Mark Liebold ("Spec Ops: The Line") im Interview mit FE

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Nur noch Tage. Wochen. Bis wir in seelische Abgründe blicken dürfen. Blicken müssen. Dubai wird ab dem 29. Juni vom Chaos beherrscht. Von einem Sandsturm verwüstet, ist die Metropole nicht mehr das, was sie einst war. Nicht mehr der von Reichtum und Luxus sprießende Ort, in dem Sorgen keinen Platz zu haben scheinen. Viele Menschen sind gestorben. Wenige haben überlebt. Die US-Armee entsendet eine Eliteeinheit, die nach ihnen suchen soll, doch sie geht selbst verloren. Die U.S. Delta Force Aufklärungseinheit besteht aus Captain Walker, in dessen Haut wir schlüpfen, und zwei weiteren Soldaten, die ein mysteriöses Signal aufzuspüren versuchen und dabei in einen Kampf ums Überleben verstrickt werden.

Das Berliner Entwicklerstudio Yager verspricht mit Spec Ops: The Line einen innovativen Shooter, in dem mehr als nur geschossen wird - einen Actiontitel, der eine Geschichte erzählt, die es vorher nicht gab und die so erzählt wird, wie noch nie erzählt wurde.

filmempfehlung.com hat Mark Liebold, Associate Producer von Spec Ops: The Line, zu dem Spiel befragt:

FE: Welche Grafikengine wird verwendet und dürfen wir auf uns auf ähnliche Grafikprachten freuen wie bei anderen 2K-Games-Titeln aus der Vergangenheit?

Mark Liebold: Für die Entwicklung von Spec Ops: The Line verwenden wir die Unreal Engine 3. Die Epic-Engine bietet bereits eine sehr gute Grundlage für erstklassige Grafik. Damit Spec Ops: The Line auf visueller Seite noch mehr bieten kann, haben wir sie für unsere spezifischen Zwecke angepasst und optimiert.

FE: Wie entstand die Idee, einen solchen Titel zu entwickeln?

Mark Liebold: Die beiden Basiskomponenten der Spielidee waren von Anfang an „Dubai“ und „Action Shooter“. Aus diesen hat sich quasi alles weitere Schritt für Schritt entwickelt, von den Sandstürmen, die die Stadt verwüstet haben, über die anspruchsvolle Story, die Spec Ops: The Line erzählt, bis hin zu einzelnen Gameplay Features. Sämtlichen Elemente wurden von dem Yager-Team in einem sehr offenen, engen und organischen Prozess zusammen mit 2K Games entwickelt.

FE: Mit wie vielen Stunden Spielzeit dürfen Spieler rechnen?

Mark Liebold: Das hängt von der Erfahrung des Spielers und dem gewählten Schwierigkeitsgrad ab. Wenn man sich selbst weder über- oder unterfordert, wird Walkers Reise ins dunkle Herz von Dubai 8-10 Stunden dauern.

FE: Wird es notwendig sein, taktisch vorzugehen oder legt ihr den Wert vor allem auf Action und Handlung?

Mark Liebold: Die Handlung von Spec Ops: The Line ist eine der tragenden Säulen des Spiels. Deswegen kommt Action und damit das Gameplay aber nicht zu kurz, schließlich ist es ein Spiel und soll gerade auch deswegen unterhalten. Ob man nun in den Kämpfen eher taktisch vorgeht oder lieber die weniger subtile Brechstangen-Strategie anwendet, bleibt ganz dem Spieler überlassen. Frontalangriffe sind ebenso möglich, wie sich Deckung für Deckung vorzuarbeiten oder über die Flanke zu attackieren. In manchen Situationen sollte man überlegen, ob man nicht lieber den Schalldämpfer aufschraubt und seine Feinde unbemerkt ausschaltet. Eine genaues Schema, das vorgibt wie man die Kämpfe bestreiten muss, gibt Spec Ops: The Line nicht vor.

FE: Wie sehr konntet ihr bei der Waffenauswahl und deren Bedienung auf Realismus Rücksicht nehmen?

Mark Liebold: Alle Waffen in Spec Ops: The Line basieren auf real existierenden Schusswaffen und Granaten. Um möglichst viel Abwechslung im Gameplay zu bieten unterscheiden sich alle Waffen durch ihre Basischarakteristika (Schaden, Schussfrequenz, Rückstoß, Streuung, etc.) sowie Sekundärfeuer- bzw. Ausrüstungsoptionen (Unterlauf-Granatwerfer, Zielfernrohr, Einzel/Salvenschuss-Modus, etc.). Authentizität ist in Spec Ops: The Line sehr wichtig. Daher hatten wir bei der Entwicklung auch einen militärischen Berater, einen ehemaligen Special-Forces-Soldaten, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand.

FE: Man operiert ja mit einem Team. Sind die Teamkameraden in der Lage, eigenständige Entscheidungen zu treffen oder agieren sie auf Anweisung des Spielers?

Mark Liebold: Beides. Lugo und Adams, eure Teamkameraden, sind Delta-Operators, Profis, die wissen, was zu tun ist. Daher agieren sind eigenständig – d.h. sie nehmen aktiv am Kampf Teil und unterstützen den Spieler. Wenn man will, und das kann durchaus einen taktischen Vorteil bringen, kann man ihnen aber auch gezielte Befehle erteilen, die sie dann entsprechend ausführen. Letztendlich bleibt es dem Spieler und seinem bevorzugten Spielstil überlassen, wie stark er die beiden in Anspruch nehmen möchte.

FE: Der Shooter spielt sich in Dubai ab. Was war der Anreiz dafür, Dubai als Schauplatz zu wählen?

Mark Liebold: Dubai ist eine einzigartige Stadt. Dort gibt es architektonische Wunder und Absonderlichkeiten zugleich, wie etwa gekühlte Sandstrände, Skihallen oder künstliche geschaffene Inseln. Die Stadt ist ein Synonym für Opulenz und Luxus. An sich dürfte dieses, von Menschenhand erschaffene Utopia gar nicht existieren. Darin liegt der grundlegende Reiz an Dubai. Das war uns aber nicht genug. Daher haben wir die Stadt noch durch Sandstürme verwüsten lassen und dadurch einen extremen und überaus interessanten Kontrast zwischen dem unwirklichen Utopia und der rohen Natur geschaffen.

FE: Kann der Spieler durch seine Entscheidungen/Handlungen die Story beeinflussen?

Mark Liebold: Wie das Spiel endet, hängt von den einzelnen Entscheidungen des Spielers ab. Es wird aber keine unterschiedlichen und/oder weit verzweigten Handlungsstränge geben. In Spec Ops: The Line soll der Spieler nicht die Story verändern, sondern die Story den Spieler. Es müssen Entscheidungen getroffen werden, die nicht als kategorisch richtig oder falsch gewertet werden können. Der Spieler muss diese Entscheidungen selbst und aktiv treffen, etwa indem er den Abzug seiner Waffe (also den Trigger des Joybads) selbst drückt. Das kann auf Dauer für manchen zu einer Belastung werden, aber das ist auch durchaus so gewollt.

FE: Kopierschutzmaßnahmen waren und sind ein heikles Thema, auf das Spieler sensibel reagieren. Wie schützt ihr euren Titel vor illegalen Kopien?

Mark Liebold: Spec Ops: The Line läuft auf dem PC ausschließlich über Steam. Die Sicherheitsprotokolle der Plattform prüfen - vereinfacht ausgedrückt - ob man eine legal Versions des Spiels besitzt oder nicht. Dieses System bietet für uns den besten Schutz.

FE: Was zeichnet den Multiplayer aus?

Mark Liebold: Im Multiplayer erlebt man in Auszügen, was vor dem Plot der Hauptkampagne in Dubai passiert. Der Fokus des Gameplays liegt dabei auf Vier-Mann-Teams, die gegen andere, ebenso große Trupps kämpfen. Spieler können in verschiedenen Modi Erfahrungspunkte sammeln und neues Equipment und Fähigkeit für die Charakterklassen freischalten. Und natürlich spielt auch der Sand (Sandlawinen, Sandstürme, Sandgranaten, etc.) im Multiplayer eine große in Rolle.

Wir bedanken uns für das Interview!

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