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Special-Review: CSI: Superpack (PC)

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Krimiserien sind im Fernsehen stets ein Erfolgsgarant - das war früher so, das ist jetzt so und wird vermutlich immer so sein. Der Spaß an der Tätersuche, das Mitfiebern mit den meist coolen Ermittlern, das Mitgefühl mit den Opfern - all das fesselt den Zuschauer an die Glotze und sollte ihn bereits vor Jahren auch an den PC locken. »CSI«, kurz für »Crime Scene Investigation«, dürfte inzwischen jedem ein Begriff sein und was wäre schöner, als den Serien-Cops zuzusehen? Richtig! Selbst auf Spurensuche zu gehen.

Mord oder Unfall?



Was ist bloß passiert? Das Hotelzimmer wirkt fahl und traurig, als würde es selbst Tränen um seine letzte Bewohnerin, die nun tot auf dem Bett liegt, vergießen. Die hübsche Blondine wurde offensichtlich stranguliert, hat Würgemale am Hals und ein Tuch um den Mund. War es Mord? Oder ist ihr Tod das Resultat eines schiefgegangenen Sexspielchens? Unser erster Tag beim CSI könnte angenehmer sein, zugegeben, doch die harsche Tutorial-Stimme im Hintergrund lenkt uns ab. Sie erklärt uns, was wir zu tun haben, wonach wir suchen müssen. Das Menü wirkt ein wenig unübersichtlich, altbacken, was jedoch nicht verwunderlich ist, denn jedes der vorliegenden Spiele ist zwischen 3 und 7 Jahren alt, aber das ändert nichts an unserer Leiche. Wir finden ein Haar auf dem Bett, Fingerabdrücke auf der Fernbedienung, die auf dem Boden liegt und zu dem Fernseher gehört, der unentwegt plappert, wie ein Kind, das im dunklen Wald ein Lied singt, um sich selbst zu beruhigen und die Angst zu vertreiben. Im Badezimmer finden wir Blutspuren am Waschbecken. Woher stammen sie wohl? Vor allem: Wem gehört das Blut? Hat der Hotelbesitzer, der nervös an der Türe steht, etwas mit der Frau zu tun? Die Befragung bringt uns nicht weiter. Er will uns Bullen schnell loswerden, wir seien schlecht fürs Geschäft, erklärt er, und eigentlich gibt es hier nichts mehr zu tun. Er gibt uns einen Zettel. Ein weiterer Anhaltspunkt in dem mysteriösen Fall. Wohin gehen wir als erstes? Dorthin? Ins Büro? Ins Labor?

Die Wahl fällt auf ein paar YouTube-Videos. Oder auf einen Film. Oder eine Serie. Nichts davon kann uns vom Ableben der Dame ablenken, aber zum Leidwesen der Spiele ist all das deutlich spannender als ebendiese. Im Grunde besteht unser Ermittler-Job darin, Beweise zu sammeln, Leute nach Informationen zu befragen, die gefundenen Sachen auszuwerten - was in der Regel nicht mehr als eine Klickorgie ist; ihr müsst überwiegend lediglich das richtige Werkzeug auswählen und damit arbeiten - und zu gucken, wer was warum getan haben könnte. Manchmal wird es tatsächlich etwas anstrengender und herausfordernder, etwa dann, wenn ihr mit einer Lupe nach Haaren suchen oder DNA-Proben vergleichen müsst. Nur die Spannung fehlt. Selbst die Verhöre von Verdächtigen sind so nervenaufreibend wie Meditationsmelodien, denn obschon ihr Fragen auswählen und stellen könnt, müsst ihr sie ohnehin alle stellen - und damit wird es irrelevant, was ihr tut. Lediglich technisch versierte Spieler, die ungemein viel Freude am Spurensuchen- und finden haben, kommen auf ihre Kosten: Bei jedem Tatort wird das Gameplay nämlich genau darauf reduziert. Ihr seid Ermittler - mehr nicht. Dementsprechend gibt es Belohnungen, wenn ihr euren Kollegen einen Gefallen tut (indem ihr für sie z.B. Insekten findet und sie ihnen übergebt) oder den Tatort genau untersucht und alles findet, was es zu finden gibt. Benötigt ihr Hilfe eures Partners, wird euch das im Abschlussbericht allerdings vorgeworfen.

Fazit:
Das »CSI Superpack« beinhaltet vier Spiele, die sich vom Spielprinzip kaum unterscheiden - der Spannungsfaktor ist durchgehend eher gering, der Fokus liegt deutlich auf der Spurensuche und der Analyse. Spaß können damit nur diejenigen unter euch haben, die bodenständige, flache Games suchen, die keine wirklichen Rätsel aufgeben, sondern nur von einer zur anderen Suchaufgabe führen.

Wertung: 3,8/10

Kommentare (2)


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RandyFisher
16.11.11 - 20:12
Die CSI-Games waren doch noch nie so der Brüller.

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Filmfreak
12.11.11 - 09:43
Scheint nicht wirklich der Bringer zu sein, das Spiel. Ein typisches Vermarktungsgame höchstwahrscheinlich.

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