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Special-Review: Assassins Creed: Revelations (Xbox 360/PS3/PC)

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Welcher Spieler morgens vor dem Spiegel steht und seine Falten zählt, der sollte wissen: Auch vor Videospielhelden macht das Alter keinen Halt. Bestes Beispiel: Ezio Auditore da Firenze, Assassine und Protagonist von Assassins Creed, ist in seinem neuesten Abenteuer am biologischen Höhepunkt seines Lebens angelangt. Ruhe findet der werte Herr dennoch nicht - und das obwohl er im letzten Teil seine Rachelust erfolgreich stillen konnte – und so sucht er nach den Geheimnissen um den Krieg zwischen den Templern und den Assassinen aufzudecken. Währenddessen kämpft sein Nachfahre Desmond im Koma um sein Leben …

Bewährtes Spielprinzip



… und scheint zu verlieren. An einen Animus angeschlossen, kann er – und somit freilich auch wir – seine Geschichte abermals durchleben. Im Prinzip ist es also das altbewährte Spielprinzip, mit dem Assassins Creed Relevations daherkommt und das nach wie vor blendend funktioniert. Unter der Voraussetzung jedenfalls, dass ihr euch mit seinen Eigenarten anfreunden kann. So war und ist das Kampfsystem gewöhnungsbedürftig, für meine Empfindung zu hektisch und unübersichtlich, kompensiert sich jedoch durch den Umstand, dass es nicht in erster Linie um unkontrollierte Gewaltexzesse geht. Dreh- und Angelpunkt sind gezielte Exekutionen, Tarnung, sind das Aufdecken von Geheimnissen und das Erkunden der Stadt. Selbstverständlich gehören da ebenso waghalsige Kletterpartien zur Tagesordnung, wobei die wahre Actionpartie in der persönlichen und ideellen Entwicklung der beiden Attentäter stattfindet. Während ihrer Odyssee zwischen Vergangenheit, Zukunft und der Animus-„Wirklichkeit“ lernen sie sich selbst besser kennen und werden mit ihren eigenen Ideologien konfrontiert, was dem Spiel eine ungemeine persönliche Note verleiht.

Das Drumherum ist allerdings auch nicht ohne: Ihr dürft über die Dächer Konstantinopels springen und an Häusern hochklettern, dürft und müsst Aufträge verbündeter Orden entgegennehmen und ausführen, euch um die Jugend kümmern und könnt euch an Wettstreits beteiligen, bei denen ihr zum Beispiel ein Boot einholen müsst. Das rundet die dramatisch erzählte Geschichte um die beiden Helden ab und lässt zudem von der Suche nach Schlüsseln, die die Erinnerungen Altairs freischalten, ablenken, falls ihr auf sie keine Lust haben solltet. Als ein kleines, und dennoch nicht zu unterschätzendes, Highlight erweist sich der Schauplatz, der in verschiedene Viertel unterteilt ist – darunter die Reichen- und Armengegenden – und dank zahlreicher unterschiedlicher Bürger stets lebendig sowie herausfordernd wirkt. Das kann gleichsam nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Grafikengine veraltet ist und der grafische Auftritt trotz aller Detailverliebtheit nicht auf dem neuesten Stand ist, obschon man das dem Spiel sicherlich verzeihen mag.

Fazit:
Assassins Creed: Relevelations überrascht in seiner Aufmachung kaum, ist es doch das alt bekannte Gameplay, mit dem es daherkommt. Ähnliches lässt sich über den technischen Zustand sagen, wobei weder das Eine noch das Andere das Todesurteil des Spieles ist. Das neue AC funktioniert genauso gut wie die vorangegangenen Teile, ist spannend und kurzweilig erzählt und trotz der ein oder anderen Schwäche sicherlich einen Blick wert.

Wertung: 8,2/10

Kommentare (3)


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Filmfreak
19.04.12 - 06:54
Genau das wollte ich lesen, Rene.
Hab dank für deine Einschätzung dazu!

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RandyFisher
19.04.12 - 00:41
Spielt sich genauso, wie seine Vorgänger. Da kannst du also wirklich nichts verkehrt machen.

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Filmfreak
20.01.12 - 07:41
Werde mir das Game bei einem günstigen Preis wohl zulegen, da ich schon die ersten beiden Teile habe um so meine Spielesammlung mit diesem Teil zu komplettieren.
Bei einem Kauf kann man hierbei wohl nicht viel verkehrt machen?

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