Hosted by World4YouDienstag, 13. November 2018 1 News 5 Filme 1 Staffel 4 Bilder 4 Poster 1 Update


Kritik: Insidious

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Regisseur James Wan, der vielen sicher durch seinen grandiosen ersten Teil der »Saw«-Reihe bekannt ist, ist aktuell mit dem Film »Insidious« in unseren Kinos vertreten. Der Film handelt von Josh und Renai Lambert, die mit ihren drei Kindern in ein neues Haus ziehen. Seltsame Geräusche, verschwundene Kartons und heruntergefallene Bücher deuten schnell darauf hin, dass es in dem neuen Haus spuken muss. Als dann ihr Sohn Dalton auf dem Dachboden stürzt und über Nacht ins Koma fällt, weiß die Schulmedizin keinen Rat. Renai ist sich jedoch nach den seltsamen Geräuschen im Babyphon sicher, dass es im Haus spuken muss. Doch weit gefehlt, denn selbst ein Umzug kann die unheimlichen Ereignisse nicht stoppen. Joshs Mutter bringt ihre alte Bekanntschaft Elise Reiner ins Spiel, eine Expertin für Paranormales. Sie ist die letzte Hoffnung der Familie…

»Insidious« kann ein wenig mit dem Film »Paranormal Activity« verglichen werden, mit dem großen Unterschied, dass Insidious nicht mit dem Speziellen „Hand-Cam-Stil“ gedreht wurde. James Wan schafft es, die Spannung über die komplette Laufzeit aufrecht zu erhalten, auch wenn die Geschichte mehr als Augenscheinlich ist. Bereits in den ersten Dialogen des Films finden sich Hinweise, die einem schnell vermuten lassen, was auf einen zukommen wird. Im Laufe der Spielzeit gibt es dann durchaus gruselige Bilder, Momente und Szenen, doch auf einen wahren Schockmoment warte ich leider noch immer. Mit klassischen Gruselsounds und gedimmten Licht wird zwar immer wieder auf solche Momente hingearbeitet, doch im Endeffekt bleiben sie dann leider aus.

James Wan bedient sich bei Insidious an allen bekannten Genre-Standards. Eine Familie mit Kindern, ein neues Haus, quietschende Türen, dumme Personen, die den Lichtschalter nicht finden, wenn sie auf Geistersuche sind … Einzige Ausnahme ist, wenn die zwei Geisterjäger auftauchen, die Elise Reiner begleiten, denn dann unterbricht der Film kurz seine Ernsthaftigkeit und lässt das Publikum sogar zwischendurch schmunzeln.

Fazit:
Es tut auf alle Fälle gut, endlich wieder einen Horrorfilm zu sehen, der nicht nur mit Tortur und nackten Akteuren glänzen möchte, sondern mit klassischen Horrorelementen und einem Regisseur, der bei fast jeder Einstellung auf das Unheimliche hinweist und damit die bedrohliche Situation aufrecht erhält. Schade fand ich nur, dass man sehr schnell hinter die ganze Geschichte kommt und dass der Film über keine großen Schockmomente verfügt.

6,5 von 10 Punkten

Kommentare (6)


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Tyrannosaurus Rex
01.08.11 - 16:20
Gerade Drag Me to Hell empfand ich als einer der schlechtesten Film der letzten 10 Jahren. Billige Schocks bei denen nur der Ton rasch hochgedreht wurde, peinliche Schauspieler, ein ekelhaft glatt geleckter Hollywoodlook... ein fürchterlicher Film der nur so viel lob bekommen hat weil man nach so langer Zeit wieder einen Horrorfilm von Sam Raimi sehen konnte, einem Regisseur, der es schon lange nicht mehr drauf hat.
Insidious war ein Film der mir wirklich Angst gemacht hat. Leider bin ich inzwischen so abgestumpft das mir Horrorfilme einfach keine Angst mehr machen, aber bei diesem war das ganz anders. Er war düster, er war psychologisch, er war der hammer! Die ganze Angst spielt sich zum größten Teil im Kopf des Zuschauers ab. Es wird gar nicht mal so viel gezeigt, was wirklich clever war. Die Schauspieler waren super, die Charaktere glaubwürdig... James Wan ist einer der besten Regisseure die wir heut zu Tage haben und wird immter untergebuttert das mal seinen Namen mit dem Saw-Franchise in Verbindung bringt. Dabei hat er nur den ersten gemacht, welcher im Gegensatz zu den Fortsetzungen ein Psycho-Thriller aller erster Klasse ist. Bei Insidious habe ich teilweise im Kino aufgeschrien was mir schon peinlich war. Ich bin dann immer ganz tief in meinem Kinosessel versunken . So einen Film wie diesen wird es lange nicht mehr geben. Der wirklich schockt, wirklichen Terror bietet, jenseit von Teenager-Mädchen Filmen wie The Grudge, Drag Me to Hell oder Dark Water. Für mich ein klarer 10 von 10 Punkte Film. Einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre!

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Kein Userbild
GASTBEITRAG
31.07.11 - 23:12
Ich finde der Film ist wirklich nicht sehenswert.
Die erste halbe Stunde war nich relativ spannend,doch am Ende wurde es sehr eintönig. Auch die \'Monster\' waren meiner Meinung nach nicht gruselig,sondern typische Gesichter,wie man sie auch jedem x beliebigem Horrorfilm kennt.
Vorallendingen hat mich das Ende sehr enttäuscht, da es so unwirklich und unwarscheinlich war, das die ganze Geschichte lächerlich erschien.

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eichi
25.07.11 - 10:31
die filme sind zwar nicht wirklich miteinander zu vergleichen, aber "drag me to hell" hat mir da um einiges besser gefallen.

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Filmfreak
25.07.11 - 10:28
Ja, kann ich natürlich verstehen, stehe darauf auch nicht so. Schade, dass der neue Film von James Wan dich nicht vom Hocker gerissen hat.

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eichi
25.07.11 - 10:26
ja, ich kann es nicht leiden, wenn eine geschichte zu durchsichtig präsentiert wird. wenn man nach dem dritten satz eines films bereits weiß, dass dieser "hinweis" noch wichtig werden wird, nimmt das doch ein wenig den reiz.
der film ist sicher nicht schlecht, aber vom hocker hat er mich nicht geworfen.

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Filmfreak
25.07.11 - 10:22
Ich nehme einmal an, dass der Film wg. den bei dir ausbleibenden Schockmomenten und man als Zuschauer schnell hinter die Geschichte steigt, deshalb diese etwas 'niedrige' Bewertung zu Stande kommt, oder?

Ansonsten gefällt mir das Review zu diesem Kinofilm von Dir sehr gut.

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