Hosted by World4YouFreitag, 20. Juli 2018
Amazon Prime Filme


Special-Review: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Part 2

Share @ Whatsapp
Harry Potter: Das ist Zauber, Fantasie, Abwechslung, Abenteuer und Freundschaft. Allmählich läutet sich das Ende des jungen Mannes mit dem Blitz auf der Stirn ein und auch der Franchise um ihn dürfte langsam versiegen. Mit dem gleichnamigen Spiel zum Film »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2« schließt Electronic Arts ebenfalls die Gamereihe ab – was krönend hätte geschehen sollen, wirkt leider oft mühselig.

Schießen. Ducken. Schießen. Gucken. Ducken. Schießen.



Lord Voldemort muss vernichtet werden! Wer ist besser für die Erledigung dieser Aufgabe geeignet als Harry, Hermine und Ron? Ganz Recht: Niemand! Die drei sichtbar erwachsen gewordenen Freunde müssen sich deshalb neuerlich dem Bösen stellen und die finale Schlacht von Hogwarts für sich entscheiden. Die Schergen machen es unseren Helden allerdings nicht einfach, denn sie sind nicht nur in der Überzahl, sondern wissen sich zu verstecken. Das und die Tatsache, dass sich alles bei Potter um die Zauberkünste dreht, lässt ein vielversprechendes Fantasieabenteuer vermuten – unter dem Strich ist es den bisherigen Videospielen gelungen, diesem Anspruch gerecht zu werden. »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2« legt seine Schwerpunkte von Anbeginn leider an die falschen Stellen. Als müsse das Trio auch spielerisch erwachsen werden, gibt es nämlich in erster Linie eines: Action. Anspruchslose Action. Mit einem Zauberstab bewaffnet kämpft ihr euch durch dunkle Verliese innerhalb und unterhalb Hogwarts. Eure Gegner nennen sich Todesser und Horkruxe – keine Sorge, ihre Namen sind beileibe furchteinflößender als ihr Verhalten. Schnell stellt sich heraus, dass die Konfrontation immerzu identisch abläuft: Hermine, Ron und Harry gehen seelenruhig umher, bis einem von ihnen auffällt, dass da jemand Unerwünschtes kommt. Ist der per einfachem Anvisieren und Schießen neutralisiert, folgen ihm in der Regel einige Dutzend Zwillingsbrüder. Dazwischen dürft ihr euch ducken, euch mithilfe eines Knopfdruckes einen vorrübergehenden Schutzschild zaubern, nach vorne laufen und weiter schießen.

Die einzige Herausforderung besteht in dem Umstand, dass sich euer Fadenkreuz mit jedem Schuss vergrößert und ihr folglich ungenauer schießt. Demnach müsst ihr entweder von vornherein genau zielen oder verfeindete Personen nach einigen wenigen Treffen neu anvisieren. Ansonsten zeichnet sich das Gameplay leider insbesondere durch seine Eintönigkeit heraus: Die ähneln sich selbst so sehr wie es die verschiedenen Schauplätze tun. Seid ihr erst einmal irgendwo unterwegs, sieht bis zum Spielortwechsel alles irgendwie gleich aus. Um das und die monotonen Kämpfe zu kompensieren, dürft ihr viel öfter als gewünscht den Bodyguard einer eurer Kumpanen spielen. Plötzlich steht die bezaubernde Hermine, die sonst jedes Tor mit einem einfachen Zauberspruch öffnet, vor verschlossener Tür – während hinter ihr und euch die ersten unfreundlich gesinnten Truppen anmarschieren. Was müsst ihr tun? Eben das, was man in Videospielen schon vor zehn Jahren in solchen Situationen tun musste: Hermine beschützen und den Angriff zurückschlagen. Ist das angemessen? Will ich im Jahre 2011 so etwas noch sehen, geschweige denn spielen? Ist es eine Entschuldigung, dass es sich um ein Lizenzspiel handelt? Keineswegs, denn zumindest die ersten HP-Titel zeigen, dass so ein einfallsloser Blödsinn nicht notwendig ist. Ein kleiner Trost mag da sein, dass nach ca. 4 Stunden die Handlung beendet ist.

Fazit:
Ein Finale stelle ich mir in vielerlei Hinsicht anders vor: Da muss es krachen, scheppern, es muss ein Feuerwerk geben, an das ich mich gerne erinnere. Vor allem bei Harry Potter, dessen Ende für viele Fans den Abschluss der eigenen Kindheit bedeutet. Keine Frage: auf der Leinwand gelingt das scheinbar mühelos, »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2« als Videospiel versagt hingegen aufgrund einfallslosem Gameplay und geringer Spieldauer.

Wertung: 5,2/10

Kommentare (0)


Beitrag schreiben




Blogstatistik

GESAMT: 5.596 Beiträge
Jahr 2011: 1.026 Beiträge
Monat Juli: 99 Beiträge



Angemeldet bleiben?
Amazon Prime Unbegrenzter Seriengenuss