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Special-Review: Battleship (Xbox 360/PS3)

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Wie spannend kann Schiffe-Versenken schon sein? In etwa so nervenaufreibend wie die wiederkehrenden Frauenwitze eines Mario Barth oder das Zählen der Auskerbungen einer Rauhfasertapete. Dennoch spielt momentan ein Battleship mit Liam Nesson und Rihanna in den Kinos, der sich um ebendieses Schlachtspiel dreht. Da darf eine Game-Adaption natürlich nicht fehlen!

Er mag es krachen lassen

Nun gut: Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Keine Sau würde Eintritt bezahlen, um einer Sängerin und einem Schauspieler beim Schiffe-Versenken zuzusehen. Neben dem Spielchen selbst warten deshalb Aliens, reichlich Knarren und ein bisschen nackte Haut darauf, vom Publikum erblickt zu werden. Freilich haben diese Elemente ebenfalls Einzug in das Game gehalten, wobei sie weder Garantien für Spielspaß noch Qualität sind. Unser Protagonist heißt Mathis, ist ein relativ schweigsamer Sprengstoffexperte und mag es gerne krachen lassen. Die Story ist irgendwie wurscht, wir müssen nur wissen, dass sich böse Aliens auf See befinden und die Menschheit bedrohen. Gemäß seines Berufes können, sollen und müssen wir Funksender der Feinde sprengen, können uns Wege freibomben und ansonsten mit Maschinengewehren und Pistolen hantieren.

Die Überraschung: Das Schiffe-Versenken-Elemente macht wesentlich mehr Spaß als das stupide Ballern. Mathis kann nämlich auf die sich im Umfeld befindenden Schiffe zurückgreifen und sie auf einer Oberfläche, die tatsächlich an das Gesellschaftsspiel erinnert, befehligen. Hat er dies getan, agieren sie selbstständig, so dass wir nur noch zusehen müssen. Darüber hinaus lassen die Aliens immer mal wieder Joker fallen, mithilfe derer wir z.B. unsere Schiffchen reparieren oder selbst manövrieren können. Tatsächlich wertet das das ansonsten monotone bis langweilige Gameplay auf, das bedingt durch die mangelnde Intelligenz unserer Kontrahenten nicht besonders herausfordernd ist und so gut wie keine Spieltiefe bietet. Technisch ist Battleship überdies gnadenlos veraltet, wir sehen uns mit unscharfen Texturen und unnötigen Popups konfrontiert. Das geht auch besser!

Fazit:
Vorsicht: Filmadaption! Leider wirkt Battleship über weite Strecken wie ein lieblos hingeklatschtes Spiel zum Film, nicht so, als sei es ernst gemeint. Als Shooter eher durchwachsen, kann er in der Tat mit einer modernen Variante des Schiffe-Versenkens punkten. Zocken muss man das dennoch nicht.

Wertung: 61%

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