Hosted by World4YouMittwoch, 14. November 2018


Special-Review: Grand Slam Tennis 2 (PS3/Xbox 360)

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Jetzt ist es also wieder soweit und EA Sports lässt uns den gelben Filzball auf den Centre Courts dieser Welt nachjagen. Mit Grand Slam Tennis 2 schaffte es ein weiteres Tennisspiel auf eine der beiden bekannten Konsolen (PS3/Xbox 360). Aber kann es auch die Konkurrenz in die Schranken weisen und werden wahre Tennisfreunde ihren Gefallen daran finden?

Neben dem Schnellspiel bei dem man gleich in die Haut eines bekannten Tennisstars entweder aus der Vergangenheit oder aus der Gegenwart auswählen kann, sind die interessantesten neuen Features mit Sicherheit die 10-jährige andauernde Tenniskarriere oder die ESPN Grand Slam-Klassiker Matches. Beide Spielvarianten bieten so ihren ganz persönlichen Reiz unter den Tennisfreunden.
Während man bei den Grand Slam-Klassikern die Möglichkeit hat, aus einer großen Anzahl von nachgestellten legendären Tennisszenarien aus der Vergangenheit und Neuzeit zu wählen und entweder die Tennisgeschichte zu verändern, oder bei dem üblich bekannten Ausgang zu belassen. Erstellt man im Karrieremodus somit von Kopf bis Fuß seinen ganz persönlichen Tennisliebling ganz nach seinem Gusto in punkto Aussehen und natürlich seine eigenen Wunschvorstellungen von einem idealen Tennisspieler, dabei kann man sich z.B. für einen Serve-and-Volley-, oder einen defensiven- wie auch offensiven Grundlinienspieler entscheiden und ihn in den jeweiligen Attributen verbessern. Bei dieser Spielvariante gilt es dann, sich in der Welt des Tennissports in der Rangliste nach vorne zu arbeiten um dann möglichst weit bei den vier bekannten Grand Slam Turnieren (Australian Open, French Open, Wimbledon Championships und U.S. Open) zu kommen oder diese gar zu gewinnen. Natürlich gibt es noch eine Anzahl anderer kleinerer Turniere, an denen man ebenfalls die Möglichkeit hat daran teilzunehmen, doch das Hauptaugenmerk gilt ganz klar den vier großen Tennisturnieren. Ja, ihr habt richtig gelesen, EA Sports sicherte sich u.a. die exklusiven Rechte damit das originale Wimbledonturnier endlich einmal in einem Videospiel vorhanden ist – sehr schön!

Der Schwierigkeitsgrad verändert sich in diesem Modus im Laufe der Zeit automatisch und steigt von Jahr zu Jahr stetig an. Die ersten beiden Jahre sind daher selbst für die ungeübten Tennis-Konsoleros überhaupt kein Problem, man schickt nahezu jeden Gegner mit einer Niederlage nach Hause und gewinnt erschreckend einfach seine Turniere ganz im Stile eines Arcadegames. Ab dem 3. Profijahr schaut die Sache dann schon ganz anders aus. Man ist gezwungen nun auch taktisch zu spielen, der Gegner erläuft die Bälle wesentliche schneller und effizienter und schlägt schon hier sehr harte Returns, spätestens ab diesem Jahr wird man ernsthafte Probleme auf dem Court bekommen, wenn man seinen Gegner und dessen Spielweise nicht ernst nimmt. So steigert sich das Game in eine beinahe tolle Tennissimulation. In den anderen Spielmodi lässt sich der Schwierigkeitsgrad wahlweise an die eigenen Fähigkeiten und Herausforderungen in vier Varianten anpassen.
Einen weiteren Anreiz im Karrieremodus bieten u.a. diverse Belohnungen in Form von Punkten wenn man beispielsweise diverse Spiel-, Jahres-, oder auch Karriereaufgaben geschafft hat, damit könnt ihr dann erneut euren Spieler verbessern, indem ihr ihn im Tennis-Shop mit besseren Schlägern oder Schuhen ausstattet, wobei sich dann wieder jeweilige Attribute des eigenen Mannes verbessern.

Ihr wolltet schon immer einmal mit Boris Becker, Michael, Stich, Pete Sampras, Martina Navrátilová, Stefan Edberg, Roger Federer, Rafael Nadal oder auch ganz exklusiv mit dem siebzehnmaligen Grand Slam Turniersieger John McEnroe die Plätze des Tennisolymp erklimmen? Kein Problem! EA packte in dieses Game mehr als 20 der größten Tennisspieler die einen Platz je betreten haben aus der Vergangenheit und Gegenwart und bietet euch eine beispiellose Anzahl bekannter Tennisstars aus der ganzen Welt. Dieses Feeling dürft ihr dann in den von mir schon angesprochenen ESPN Grand Slam Klassiker-Matches noch einmal erleben bei denen man auch wieder interessante Extras freischalten kann.

Grafisch muss sich EA vor der Konkurrenz nicht verstecken, die Spielermodelle sehen den realen Legenden und Tennisspielern sehr ähnlich. Selbst die Spielstile, das Verhalten und die jeweiligen einzigartigen Schläge der großen Stars werden bis in das kleinste Detail simuliert. Die jeweiligen Tennisarenen bzw. die Center Courts und auch ihre Nebenplätze sehen den Originalen sehr ähnlich. In Wimbledon auf Rasen beispielsweise staubt es sehr oft wenn der Ball den Boden berührt, auch auf solche Details wurde geachtet. Was mir außerdem noch sehr gefallen hat war die Zeitlupenfunktion, hier hat man während dem aktuellen Spielgeschehen nach einem Ballwechsel auf Knopfdruck optional die Möglichkeit sich den erspielten Punkt nochmals anzusehen oder eben nicht. So bekommt man nicht nach jedem Ballwechsel diese Funktion präsentiert oder muss diese gar abschalten in den Optionen. Grafisch ist diese Replayfunktion eine wahre Augenweide.

Was man jedoch weiterhin vermisst ist z.B. das Zuwerfen des Tennisballs von den Balljungen an die Tenniscracks, oder auch das die Balljungen am Netz ihre Position während dem Spiel wechseln, so wie man dies aus einer realen Tennisbegegnung eben kennt. Auch wünscht man sich dass es beispielsweise dynamische Wetterwechsel während der Spiele gibt, gerade wenn man an das prestigeträchtige Turnier in Wimbledon denkt, das Spiel dann eben unterbrochen wird und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden kann.

Kommen wir zu einer weiteren wichtigen Neuerung: Der Total Racket Control-Spielersteuerung
Auch in diesem Bereich hat sich einiges getan. Wahlweise hat man hier die Möglichkeit mit den beiden Sticks des Controllers zu agieren, mit dem linken Stick bewegt man seinen Spieler über den Platz und mit dem rechten spielt man dann je nach Situation und Stickbewegung entweder einen Slice, Topspin oder eben den ganz normalen Return, diese neue Spielsteuerung wurde bei den Aufschlägen ebenso übernommen. Es soll sich hier um eine intuitive und gute Spielsteuerung handeln. Dies trifft wohl nur zu wenn man diese zu Beginn übt, übt und nochmals übt. Hier ist eine ordentliche Portion Trainingsfleiß gefragt, da sich die Erfolge sonst auf dem Tennisplatz und auf den höheren Schwierigkeitsgraden wohl so schnell nicht einstellen werden.
Die zweite alternative und auch wesentlich einfachere Steuerungsmöglichkeit hat man mit dem linken Stick (Spielerbewegung) und den Tasten Kreis, Dreieck, Viereck, X, L2 und R2. Diese Steuerung geht wesentlich schneller von der Hand und auch der Erfolg auf dem Platz stellt sich deutlich früher ein. Außerdem hat man jederzeit die Möglichkeit den Besuch der Tennisschule, indem man die vorgesetzten Aufgaben dort bewältigt und somit die Steuerung besser kennenlernt. Dort gibt es keinen menschlichen Gegenspieler, sondern nur die Ballmaschine und die zu treffenden Felder. Alternativ hat man dann noch die Wahl auf den Tennisplatz zu gehen und dort eben frei gegen einen Gegenspieler sein Repertoire zu verbessern.

Fazit:
Ganz auf den Tennisthron reicht es dann leider doch nicht, da ist die Konkurrenz (Top Spin 4) doch noch einen Ticken voraus in Sachen Realismus bzw. Simulationstennis, aber EA klopft mit diesem Titel schon einmal kräftig an die Tür von Top Spin 4 und zeigt aufgrund der originalen Wimbledonlizenz sowie der einzigarten Vielfalt an Tennislegenden, warum mit ihnen in Zukunft weiterhin zu rechnen ist!
Hat man noch kein Tennisspiel auf einer der beiden Konsolen, so macht man mit der Anschaffung dieses Titels keinen Fehler. In Sachen Grafik, Gameplay und auch Spielspaß steht es bei mir ganz klar auf dem 2. Platz mit Kurs auf den Tennisolymp! Die Konkurrenz sollte somit gewarnt sein.

Wertung: 8,0/10 Punkten

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