Auto vollkommen different. Letzterer lenkt sich extrem hölzern und ungenau, so dass nicht einmal ein halbwegs vernünftiges Fahrgefühl aufkommt – unbeabsichtigte Kollisionen sind da vorprogrammiert und machen obendrein keinen Spaß.

Trotz Eintönigkeit gefallen die Kämpfe da besser – nur deshalb, weil sie ein wenig Action bieten. Obschon die Autobots und Deceptiocons schön designed sind, ist das Leveldesign wiederkehrend, zu eng und linear. Streng vorgegebenen Faden folgt ihr, um von einem zum anderen Kampf zu fahren, euren Gegner um die Ecke zu bringen, weiterzufahren und dasselbe nochmal zu tun. Dass den Entwicklern Zeit gefehlt hat und sie unbedingt zeitnah zum Filmstart fertig sein wollten, merkt man nicht nur dem Spielprinzip an: Selbst die Umgebung sieht mager aus! Obendrein mangelt es den Gegnern oft an Intelligenz. Mancher schießt knallhart und permanent daneben, andere bewegen sich nicht einen Meter vom Fleck. Manchmal ist man sogar dazu verdammt, minutenlang gleichaussehende- und geschnittene Kurven zu fahren, um sich einem dieser Genies zu stellen. Sollte das die Spielzeit in die Höhe treiben? Geschafft haben sie es jedenfalls nicht: Nach etwa 4 Stunde ist Schicht im Schacht. Und wer die aushält, hat wahrlich eine Medaille verdient.

Fazit:
Lizenzspielen geht ein böses Vorurteil voraus, nämlich dass sie schlecht sind und nur aus Marketing- und Wirtschaftszwecken auf den Markt geworfen werden. »Transformers 3: Stealth Edition« bestätigt das leider. Null Abwechslung, ebenso viel Inhalt und Grund, sich das anzutun. Schade!

Wertung: 3/10

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