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Special-Review: NBA 2K12 (Multi)

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Letztes Jahr konnte man zum ersten Mal die einzigartige Profikarriere eines der größten Basketballlegenden der NBA nachspielen bei »2K11«. Die Rede ist natürlich von Michael Jordan himself. Dieses Jahr bringt „His Airness“ Verstärkung mit auf den Court. Ganze 15 Legenden des amerikanischen Basketballs lassen sich diesmal in den jeweiligen historischen Partien nachspielen. Dieses Feature ist jedoch nicht die einzige Neuerung bei »2K12« doch später mehr dazu.
Kann 2K Sports seinen sonnigen Platz am Basketballhimmel behaupten und haben die Entwickler ihre Hausaufgaben gemacht, oder folgt ein Absturz in die Mittelmäßigkeit dieser Spielreihe?
All das und noch vieles mehr, präsentieren wir euch nun in unserem Review zu diesem neuesten Basketballableger.

Zuerst einmal zu den diesjährigen Neuerungen bei dieser Basketballsimulation:

Die besten der NBA oder auch der Legenden-Modus genannt:
2K Sports hat sich in diesem Jahr ein ganz besonderes Schmankerl für die Freunde des Basketballspiels einfallen lassen. Hier hat man nun die Möglichkeit in geschichtsträchtigen Partien der Vergangenheit diverse Matches von insgesamt 15 Legenden nachzuspielen um diverse Teams dann z.B. für den Schnellspielmodus freizuschalten. Natürlich gibt es weitaus mehr Legenden dieser populären amerikanischen Sportart, doch einigten sich die Entwickler von 2K Sports erst einmal auf diese Anzahl. Unter den Legenden befinden sich so u.a. klangvolle Namen wie Wilt Chamberlain, Magic Johnson, Larry Bird, Kareem Abdul-Jabbar, Julius Erving und natürlich Michael Jordan. Alles Namen die den Sport des Basketballs für immer verändert und geprägt haben. Natürlich wurden die Teams in dem jeweiligen Jahrgang was den Spielerkader betriff komplett angepasst. Mit diesem Modus unternimmt der Spieler sogleich auch eine Zeitreise durch die NBA-Historie in Punkto Grafik und Präsentation, denn bei 2K arbeitete man hier mit sehr viel Liebe zum Detail und die ist geradezu beeindruckend. Egal ob es sich dabei um die Frisuren, Outfits (lange Strümpfe, kurze Hosen) die damaligen Hallenbeläge, die einzelnen unvergleichlichen Signature-Moves eines jeden Akteurs auf dem Court, oder das Fehlen der Drei-Punkte-Linie bis 1979 handelt, all das wurde berücksichtigt und versetzt den Spieler nahezu immer wieder in Erstaunen und offene Münder. Ja selbst in Sachen Grafik unternimmt man eine Zeitreise und so gibt es Games in denen ihr eure Spieler in Schwarz-Weiß über die Halle jagt, mit Elektrostatik und körnigem Bild. In den 70er Jahren kommt dann etwas Farbe in die jeweiligen Games, die Qualität ist natürlich nur mäßig besser. In den 80er und 90er Jahren tauchen dann die richtig grellen Farben und die Lettern in den damaligen großen Schriftzügen auf. So ist es eben möglich die Entwicklung dieser Basketballübertragungen nachvollziehen zu können. Geradezu ein Fest für die schon älteren Basketballfreunde unter uns. Mit den freigespielten Teams könnt ihr euch selbstverständlich mit den aktuellen messen und somit dürfte nun ein für alle Mal klargestellt sein, welches Team das Beste und welcher Spieler der Beste aller Zeiten ist, ihr ganz alleine habt das nun selbst in der Hand.

The Association Online:
Diesen Modus gab es schon im letztjährigen Game jedoch nur im Offline-Modus, diesmal lassen sich eure Geschicke auch online lenken. Ihr übernehmt die Leitung eines kompletten Teams und somit seid ihr Spieler, Trainer und Manager. Dabei kümmert ihr euch um die jeweilige Aufstellung eures Teams, führt Transfers durch und handelt Sponsorenverträge aus und wirft nebenbei noch die entscheidenden Körbe für euer Team.

Erstellung einer Legende:
In diesem Modus habt ihr die Fäden und Geschicke eines aktuellen NBA-Spielers in der Hand, dabei spielt es keine Rolle ob es sich hier um einen noch unbekannten Rookie handelt, oder schon um ein bekanntes und eingefleischtes Gesicht auf dem Basketballcourt. Ihr spielt von nun an die Karriere eines aktuellen NBA-Spielers weiter und führt diesen zu noch mehr Ruhm und Ehre und somit vielleicht sogar zu einer weiteren NBA-Meisterschaft mit dessen Team, oder ihr baut ein unbekanntes Gesicht langsam und behutsam auf und führt ihn sogar bis in die Hall of Fame der NBA. Alles ist somit möglich, dies entscheidet ihr ganz alleine mit eurer Leistung auf dem Platz. Viele Features wurden aus dem Mein Spieler-Modus hierfür übernommen, somit ist es z.B. möglich nur die Schlüsselspiele zu bestreiten und nicht eine ganze Saison, die wie wir alle wissen relativ lange andauert. Gerade für Spieler welche nicht so viel Zeit investieren können, kommt diese neue Funktion sehr entgegen, denn sie befinden sich je nach Auswahl des Spielers sofort im Geschehen und können sofort aus dem Vollen schöpfen, ohne seinen Spieler vorher noch lange aufzuleveln. Außerdem kann man für seinen Spieler weitere Vertragsverhandlungen führen, sein Geld für diverse Spielerfähigkeiten und Skills ausgeben, Dynamische Ziele während einer Saison bzw. eines einzelnen Spiels warten ebenfalls auf euch erfolgreich gemeistert zu werden. Möchte man diesen Modus in seiner ganzen Vielfalt genießen, so bietet er eine ungemeine lange und umfangreiche Spieltiefe, ebenso wie schon der kurz erwähnte Mein Spieler-Modus, der dieses Review bei weitem sprengen würde.

Trainingslager:
Dieses Feature ist diesjährig ebenfalls neu mit dem der Spieler die Möglichkeit erhält, die grundlegenden aber auch fortgeschrittenen Moves zu erlernen und zu verinnerlichen. Durchgeführt wird das Ganze in zwei Schritte:
Zunächst zeigt euch die KI in Form eines bekannten Mentors wie Larry Bird oder Michael Jordan den Move oder Spielzug wobei die jeweilige Tastenkombination und die Bewegung der Sticks angezeigt werden. Anschließend müsst ihr den Move selbständig erfolgreich ausführen, ein speziell entwickeltes Feedback-System erkennt dabei wo und wann ihr z.B. einen Fehler gemacht habt um diesen bei einem erneuten Versuch zu vermeiden. Hat man den Move einmal vergessen, überhaupt kein Problem, auf Knopfdruck zeigen einem die verschiedenen Legenden immer und immer wieder dieselbe Trainingseinheit. Das Trainingslager muss natürlich nicht am Stück gemeistert werden, ihr könnt nach Belieben zu einem späteren Zeitpunkt das Geschehen wieder fortsetzen, da wo ihr es zuletzt beendet habt. Außerdem könnt ihr einzelne Trainingssessions immer wieder durchlaufen, nachdem ihr das komplette Training erfolgreich beendet habt, solltet ihr einen Move einmal nicht mehr im Gedächtnis haben.

Dies sind die wichtigsten Neuerungen bei «2K12«. Natürlich darf auch bei dem diesjährigen Basketballfranchise der überzeugende Mein Spieler-Modus nicht fehlen. Ihr erstellt euch einfach euren komplexen eigenen Wunschspieler bei dem ihr das Aussehen, die Fähigkeiten und Attribute bis in das kleinste Detail vorgebt. Die Erstellung kann dann gut und gerne auch einmal zwei Stunden andauern, bis ihr eurem Spieler ein virtuelles Leben einhaucht. Danach geht es dann auch schon gleich in die Rookie-Präsentation bei der die größten Talente in einem Freundschaftsspiel gegeneinander antreten, vorbei also die Draft-Combine und die etwas öden Summer League-Spiele wie noch bei »2K11«. Das Abschneiden eures Spielers mit der gezeigten Leistung im Rookie-Game ist dabei von entscheidender Bedeutung, zu welchem Team euch der NBA-Draft führt, diese Tatsache ist jedoch nur ein Baustein, der sich noch aus den diversen Interviews vor dem Draft eures Spielers zusammensetzt. Nach dem Rookie-Game führt ihr mit den verschiedenen GM’s aus der Liga jeweilige Gespräche und beantwortet ihre Fragen. Je nachdem wie ihr dabei antwortet und euch die Scouts während des Spiels einschätzen, werdet ihr am Ende von eurem Wunschteam gedraftet oder eben auch nicht und so könnt ihr eine einzigartige komplette sehr umfangreiche NBA-Karriere eures Schützlings nachspielen, bei der ihr alleine entscheidet was ihr mit eurem Spieler erreichen werdet. Der Weg in den Basketballolymp ist ein lang und steinig und nur die Besten werden darin aufgenommen! Hast Du das Zeug dazu?

Schon »2K11« spielte sich schon wie eine waschechte Simulation und der neueste Spieleableger macht gerade dort weiter. Schon lange sind die Zeiten vorbei, indem man einfach nur durch die gegnerische Verteidigung arcademäßig durchrennt und den Ball in den Korb stopft. Bei »2K12« reagiert das zu verteidigende Team sehr intelligent beinahe schon erschreckend realistisch, das noch so jeden kleinen Fehler knallhart ausnützt, gerade in den höheren Schwierigkeitsmodi. Hier heißt es nun die Ruhe und Übersicht auf dem Feld zu bewahren um nicht einen unnötigen Turnover zu kassieren, der dann in einem spektakulären Dunk vom gegnerischen Team endet. Gerade dieser Aspekt kann aber auch sehr schnell in Frust für diverse Gelegenheitsspieler enden, bei dem das Pad dann auch einmal gegen die Wand vor Wut fliegt, denn mittlerweile ist es z.T. sehr schwierig bis unmöglich spektakuläre Pässe an seine Mitspieler in der Zone zu spielen, ohne das der Gegner den Ball dabei nicht abfängt, gerade in den höheren und noch mehr fordernden Schwierigkeitsmodi. Daher kann man jedem Neuling nur empfehlen zu Beginn den niedrigsten Schwierigkeitsgrad zu wählen, um seine Moves und Spielzüge erfolgreich abschließen zu können und sich mit dem ganzen Gameplay erst einmal auseinandersetzen zu können und dieses zu verinnerlichen. Ihr könnt natürlich auch mit den Einstellungen bei den Schiebereglern etwas spielen und diese ganz nach euren Bedürfnissen anpassen, so lässt sich für jeden Spielertyp der entsprechende Schwierigkeitsgrad problemlos einstellen.

Fazit:
2K Sports hat mit seinen Neuerungen wieder einmal alles richtig gemacht. Grafisch liegen hier die Veränderungen zu seinem Vorgänger mehr im Detail, die wohl nicht jedem gleich ins Auge stechen werden, vor allem wenn man den vorherigen Titel kennt und schon ausgiebig gespielt hat. Trotzdem bietet 2K Sports wieder einmal einen grafischen Leckerbissen auf höchstem Niveau an bei der die Spielerbewegungen und Gesichter nochmals überarbeitet und aufpoliert wurden, somit werden Neulinge aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Sehr gelungen ist auch die neue Spielerpräsentation, die in der Tat beinahe einer TV-Übertragung aus dem Fernseher gleicht. Mit Steve Kerr stößt ebenfalls ein ehemaliger NBA-Spieler zu dem schon bekannten Kommentatoren-Duo Kevin Harlan und Clark Kellogg dazu und so wirken die Kommentare der drei auf Englisch sehr erfrischend und abwechslungsreich. Verzichtet hat man dieses Jahr auf den Slam-Dunk-Contest und den 3-Points-Shootout-Wettbewerb.
»2K12« ist wieder einmal sehr umfangreich und wird den Spieler lange vor den Bildschirm fesseln, entscheidet man sich für diese Basketballsimulation, hat man für Jahre gesehen ein Spiel mit unglaublicher Spiel- und Detailtiefe. Auch 2011 bleibt 2K Sports mit diesem Titel somit weiterhin unangefochten an der Spitze des Basketballthrons und bekommt von mir für die Basketballfreunde eine uneingeschränkte Kaufempfehlung wie schon sein Vorgänger.

Wertung: 9/10 Punkten

Kommentare (2)


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Filmfreak
24.10.11 - 16:45
Danke schön, Jürgen.
Ja, das Spiel macht auf alle Fälle wahnsinnig viel Laune, vor allem wenn man die ersten Bälle trifft, man freut sich bei der Simulation i.d.T. wie ein kleines Kind über jeden Korberfolg. Unerfahrene Spieler sollten hier wirklich ganz unten beginnen sich einzuspielen und danach kann man ja die fordernden Schwierigkeitsgrade einstellen.
Sucht man eine geeignete Simulation dieser Sportart, so kommt man an diesem Titel einfach nicht vorbei. In Sachen Basketball sind die Games von 2K Sports ganz klare Referenz. Außerdem gönnte sich EA dieses Jahr erneut eine Pause seines Live-Basketballspiels.

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eichi
24.10.11 - 15:53
hört sich nach sehr viel spaß an.

durch die von dir erwähnten hohen anforderungen bei schwierigeren stufen dürfte das spielen beinahe die anstrengungen erreichen, als ob man selbst am basketball-feld stehen würde!
ich wäre dann wahrscheinlich - obwohl ich eigentlich recht gute nerven habe - bei den spielern, die ihrem gamepad ab und an einen freiflug gönnen.

schöne und ausführliche kritik, ruben!

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