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Special-Review: Silent Hill - HD-Collection (Xbox 360/PS3)

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Sage und schreibe 11 Jahre sind verstrichen, seit der zweite Teil der erfolgreichen Silent Hill-Serie auf der PS, der Xbox und dem PC erschien. Da die Konsolen längst ausgemustert worden sind, ist es höchste Eisenbahn, jenen Titel gemeinsam mit seinem Nachfolger im HD-Format auf die Next-Gen-Geräte zu bringen. Konami tat ebendies bereits mit Metal Gear Solid und geht selbigen Schritt nun mit den Horror-Adventures. Doch: Was heißt HD wirklich?

Klassiker soll Klassiker bleiben

Wir kennen die Geschichten um Silent Hill und seinen Protagonisten: James Sunderland verliert seine Frau und fällt in schwere Depressionen. Als er diese überwunden zu haben scheint, erhält er einen vermeintlichen Brief seiner verstorben geglaubten Gattin, die ihn angeblich in Silent Hill erwartet. Freilich macht er sich auf in die Kleinstadt, um sie zu suchen, stößt hierbei aber auf Monster und allerhand Angsteinflößendes. Im nachfolgenden dritten Teil der SH-Reihe ist Heather Mason die Protagonistin, die auf ihrer Flucht vor einem Detektiv auf Monster trifft und ihre eigene Horrorgeschichte durchlebt. Die mittlerweile 11 bzw. 9 Jahre alten Spiele lebten damals wie heute vor allem durch ihre atmosphärische Dichte, durch klassische Methoden, den Spieler das Fürchten zu lehren: Sei es Nebel, der die Sicht versperrt, seien es Kameraperspektiven, die bewusst das Wesentliche verdecken und so den Schrecken vergrößern, wenn in der schwer einsehbaren Ecke ein gewisses „Etwas“ lauert, das so ganz und gar nicht freundlich gesinnt ist.

Der Neuauflage mangelt es leider oftmals an der Atmosphäre. Obwohl beispielsweise Nebel in SH 2 elementar ist, ist er in der HD-Collection kaum mehr vorhanden. Auch der hochgelobte Originalsoundtrack von Akira Yamaoka musste aufgrund rechtlicher Schwierigkeiten neuen Musikstücken weichen, wobei man hier gewiss eine Auge zudrücken kann. Weitaus ärgerlicher und geradezu unverzeihbar aber, dass High Definition-Collection nichts mit High Definition zu tun hat. Lediglich einige Texturen wurden verbessert, insgesamt sehen die Spiele grafisch jedoch so aus, als hätte man sie lediglich ins 16:9 Format gebracht. Ecken und Kanten, teilweise ein wenig unscharf. Furchtbar auch die Kameraperspektive, da absolut nicht steuerbar – sie wechselt von selbst und erlaubt euch daher nur einen Blick dorthin, wo ihr etwas sehen müsst. Sicherlich ist das eines der SH-Stilmittel, allerdings wirkt das Gameplay dadurch nicht nur nicht zeitgemäß, sondern auch sehr linear und stoisch – zumal sich die Hauptfiguren nur schwer steuern lassen.

Fazit:
Wer kann und ein Fan der Klassiker ist, sollte ebenjene auf den alten Konsolen weiterhin zocken. Die Adaptionen des ersten und zweiten Teils auf die Next-Gen-Konsolen ist nur mäßig geglückt und entspricht eben doch nicht den „Originalen“ in einem neuen technischen Outfit. Der Soundtrack ist ein wenig anders, ein paar Details sind quasi weggelassen worden und grafisch haut die HD-Collection auch nicht rein.

Wertung: 48%

Kommentare (1)


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Seth0487
26.05.12 - 23:15
Schade für Fans würde ich sagen. Ich liebe nach wie vor diese Reihe. Vorallem Teil 1. Da ich aber keine X360 oder PS2 besitze, ist diese Collection für mich eher wenig (wie mir scheint zu meinem Vorteil) interessant.
Allerdings bringt mich diese Review doch auf die Idee, meine alte PS2 auszupacken und das noch ältere "Silent Hill" für die PS1 mal wieder zu spielen.
Insofern, hatte diese Review einer Enttäuschung, die mir übrigens gut gefällt, auch was Gutes.

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