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Special-Review: Tim & Struppi - Das Geheimnis der Einhorn (Multi)

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Ein geheimnisumwobenes Schiff, ein abenteuerlustiger Junge und ein aufgeweckter Hund: Das ist der Stoff, aus dem Erzählungen gemacht sind. Deshalb ist es auch Steven Spielberg, der »Die Abenteuer von Tim und Struppi - das Geheimnis der Einhorn« dieses Jahr auf die Leinwand bringt und bei dem gleichnamigen Spiel zum Film mitgearbeitet hat. Leider sieht man davon nicht besonders viel.

Zwischen 3D und 2D



Auf einem Markt lässt sich allerhand Gerümpel entdecken - und kleine Schätze, die vom Besitzer nicht (mehr) hinreichend wertgeschätzt werden. Tim wird von seinem Hund zu einem Verkäufer geführt, der ein Schiff loswerden möchte. Noch während die beiden über den Preis verhandeln, tritt allerdings ein Herr näher und bekundet sein Interesse an dem Stück - er würde den genannten Preis zahlen, ja, sogar Tim würde er die Einhorn, wie das Segler heißt, wieder abkaufen. Doch der Junge lehnt ab und verschwindet, kommt jedoch nicht weit, denn kurz nachdem er ein geheimnisvolles Pergament in seinem neuen Schiff gefunden hat, wird ihm beides abgenommen. Unfreiwillig, wohlgemerkt, vom ausgestochenen Interessenten, der mit der Einhorn verduftet. Zum Glück ist Struppi da! Der schneeweiße Hund nimmt sogleich die Fährte auf und führt uns zu einem Anwesen, in dem der Mann mit der Einhorn verschwunden sein soll. Was bleibt uns anderes übrig, als einen Weg nach drinnen zu finden, um zu sehen, was da vor sich geht?

Sowohl der Einstieg als auch der weitere Verlauf der Geschichte wirkt weniger auf ein erwachsenes als vielmehr auf ein kindliches Publikum abgestimmt: Überraschungen gibt es wenige bis gar keine, das Gameplay zeigt sich äußerst einfach gestrickt - teilweise erschreckend einfach. Dass sich das Menü beispielsweise nur per Tastatur bedienen lässt, wirkt nicht retro, das wirkt geradezu altbacken und bedürfe dringend einer Generalüberholung, wohlgleich die Bedienung der Maus generell eine Ausnahme in »Das Geheimnis der Einhorn« darstellt. Das ist insbesondere in den 3D-Spielmomenten problematisch, in dem wir Struppi bzw. Tim (und später andere Figuren) aus der Third-Person-Perspektive sehen, aufgrund der mangelnden Mausunterstützung jedoch die Kamera nicht selbst ausrichten können, sondern mit der steifen Voreinstellung vorlieb nehmen müssen - die meist alles andere als Vorteilhaft ist. Das Problem wird lediglich in der 2D-Sicht, die ein wenig an die alten Super-Mario-Teile erinnert, irrelevant: Da können wir uns mühelos mit WASD fortbewegen. Grafisch zeigt sich das Abenteuer ebenfalls recht simpel, in den Zwischensequenzen sind deutliche Kanten zu sehen, manche Textur ist unscharf, die Synchronisation hingegen ist in Ordnung. Zwar leidet die Handlung unter der Einfachheit ihrer Inszenierung, da es jedoch keine Pausen gibt, man nie das Gefühl hat, etwas sinnlos zu tun und man immer irgendwie gefordert wird, wird man trotzdem gut unterhalten.

Fazit:
Das gleichnamige Spiel zum Kinofilm »Die Abenteuer von Tim und Struppi - das Geheimnis der Einhorn« ist ein idealer Zeitvertreib für Zwischendurch, mehr Erwartungen darf an das Abenteuer jedoch nicht gestellt werden. Es ist in jeder Hinsicht simpel und praktisch gehalten, Überraschungen bleiben gänzlich aus, durch Kurzweiligkeit ist der Unterhaltungswert aber trotzdem in ausreichender Höhe gegeben.

Wertung: 5,4/10

Kommentare (1)


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RandyFisher
06.11.11 - 10:33
Also typischer Lizenztitel, würde ich gerade.

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