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Special-Review: Kingdoms Of Amalur: Reckoning (Multi)

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Von den Verstorbenen auferstehen? Kennt man doch sonst nur aus der Religionsgeschichte! Hugues, ein gnomischer Wissenschaftler, arbeitet daran, dass sich das ändert. Leider ist es ihm bislang nicht gelungen, Tote wieder zum Leben zu erwecken und so landen Leichenberge im Krematorium. Auch eure sterblichen Überreste werden beinahe verbrannt - doch in letzter Sekunde gelingt sein Experiment und ihr kehrt zu den Lebenden zurück. Manche von ihnen werden schnell zu euren Feinden, denn von euch hängt die Zukunft ab ...

Kriegsakt

Wie Skyrim? Wie World of Warcraft? Wie Dragon Age? Nein, solchen Vergleichen sollte tunlichst aus dem Weg gegangen werden, denn KoA ist einerseits ein eigenständiges Action-Rollenspiel, andererseits ist zumindest mit den Geschichten aus Himmelsrand generell schwer zu konkurrieren. Trotzdem sind sie da, die Menschlein, die nach Gemeinsamkeiten suchen und enttäuscht sind, wenn sie nur wenige finden. Dennoch gibt es einige: Grafisch lassen sich durchaus Parallelen zu WoW entdecken und spielerisch erinnern einzelne Parts an DA. Und das ist ganz und gar nicht schlimm! Denn die bunte Welt, in die uns Kingdoms of Amalur entführt, kompensiert die dunkle Geschichte, die darin stattfindet, ohne über ihre Ernsthaftigkeit hinwegzutäuschen. Ihr seid natürlich nicht völlig grundlos von den Toten auferstanden - schnell wird klar, dass ihr das Schicksal Amalurs in der Hand habt. Einem Fleck, der von Kriegen beherrscht wird, auf dem sich Allianzen bekämpfen, auf dem gelebt, verstorben und getötet wird.

Und Aufgaben gelöst werden müssen. In klassischen Quests rennt ihr von einem Punkt zum anderen und erledigt euren Job, beispielsweise besorgt ihr Objekte und transportiert sie. Was am Anfang noch abewechslungsreich erscheint, fällt dessen Generierung nach einer Weile zum Opfer. Wesentlich mehr Spaß bereitet da das Erkunden der Handlung und Amalurs selbst, das mithilfe kleiner, in der Regel mit Musik unterlegter Videos erfolgt sowie durch das Lesen von Büchern und Texten, die ihr auf euren Pfaden findet. Zudem steht es euch vollkommen frei, was ihr werden möchtet! Ihr könnt ein Dieb sein, ein Magier, ein Kämpfer oder eine Kombination aus allem, wobei eine richtungsorientierte Spezialisierung sicher nicht verkehrt ist. Aufgewertet wird euer frei gestsaltbarer Charakter indes allein durch das Spiel, d.h. ihr sammelt durch Kämpfe Erfahrungspunkte und könnt diese zur Verbesserung eurer Eigenschaften anwenden. Das Kampfsystem erinnert stark an Hack 'n Slay, ist ein wenig einfach gehalten, aber in sich sehr zügig und dadurch kurzweilig. Passt!

Fazit:
Alles in einem erweist sich Kingdoms of Amalur: Reckoning als ausgewogenes Action-Rollenspiel, das sicherlich nicht allzu viel Neues bietet, altbewährtes aber sehr gut miteinander kombiniert und umsetzt. Die Quests könnten abwechslungsreicher sein, die Kämpfe ein wenig komplexer - dennoch: Wer auf der Suche nach einem kurzweiligen Abenteuer ist, auf bunte Grafik steht und RPGs mag, sollte sich diesen Titel nicht entgehen lassen.

Wertung: 7,7/10

Kommentare (1)


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Filmfreak
04.04.12 - 10:47
Ich habe die Demo dazu gespielt und mein Fall ist es leider nicht. Aber ansonsten stimme ich dir in deinen genannten Punkten vollkommen überein (schon die Demo machte dies sehr deutlich).

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