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Special-Review: Metal Gear Solid HD Collection (Xbox 360/PS3)

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„Man, bin ich müde! Habe die ganze Nacht Metal Gear Solid gezockt.“
Das waren noch Zeiten! Als wir Nächte verloren, um in der Haut von Snake unterschiedliche Länder zu bereisen und der dort zumeist militärische Aufgaben möglichst unentdeckt zu lösen hatte. Mehr als 10 Jahre sind vergangen, seit wir seine Abenteuer das erste Mal auf der Playstation spielen konnten und nun finden sie endlich ihren Weg auf die Next-Gen-Konsolen. Doch bei aller Freude: Kann das gutgehen? Lässt sich das alte Spielgefühl wirklich auf PS3 und Xbox 360 übertragen?

Unentdeckt bleiben!

Selbstverständlich merkt man den insgesamt fünf Titeln, die in der HD Collection von Konami enthalten sind, ihr ursprüngliches Alter an – und das ist gut so! Die Steuerung ist im Vergleich zu aktuellen Produktionen gewöhnungsbedürftig (vor allem was die Kameraperspektiven angeht) und auch grafisch zeigen sich Falten, wobei die Qualität durch eine sichtbare technische Aufarbeitung zeitgemäßer und besser geworden ist, als sie es noch auf der PS war. Summa summarum ist von Beginn an das alte MGS-Feeling da: Erinnerungen kommen hoch, als wir uns unter dem ersten Karton verstecken und über ein schlecht beleuchtetes, aber bewachtes Gelände bewegen, das ohrenschmerzende Geräusch, das ertönt, sobald wir entdeckt wurden, klingt wie ein Symphonieorchester und alsbald wir die Geduld verlieren und wider unseres Ethos zu schießen beginnen, da… hach, da geht einem das Herz auf. Da kann man auch darüber hinwegsehen, dass beim Ballern zu treffen zumeist aufgrund der unübersichtlichen Kameraeinstellung eher dem Zufallsprinzip gleicht. Und eigentlich geht es ja gar nicht darum – im Gegenteil. Die Waffe ist in MGS nie euer bester Freund und am weitesten kommt ihr, indem ihr mit Verstand arbeitet und Wege sucht, die euch an den Wachen und Sicherheitskameras vorbeiführen.

Die sind selten offensichtlich. Kleinere Gimmicks machen euch das Leben allerdings leichter, z.B. werden Laser sichtbar, indem Snake gemütlich eine Zigarette raucht, wodurch ihr sie ausschalten und somit Pfade benutzen könnt, die eigentlich unbrauchbar für euch sind. MGS hat mit solchen Spielereien seinerzeit das Stealth-Action-Genre quasi miterfunden und war mit seiner Machart ein Novum. Die Geschichte, die hier erzählt wird, war und ist zudem tiefgründig und weitläufig: Snake, ein ehemaliger Specialagent, wird von der US-Regierung in ein Nuklearwaffenendlager entsendet, das von einer Gruppierung namens Foxhound übernommen wurde und die nun die Vereinigten Staaten erpresst. Ihr Oberhaupt ist Liquid Snake, der Zwillingsbruder des Protagonisten. Letzterer muss seinen eigenen Bruder zur Strecke bringen, um Schlimmeres zu verhindern. So ist MGS mitnichten ein reiner Schleich-Shooter, es geht um Familie, Brüderlichkeit und um innere Kämpfe. Großes Kino!

Fazit:
Ganz gleich, wie viele Jahre MGS schon auf dem Buckel hat – die Spielreihe ist und wird immer einen Blick wert sein! Konami hat es zum Glück geschafft, die Geschichten um Snake mit demselben Spielgefühl wie einst auf die neuen Konsolen zu verfrachten und verdient sich daher ein Lob. Und Snake eine klare Kaufempfehlung.

Wertung: 8/10

Kommentare (2)


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Seth0487
15.03.12 - 11:21
Konnte da leider nie viel mit anfangen. "Silent Hill" war da schon sehr viel eher was für mich.

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Filmfreak
15.03.12 - 09:39
Kann dein Review dazu nur unterstreichen! :P
Auch mir macht die Spielereihe sehr viel Spaß auf der PS3!

Ist allemal einen Kauf wert, wer auf sehr gute Stealth-Action steht!

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